Mo, 09:11 Uhr
04.05.2026
IG Bau informiert zu Berufserkrankungen
Grüne Jobs mit Risiko
Die Jobs im Grünen stehen nicht immer nur für frische Luft. Wer auf den Feldern oder in Gewächshäusern arbeitet, steht unter erhöhtem Risiko, Parkinson zu bekommen. Vor allem dann, wenn über Jahre häufig mit Pflanzenschutzmitteln gearbeitet wurde. Das Parkinson-Syndrom durch Pestizide sei als Berufskrankheit anerkannt, weiß man bei der Gewerkschaft IG Bau...
Betroffene müssten allerdings nachweisen, dass sie in ihrem Berufsleben mindestens 100 Tage mit chemischen Pflanzenschutzmitteln gearbeitet hätten – also jeweils entweder mit Fungiziden (zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten), Insektiziden (zur Bekämpfung von Insekten) oder Herbiziden (zur Bekämpfung von Unkraut), so die IG BAU Nordthüringen.
Dann bekommen Beschäftigte, die an Schüttellähmung erkrankt sind, Unterstützung von der gesetzlichen Unfallversicherung: Die Hilfe der Berufsgenossenschaft reicht von guter medizinischer Versorgung bis zu Geldleistungen, sagt Matthias Lötzsch von der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Das gelte neben Menschen, die in der Landwirtschaft gearbeitet haben, beispielsweise auch für Beschäftigte im Gartenbau und im Forst.
Gefahren lauerten allerdings auch in der Floristik. Und sogar auf dem Bau: Denn auch bei Sanierungsarbeiten wird mit Pestiziden gearbeitet. Vielen ist gar nicht bewusst, wo überall Pestizide zu finden sind. Gerade im Sanitärbereich kommen häufig Baustoffe mit Anti-Schimmelmitteln zum Einsatz. Und die enthalten oft Pestizide, erklärt Matthias Lötzsch von der IG BAU Nordthüringen.
An die niedergelassenen Ärzte in Nordthüringen appelliert die Agrar-Gewerkschaft, Parkinson-Patienten gezielt anzusprechen, um abzuklären, ob es sich um eine Berufskrankheit handele. Die gesetzlichen Krankenversicherungen fordert die IG BAU Nordthüringen auf, Parkinson-Patienten anzuschreiben und zu informieren. Immerhin haben Patienten, wenn es um eine Berufserkrankung geht, die Chance auf eine intensive Betreuung und gute medizinische Versorgung, für die die Berufsgenossenschaft steht, so Matthias Lötzsch.
Der IG BAU-Bezirkschef kündigt außerdem an, dass sich die Agrar-Gewerkschaft auch dafür einsetzen werde, dass mehr Betroffene die Anerkennung als Berufskrankheit bekommen: Es geht vor allem um die, die nicht selbst Pflanzenschutzmittel gespritzt haben, die aber zum Beispiel in Gewächshäusern den Pestiziden ausgesetzt waren, so Lötzsch.
Der Gewerkschafter rät Menschen, die in gefährdeten Branchen arbeiten, sich bei Fragen an ihre jeweilige Berufsgenossenschaft zu wenden. Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) habe extra eine Parkinson-Hotline geschaltet: 0561 / 785 - 10350. Außerdem gebe die Berufsgenossenschaft Hinweise auf ihrer Homepage: https://www.svlfg.de/fa-parkinson-durch-pflanzenschutzmittel
Autor: redBetroffene müssten allerdings nachweisen, dass sie in ihrem Berufsleben mindestens 100 Tage mit chemischen Pflanzenschutzmitteln gearbeitet hätten – also jeweils entweder mit Fungiziden (zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten), Insektiziden (zur Bekämpfung von Insekten) oder Herbiziden (zur Bekämpfung von Unkraut), so die IG BAU Nordthüringen.
Dann bekommen Beschäftigte, die an Schüttellähmung erkrankt sind, Unterstützung von der gesetzlichen Unfallversicherung: Die Hilfe der Berufsgenossenschaft reicht von guter medizinischer Versorgung bis zu Geldleistungen, sagt Matthias Lötzsch von der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Das gelte neben Menschen, die in der Landwirtschaft gearbeitet haben, beispielsweise auch für Beschäftigte im Gartenbau und im Forst.
Gefahren lauerten allerdings auch in der Floristik. Und sogar auf dem Bau: Denn auch bei Sanierungsarbeiten wird mit Pestiziden gearbeitet. Vielen ist gar nicht bewusst, wo überall Pestizide zu finden sind. Gerade im Sanitärbereich kommen häufig Baustoffe mit Anti-Schimmelmitteln zum Einsatz. Und die enthalten oft Pestizide, erklärt Matthias Lötzsch von der IG BAU Nordthüringen.
An die niedergelassenen Ärzte in Nordthüringen appelliert die Agrar-Gewerkschaft, Parkinson-Patienten gezielt anzusprechen, um abzuklären, ob es sich um eine Berufskrankheit handele. Die gesetzlichen Krankenversicherungen fordert die IG BAU Nordthüringen auf, Parkinson-Patienten anzuschreiben und zu informieren. Immerhin haben Patienten, wenn es um eine Berufserkrankung geht, die Chance auf eine intensive Betreuung und gute medizinische Versorgung, für die die Berufsgenossenschaft steht, so Matthias Lötzsch.
Der IG BAU-Bezirkschef kündigt außerdem an, dass sich die Agrar-Gewerkschaft auch dafür einsetzen werde, dass mehr Betroffene die Anerkennung als Berufskrankheit bekommen: Es geht vor allem um die, die nicht selbst Pflanzenschutzmittel gespritzt haben, die aber zum Beispiel in Gewächshäusern den Pestiziden ausgesetzt waren, so Lötzsch.
Der Gewerkschafter rät Menschen, die in gefährdeten Branchen arbeiten, sich bei Fragen an ihre jeweilige Berufsgenossenschaft zu wenden. Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) habe extra eine Parkinson-Hotline geschaltet: 0561 / 785 - 10350. Außerdem gebe die Berufsgenossenschaft Hinweise auf ihrer Homepage: https://www.svlfg.de/fa-parkinson-durch-pflanzenschutzmittel