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Di, 12:34 Uhr
23.12.2025
Beitragssteigerungen für Millionen Versicherte:

31 Krankenkassen werden teurer

Das neue Jahr bringt erneut Beitragssteigerungen für Millionen Versicherte: 31 der 72 allgemein geöffneten Krankenkassen erhöhen ihren Zusatzbeitrag. Aber auch das Sparpaket der Bundesregierung zeigt Wirkung: 36 Kassen halten ihren Beitrag stabil, eine Kasse wird günstiger...

Krankenkasse (Symbolbild) (Foto: Michael Schwarzenberger auf Pixabay) Krankenkasse (Symbolbild) (Foto: Michael Schwarzenberger auf Pixabay)
In der Spitze entstehen Mehrkosten von bis zu 1.379 Euro pro Jahr, wie aktuelle Berechnungen des Vergleichsportals Verivox zeigen. Durch einen Kassenwechsel sind Einsparungen von bis zu 1.541 Euro möglich.

Stärkste Erhöhung liegt bei 1,10 Prozentpunkten
Von den insgesamt 72 allgemein geöffneten Krankenkassen ist bei 68 der Zusatzbeitrag für 2026 bekannt (Stand: 23.12.). Bei 36 bleibt der Beitrag stabil. 31 Kassen erhöhen ihren Zusatzbeitrag – im Durchschnitt um 0,50 Prozentpunkte – und belasten die Budgets von Millionen Versicherten dadurch abermals.

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Die höchste Anpassung liegt bei 1,10 Prozentpunkten. Eine Krankenkasse kann ihren Beitragssatz um 0,10 Prozentpunkte auf 4,30 Prozent senken, liegt damit aber immer noch deutlich über dem laut GKV-Schätzerkreis durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 2,9 Prozent.

Zusätzlich steigt 2026 auch die Beitragsbemessungsgrenze von 66.150 Euro auf 69.750 Euro. Damit wird ein größerer Anteil des Einkommens beitragspflichtig. Für Arbeitnehmer über dieser Grenze bedeutet das bis zu 689,45 Euro Mehrkosten im Jahr für die Krankenversicherung. Ebenso hoch sind die Mehrkosten für ihre Arbeitgeber, weil diese die Hälfte der Krankenkassenbeiträge zahlen. Selbständige, die ihre Beiträge vollständig selbst tragen, sind noch stärker betroffen. Ihre Belastung erhöht sich um bis zu 1.378,89 Euro pro Jahr.

Für Angestellte mit dem durchschnittlichen Jahreseinkommen eines Vollzeitbeschäftigten (55.608 Euro) summieren sich die Mehrkosten insgesamt auf bis zu 611,69 Euro im Jahr. Durch die paritätische Finanzierung entfallen davon 305,84 Euro auf den Versicherten selbst.

„Für viele Haushalte werden die jährlich steigenden Beiträge zur finanziellen Dauerbelastung. Gutverdiener spüren den Effekt gleich doppelt. Versicherte zahlen immer mehr für ein Leistungsniveau, das sich kaum verbessert“, sagt Aljoscha Ziller, Geschäftsführer der Verivox Versicherungsvergleich GmbH.

Bis zu 1.541 Euro Sparpotenzial beim Wechsel
Bei den bundesweit geöffneten Krankenkassen liegt die Spanne beim Zusatzbeitrag 2026 nach derzeitigem Stand zwischen 2,18 und 4,39 Prozent. Angestellte mit einem Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze und deren Arbeitgeber können durch einen Wechsel von der teuersten in die günstigste Kasse jeweils 770,74 Euro sparen, Selbständige 1.541,48 Euro. Angestellte mit einem Durchschnittseinkommen sparen – ebenso wie deren Arbeitgeber – 614,47 Euro.

Wer mindestens zwölf Monate bei seiner Krankenkasse versichert ist oder eine Beitragserhöhung erhält, kann jederzeit unkompliziert wechseln. Rund 95 Prozent der Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen sind gesetzlich festgeschrieben und damit überall gleich. Unterschiede gibt es vor allem bei Zusatzleistungen wie Reiseimpfungen, professioneller Zahnreinigung, Osteopathie oder Bonusprogrammen.

„Wer Wert auf Bonusleistungen legt, sollte gezielt vergleichen“, sagt Aljoscha Ziller. „Nicht alle Kostenübernahmen wiegen höhere Zusatzbeiträge auf. Versicherte sollten hier sorgfältig abwägen.“
Autor: psg

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