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Sa, 10:20 Uhr
23.03.2024
307 Abschiebungen in 2023

Mehrfachstraftäter abgeschoben

Der Irakische Asylbewerber, der im Oktober 2023 eine Mitarbeiterin des Landes in der Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl mit dem Messer bedroht hatte, wurde am Montag aus der Gemeinschaftsunterkunft im Landkreis Eichsfeld in sein Herkunftsland abgeschoben...

Der 27-jährige Iraker befand sich zuvor bereits wegen diverser Straftaten (unter anderem einer Sexualstraftat) im Strafvollzug. Nach seiner Haftentlassung hatte er aufgrund einer persönlichen Verärgerung über seinen neuerlichen Aufenthalt in der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes für Asylbewerber in Suhl einen Mitarbeiter der Einrichtung zunächst verbal lautstark angegangen.

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Am folgenden Tag erschien er erneut vor den Verwaltungsräumen und hielt dabei ein Messer in der Hand, mit dem er eine Mitarbeiterin der EAE bedrohte. Dem beherzten Eingreifen eines zufällig im Gebäude vor Ort anwesenden Polizisten war es zu verdanken, dass er von seinem Vorhaben abließ. Er wurde anschließend vorläufig festgenommen und der Landespolizei übergeben, wo er sich wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, Nötigung und Bedrohung verantworten musste.

Durch die effiziente Zusammenarbeit der Ausländerbehörde des Eichsfeldkreises und der Zentralen Abschiebestelle des Landes beim Thüringer Landesverwaltungsamt konnte der Iraker nun durch die Bundespolizei in sein Heimatland zurückgebracht werden. Innenminister Georg Maier dankte den beteiligten Behörden für die geleistete Arbeit: "Es ist uns gelungen, einen kriminellen Zuwanderer, der sich nicht integrieren wollte, innerhalb weniger Monate in sein Herkunftsland zurückzuführen. Das unterstreicht die Handlungsfähigkeit des Staates. Gerade im Hinblick auf die steigenden Zuwanderungszahlen ist dies ein wichtiges Zeichen. Thüringen ist offen für Menschen, die sich integrieren möchten. Kriminelle Zuwanderer hingegen müssen das Land wieder verlassen. Das stärkt auch die Akzeptanz des Asylrechts in der Bevölkerung", so Maier.

Im vergangenen Jahr sind insgesamt 307 Menschen aus Thüringen abgeschoben worden, das waren 68 mehr als im Jahr 2022. In den ersten beiden Monaten dieses Jahres konnten bislang 38 Abschiebungen vollzogen werden. Die abgeschobenen Personen kamen vorrangig aus Mazedonien, Albanien und Afghanistan, wobei letztere nicht in ihr Herkunftsland abgeschoben wurden.
Autor: red

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Kommentare
Real Human
24.03.2024, 10:50 Uhr
Und wenn er sich an Deutschland rächt?
Nach dem, was – nicht nur – dieser Mensch zuvor vielleicht im Irak erlebt bzw. erlitten hat, sollte man sich eigentlich nicht darüber wundern, warum er sich hier wie das sprichwörtliche „wilde Tier“ aufgeführt hat. Klar, eigentlich hätte er dankbar sein müssen, hier überhaupt aufgenommen worden zu sein. Die meisten Flüchtlinge sind das auch.

Nun schickt man ihn zwangsweise zurück und ist so erst mal „aus dem Schneider“. Soll er doch zu Hause sehen, wie er dort klarkommt? Wie wahrscheinlich ist es eigentlich, dass er dort von Leuten „weiterbetreut“ wird, die ihn auf den „richtigen“ Weg zu Allah und auf den „richtigen“ Dschihad zurückführen?

„Seit 2012 sind mehr als 970 Personen aus Deutschland nach Syrien und in den Irak ausgereist, um dort auf Seiten des 'IS' und anderer terroristischer Gruppierungen zu kämpfen oder diese in sonstiger Weise zu unterstützen. Etwa ein Drittel davon ist mittlerweile nach Deutschland zurückgekehrt [Stand: März 2018]. Von Teilen dieser 'Dschihad-Rückkehrer' geht unter Umständen eine langfristige, kaum kalkulierbare Gefahr aus. Ein besonderes Sicherheitsrisiko stellen Personen dar, die während ihres Aufenthaltes in den Konfliktregionen weiter ideologisch indoktriniert, militärisch im Umgang mit Waffen und Sprengstoffen geschult wurden oder Kampferfahrung gesammelt haben und gegebenenfalls mit dem Auftrag, Anschläge zu begehen, nach Europa zurückgeschickt werden.“, schrieb der Präsident des Bundeskriminalamtes, Holger Münch, am 26.03.2018 in dem Artikel „Rückkehrer und 'Homegrown Terrorists'“ auf bpb.de.

Aber die deutschen Behörden gehen lieber den bequemen Weg der Abschiebung, anstatt für solche „menschlichen Zeitbomben“ Internierungslager auf deutschem Territorium einzurichten. Doch das könnte ja an die NS-Konzentrationslager erinnern. Auch so kann man die eigene Geschichte „fehlverarbeiten“ – mit eventuell verheerenden Spätfolgen, wie der aktuelle Terroranschlag in einer Konzerthalle bei Moskau zeigt. (Einschließlich seiner Putinschen Fehldeutungen!)
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