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Do, 09:31 Uhr
23.11.2023
ifo Institut

Nur begrenztes Potential für Fracking

Die ifo-Forscherin Karen Pittel sieht im nicht konventionellen Fracking nur ein begrenztes Potenzial für die deutsche Versorgungssicherheit. Dazu müsse zunächst das Fracking-Verbot aufgehoben und in eine entsprechende Industrie in Deutschland investiert werden...

„Nach Schätzungen der Wirtschaft könnte Fracking 6 bis 12 Prozent des deutschen Gasverbrauchs decken“, sagt Karen Pittel, Leiterin des ifo Zentrums für Energie, Klima und Ressourcen.

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Von der Planung bis hin zur ersten Förderung von Erdgas könnten 5 bis 9 Jahre vergehen, fügte sie hinzu. Um die Klimaneutralitätsziele bis 2045 zu erreichen, sei aber bereits ab dem Jahr 2030 mit einem deutlich geringeren Erdgasbedarf zu rechnen. „Aufgrund dieses begrenzten Zeitraums ist eine Investition in die Erdgasförderung aus betriebswirtschaftlicher Sicht schwierig“, sagt Pittel. Laut der Expertenkommission Fracking wird die Förderung aus nicht konventionellen Lagerstätten wegen hoher Erschließungskosten in der Regel für 20 bis 30 Jahre betrieben. Die laufenden Kosten für Fracking in Deutschland werden auf 26 bis 43 Euro pro Megawattstunde geschätzt. Wettbewerbsfähig sei die Branche, wenn der tatsächliche Erdgaspreis am oberen Rand aktueller Prognosen liege. Für das Jahr 2030 liegen diese zwischen 18 und 59 Euro pro Megawattstunde. „Private Investitionen durch Unternehmen brauchen Planungssicherheit“, sagt Pittel. Die gebe es beim Fracking in Deutschland nicht.

Aufsatz: „Fracking: eine Option für Deutschland? Chancen, Risiken und Ungewissheiten beim Fracking in nicht konventionellen Lagerstätten“, von: Jörn Gierds, Cyril Stephanos, Berit Erlach, Manfred Fischedick, Hans-Martin Henning, Ellen Matthies, Karen Pittel, Jürgen Renn, Dirk Uwe Sauer und Indra Spiecker genannt Döhmann; in: Impuls des Akademienprojekts „Energiesysteme der Zukunft“
Online hier verfügbar: https://doi.org/10.48669/esys_2023-5
Autor: red

Kommentare
N. Baxter
24.11.2023, 18.29 Uhr
Fracking
in DE abgelehnt aber wir kaufen das Zeug aus dem Ausland.
Die eigenen moralischen Ansprüche, wenns geht noch politisch öffentlich zur Schau gestellt aber wenns von Außerhalb kommt, ein ruhiges Gewissen.
Lieferkettensorgfaltspflicht ada.
Elge61
27.11.2023, 22.33 Uhr
Fracking ?!?!?!
Wieso macht sich darüber überhaupt jemand Gedanken - Russland bietet uns doch wieder Gas aus Nordstream 1 an.
Und da unsere Politiker einen Eid geschworen haben, alles Leid vom Deutschen Volke abzuwenden . . .
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