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Do, 14:05 Uhr
16.05.2024
NABU Thüringen

Hirschkäfern auf der Spur

Der NABU Thüringen und das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) rufen erneut zur „Hirschkäfersuche" auf. Unsere größten heimischen Käfer sind nicht nur schön, sondern auch selten und stark gefährdet...

Zwei Exemplare des gefährdeten Hirschkäfers  (Foto: Lutz Klapp) Zwei Exemplare des gefährdeten Hirschkäfers (Foto: Lutz Klapp)


Hirschkäfer stehen in Thüringen und bundesweit auf der Roten Liste und werden in der Kategorie 2 als „stark gefährdet“ aufgeführt. Die imposante, Käferart ist außerdem nach Anhang II der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) europaweit geschützt.

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Hirschkäfer lieben besonders lichte, alte und wärmebeeinflusste Eichenbestände mit einem hohen Anteil an Totholz oder Baumstubben. Sie mögen aber auch alte Obstbäume oder fühlen sich auf Streuobstwiesen wohl. Am besten können die imposanten Käfer in der Dämmerung zwischen Mitte Mai und Anfang August beobachtet werden. Insbesondere in den Hauptverbreitungsgebieten, wie zum Beispiel im Bereich des Kyffhäusers oder in Eisenach, lassen sich die Hirschkäfer aber auch tagsüber blicken.

In Eisenach und im Wartburgkreis wollen der Landschaftspflegeverband Eichsfeld-Hainich-Werratal und der Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal verstärkt für die Aktion werben. Nach den sehr guten Ergebnissen aus dem Bereich Eisenach im letzten Jahr soll nun bis ins Eichsfeld auf die Käfer aufmerksam gemacht werden.

„Bereits im vergangenen Jahr haben wir im Rahmen unseres Projektes „Hirschkäferresidenz Eisenach“ die Hirschkäfermeldeaktion aktiv unterstützt. Insgesamt konnten wir 91 Lebendfunde und 29 Totfunde verzeichnen.

Das sind 52,3 Prozent der in dieser Saison in Thüringen gemeldeten Hirschkäfer", sagt Lisa-Marie Kümmel vom Landschaftspflegeverband Eichsfeld-Hainich-Werratal e.V.. „Die toten Hirschkäfer, die zirka ein Drittel der uns gemeldeten Tiere ausmacht, tun uns besonders weh, denn sie zeigen, dass die Gefahren für die Käfer in dicht besiedelten Räumen zunehmen."

Wie mache ich mit?
Damit Verwechslungsmöglichkeiten mit „ähnlichen“ Käfern ausgeschlossen werden können, sind digitale Fotos als Beweis und Beleg für die Richtigkeit der Meldung unabdingbar. Denn Hirschkäfer werden gerne mit dem Nashornkäfer, Balkenschröter, Eremit, großen Bockkäfern oder auch dem Lederlaufkäfer verwechselt. Der Artensteckbrief hilft ebenfalls Verwechslungen zu vermeiden. Eine direkte Meldung des Fundes kann über die Umwelt-App für Thüringen oder die Internetseite des NABU Thüringen erfolgen.

Angaben zu Ort und Datum der Beobachtung, ggf. dem Geschlecht, der Anzahl der Tiere sowie Fotos sollten nicht fehlen. Darüber hinaus sind Angaben zu möglichen Beeinträchtigungen oder sonstige Beobachtungen zum Lebensraum sehr hilfreich, aber keine Bedingung für die Meldung. Im Zweifelsfall wird von Seiten des Thüringer Landesamts für Umwelt, Bergbau und Naturschutz Unterstützung angeboten.
Autor: emw

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