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Do, 11:57 Uhr
14.03.2024
IW zu Direktinvestitionen

Deindustrialisierung droht

So wenig wie lange nicht haben ausländische Unternehmen im vergangenen Jahr in Deutschland investiert, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Auch die deutschen Unternehmen expandieren lieber in der EU...

Grafik (Foto: IW) Grafik (Foto: IW)
Nur rund 22 Milliarden Euro haben ausländische Unternehmen im Jahr 2023 in Deutschland investiert – so wenig wie seit zehn Jahren nicht mehr. Insgesamt lagen die Netto-Abflüsse im vergangenen Jahr bei 94 Milliarden Euro. Der Wert gibt die Differenz zwischen Investitionen deutscher Unternehmen im Ausland und ausländischer Unternehmen in Deutschland an.

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Nur in den beiden Vorjahren, 2021 (100 Milliarden Euro) und 2022 (125 Milliarden Euro), war mehr Geld aus Deutschland abgeflossen. Die wiederholt hohen Netto-Abflüsse deuten darauf hin, dass es sich nicht um Ausnahmeerscheinungen, sondern um erste Symptome einer Deindustrialisierung handelt. In der Tat lag die Produktion im produzierenden Gewerbe im Dezember 2023 deutlich unter den Werten von 2015.

Wo fließt das Geld hin?
Zwar sind die Direktinvestitionen derzeit weltweit rückläufig, nicht allerdings in der EU: In den ersten neun Monaten des Jahres 2023 stiegen die Zuflüsse hier um 120 Prozent – auch aus Deutschland: Rund 90 Milliarden Euro, also etwa zwei Drittel aller Auslandsinvestitionen deutscher Unternehmen, flossen zuletzt in EU-Mitgliedsländer, vor allem in die Benelux-Staaten und nach Frankreich. Innerhalb der deutschen Grenzen investierten die ausländischen Unternehmen hingegen kaum. Und wenn sie es doch taten, handelte es sich oft um kleinere Zukäufe oder Projekte – ein Hinweis auf die ungünstigen Standortbedingungen im globalen Wettbewerb.

Der Standort Deutschland ist zu unzuverlässig
„Die Politik macht es für Unternehmen alles andere als attraktiv, in Deutschland zu investieren“, sagt IW-Ökonom Christian Rusche. Dazu zähle, dass Förderprogramme wiederholt und quasi über Nacht gestoppt würden. Die Politik müsse die Investitionsbedingungen drastisch verbessern „Bleiben die politischen Rahmenbedingungen so, wie sie sind, könnte sich die Deindustrialisierung stark beschleunigen“, so Rusche.

Die komplette Studie finden Sie zum Download
Autor: psg

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Kommentare
Jäger53
14.03.2024, 16:53 Uhr
Deindustrialisierung
So etwas passiert wenn man nur noch einen Krieg im Kopf gegen Russland hat und Deutschland dabei zu Grunde richtet. Das dicke Ende wird noch kommen.
Im Nu
14.03.2024, 18:25 Uhr
Diese Talfahrt...
...sollte wirklich alle Bürger auf die Straße treiben...hier geht es um unsere Existenz....und immer mehr Leute, die die Hände aufhalten und die Töpfe werden immer leerer. Eine offensichtliche Schieflage, die sich immer mehr verschärft.
Franz 2018
15.03.2024, 06:05 Uhr
Vielen Dank an die Grünen
Bei der Politik im Blick auf die Wirtschaft, die insbesondere von den Grünen kommt, würde ich auch nicht in Deutschland investieren. Von der unmöglichen Bürokratie in allen Bereichen mal abgesehen..... Das ohne das Geld aus Wirtschaft die "Visionen" der Grünen überhaupt nicht machbar sind, scheinen die nicht zu begreifen. Denn dieses Geld sind nicht nur Investitionen, sondern auch Steuern, Sozialabgaben und die Gehälter der Mitarbeiter..... Dazu muss man aber weiter als von der Wand bis zur Tür denken können und sollte eine Ausbildung etc. haben....wird Zeit, dass Wahlen sind!
Anmerkung techn. Support:
Ein Ausbildung ist eigentlich keine Voraussetzung um denken zu können.
Strandläufer
15.03.2024, 07:13 Uhr
Nicht verwunderlich
Die Industrie wandert aus Kostengründen ab.
Unsere Neubürger wollen doch nicht alle so zahlreich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen wie herbeigebriesen. Vor allem die Ukrainer haben dank Bürgergeld auch keine Notwendigkeit.
Und die die arbeiten gehen haben ihren Fokus oft auf das eigene Wohlbefinden gerichtet. Darum gibt es Streiks für weniger Arbeit und mehr Geld. Und ohne Sabatical und WLB fängt von den Jungen ja keiner mehr an.

Und dann haben wir diejenigen mittleren Alters - um die 50+, gut ausgebilder - die einfach ohne Kokolores arbeiten, wie sie es gewohnt sind. Verrückt.
Langsam verkrätzt man aber auch diese, weil dort immer mehr ins Portemonnaie gegriffen wird. Hauen die in den Sack - viel Spaß uns allen.

Zum Glück gibt es auch die Menschen, die jeden Tag auch für wenig Geld in wichtugen Positionen arbeiten gehen. Vor denen habe ich meinen tiefsten Respekt. Das hat was mit Haltung und Anstand zu tun.
Diejenigen sollten mehr Netto vom Brutto haben, denen gönne ich jeden Cent...statt der Steigerung des Wohlfühlbürgergeldes.
Das wäre mal ein Zeichen.

Wer arbeitet kann sich Dinge leisten.
Wer nicht arbeitet eben nicht.
Ganz einfach.
Vielleicht motiviert das mal.
grobschmied56
15.03.2024, 10:27 Uhr
Warum sollte man investieren ...
... in einem Land, in dem Extremisten die Stromversorgung von Betrieben lahmlegen, um gegen 'Kapitalismus und Patriarchat' zu kämpfen?
Man muß sich deren Originaltöne mal auf der Zunge zergehen lassen:
Zitat:
'In ihrem Bekennerschreiben nennen die Antikapitalisten die „komplette Zerstörung der Gigafactory“ als ihr Ziel und bezeichnen E-Auto-Pionier und Tesla-Gründer Elon Musk (52) als „Technofaschisten“.

Das Ziel der Öko-Terroristen: „Tesla in die Knie“ zwingen und „abschalten“. Man habe ein „Leuchtfeuer gegen Kapital, Patriarchat, Kolonialismus und Tesla“ entzündet, schreiben die Täter in ihrem knapp 2500 Worte zählenden wirren Pamphlet.'
Zitat Ende. Quelle: B.Z. 06.03.2024, 06:03 Uhr

Ob Musk es schon bereut hat, sein Werk in Futschland anzusiedeln?
Ich würde hier in gar nichts investieren und lieber in Polen oder Ungarn nach einem Standort für neue Industrieansiedlung Ausschau halten.
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