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Do, 11:52 Uhr
30.11.2023
Online-Aufruf gestartet

Migrationsdebatte muss versachlicht werden

Im Schulterschluss mit Brandenburg hat die Thüringer Integrationsbeauftragte Mirjam Kruppa einen online-Aufruf gestartet, der eine Versachlichung der Migrationsdebatte fordert...

„Mich besorgt der Trend, in der Restriktionen gegenüber Geflüchteten eine Lösung auf die komplexen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit zu sehen“ erklärt Kruppa. „Die zunehmend populistische und nationalistische Rhetorik halte ich für brandgefährlich“, so die Beauftragte. Dafür möchte sie sensibilisieren und schließt mit ihrer Amtskollegin in Brandenburg, Frau Dr. Doris Lemmermeier, ein breites Bündnis unter dem Motto „#menschlichbleiben“.

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„Die zunehmende Einschränkung der Rechte und Freiheiten Geflüchteter beeinträchtigt ihre Möglichkeiten der Lebensgestaltung massiv. Das ist für die Betroffenen extrem belastend. Darüber hinaus erlebe, ich wie die Art, Politik auf dem Rücken von Geflüchteten auszutragen all jenen zu schaffen macht, die sich tagtäglich für deren Integration einsetzen“, beschreibt Mirjam Kruppa ihre Erfahrung. Deshalb sei es den beiden Beauftragten wichtig, klarzustellen: Wir haben nicht ein Migrationsproblem, sondern eine Fülle von Herausforderungen, die zu diskutieren sind: Klimawandel, Energieversorgung, soziales Gefüge, demographischer Wandel, Arbeits- und Fachkräftemangel. Für all diese konkreten Probleme brauche es konstruktive Lösungen. „Was es nicht braucht, ist die Stigmatisierung von Menschen.“ heißt es in den Aufrufen aus Brandenburg und Thüringen.

In Bezug auf den Freistaat stellt der Aufruf klar: 2022 wurden in Thüringen insgesamt 39.000 Menschen aufgenommen, darunter rund 32.000 Schutzsuchende aus der Ukraine. Seit 2023 wurden bislang etwa 14.000 Schutzsuchende aufgenommen. Das entspricht etwa 0,66 Prozent der thüringischen Bevölkerung.

„Diesen Geflüchteten in erster Linie als Menschen zu begegnen und nicht als Probleme, ist Teil der Lösung“, ist Mirjam Kruppa überzeugt. Ihren Aufruf tragen rund 30 Erstunterzeichnende aus Zivilgesellschaft und Politik mit.

Brandenburg hat bereits Anfang November einen entsprechenden Aufruf gestartet, den innerhalb kurzer Zeit über tausend Menschen unterzeichnet haben. Die Brandenburger Integrationsbeauftragte Dr. Doris Lemmermeier begrüßt, dass Thüringen sich der Initiative anschließt: „Ich freue mich sehr, dass auch in Thüringen der Aufruf gestartet wird. Damit geben unsere beiden Bundesländer ein deutliches Signal, dass viele Menschen mit der zunehmend populistischen Rhetorik nicht einverstanden sind. Sie wünschen sich einen sachlichen Diskurs zum Thema Migration und Flucht. Den Aufruf haben in Brandenburg Wohlfahrtsverbände, Ehrenamtliche, Hauptamtliche aus dem Bereich der Integration, Migrantenorganisationen, Landes- und Lokalpolitikerinnen und –politiker sowie viele Einzelpersonen unterzeichnet. Mich haben viele Mails erreicht, in denen sich Menschen für diese Initiative bedankt haben. Durch die Beteiligung von Thüringen gewinnen wir neuen Schwung.“

Zur Mitzeichnung des Thüringer Aufrufs wird unter https://www.aufruf-migrationsdebatte-thueringen.de/ eingeladen.
Autor: red

Kommentare
N. Baxter
30.11.2023, 14.26 Uhr
wo ist die Möglichkeit auf der Homepage,
Ablehnung bzw. meine Kritikpunkte zur aktuellen Migrationspolitik zum Ausdruck zu bringen?
Eine Liste ohne null Aussage außer vielleicht der Profiteure der Zustände!!!
Harzfan
30.11.2023, 15.05 Uhr
N.Baxter
Ich war erst auch noch so naiv und dachte, man kann da was zur öffentlichen Meinung beitragen. ^^ Nun ja, wieder mal Wortfetzen von Menschen in gehobenen Amte. Irgendwie müssen Personen sich regelmäßig äußern, um ihre Deseinsberechtigung zu untermauern. Zur Migration und Einbindung in die deutsche Gesellschaft kann ich nicht viel sagen, ich kenne keinen Migranten, der in meinem Arbeitsfeld Ambitionen hat, dort tätig zu werden. Ich würde es natürlich begrüßen.
grobschmied56
30.11.2023, 16.06 Uhr
Einfach mal sachliche Fragen stellen...
... z.B. die ganz sachliche Frage, warum so viele 'Schutzsuchende' ohne Ausweise bei uns zu 'Ankommenden' werden. Die Frage hat schon mal Herr Bosbach (CDU) gestellt, nebst der ebenfalls sachlichen Frage, warum kaum einer der Ausweisverlierer sein Mobiltelephon verloren hatte (Augenzwinkern!)

Auch auf mehrfaches Befragen hin, konnten sich viele der 'Schutzsuchenden' nicht erinnern, aus welchem Land sie kommen. Aber alle wußten noch ganz genau, daß sie politisch verfolgt wurden.

Kein Wunder, daß die Scholz - Regierung so viel Sympathie für diese Art von 'Schutzsuchenden' entwickelt.
Daß all die 'Ankommenden', 'Schutzsuchenden' und 'Flüchtenden' verfolgte Journalisten, bedrohte Gewerkschafter oder vor Kerkerhaft fliehende Menschenrechts-Kämpfer sind - wer's glaubt!
Der glaubt womöglich auch, daß das Löffeln von Tütensuppe mit Buchstaben-Nudeln die Allgemeinbildung fördert!
Marino50
30.11.2023, 18.24 Uhr
Migrationsdebatte
Was erwartet man mit diesem Artikel von uns deutschen Bürgern, von mir als Rentnerin? Sollen wir die Wohnungstür öffnen oder unsere kleine Rente teilen? Soll ich mein letztes Hemd weggeben?
Wen interessiert es wie es uns Rentnern geht? Es dreht sich alles nur noch um die Asylanten. Das sind vorwiegend junge Männer, die arbeiten können und ihrem Land helfen. Alle kommen nur, um Geld zu scheffeln. Die Töpfe sind leer und wir, das eigene Volk soll sie wieder füllen.
Inwieweit verteilen die Kirchen Geld an die Asylanten?
Wer kümmert sich um die deutschen Obdachlosen, die immer mehr werden? Wie viele Deutsche leben unter der Armutsgrenze. Hilft die Kirche? Die Tafeln reichen längst nicht mehr aus. Dort stehen die Menschen an, um billig Nahrungsmittel zu bekommen.
grobschmied56
30.11.2023, 18.40 Uhr
Kleiner Nachtrag - und was zum Nachdenken ...
... für Mirjam Kruppa:
Eine sachliche Meldung von dpa:
Zitat: 'Polizei spricht von zwei Einsätzen in Tegel
In der Nacht von Sonntag auf Montag waren es der Polizei zufolge fünf Verletzte. Demnach kam es zunächst zu kleineren Auseinandersetzungen, dann zu einer größeren Schlägerei zwischen einer kurdischen und einer arabischstämmigen Gruppe. An dieser seien rund 100 Menschen beteiligt gewesen, die zum Teil auch Messer gehabt hätten.'
Zitat Ende.

Alltag in einem 'Ankunftszentrum' in Berlin.

Von bösen 'Rechtsextremen' war in der Meldung allerdings keine Rede.
Muß wohl ein interkulturelles Mißverständnis zwischen 'Gruppen' von 'Geflüchteten' gewesen sein. Hört man jetzt allerdings öfter...

Nun muß man eventuell nachdenken, wie man solche Meldungen weiter versachlichen kann. Nationalitäten von 'Schutzsuchenden' zu nennen, müßte generell untersagt werden.
Auch negative Begriffe wie 'Auseinandersetzung' oder gar 'Schlägerei' gehören strikt verboten!
Die Erwähnung gar von 'Messern' ist schon hart an der Grenze zum Rassismus!

Ich würde die Meldung wie folgt versachlichen:
'' Ordnungskräfte waren im Ankunftszentrum Tegel zahlreich zur Stelle um schutzsuchenden Vertreter:Innen unterschiedlicher Ansichten beim Aushandeln der Regeln des Zusammenlebens unterschiedlicher Wertegemeinschaften behilflich zu sein. Einige von Meinungsverstärkern betroffene 'Angekommene' wurden zur medizinischen Betreuung eingewiesen. Die übrigen 'Geflüchteten' konnten sich auf eine gemeinsame und für alle zufriedenstellende, wenn auch nicht ganz harmonische Regelung einigen.''

Einverstanden, Frau Kruppa?
Sachlich genug?
geloescht.20240214
30.11.2023, 18.55 Uhr
Gesetze müssten umgesetzt werden....
..finde ich. Zunächst. Die Gleichstellung aller hier herkommenden muss aufhören. Es gibt begründete Asylbewerber, unbegründete Asylbewerber und Freizügige aus der EU. Was folgt daraus. Begründete und anerkannte Asylbewerber und aus der EU Freizügige dürfen hier sein und werden unterstützt. M.E. haben die aber dann auch eine Bringepflicht. Ja mit dieser Pflicht im Blick können sie bei der Migration unterstützt werden. Die Dritte Gruppe hat hier gar nichts verloren. Warum sollen die migriert werden ? Ob die das wollen oder nicht sei dahingestellt. Die gehören abgeschoben. Ukrainer hab ich jetzt mal ausgelassen
Glaube um die ging es im Artikel nicht vorrangig.
tannhäuser
02.12.2023, 11.16 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Anm. d. Red.: Gehört nicht zum Thema
tannhäuser
02.12.2023, 11.50 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Wirklich?
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