Viele schlechte Nachrichten, aber auch einige gute: Die Ergebnisse der Stunde der Gartenvögel, die am zweiten Maiwochenende stattfand, sind gemischt...
Zum Glück sieht es bei den Finken nicht ganz so schlecht aus wie befürchtet – zumindest nicht bei allen Arten, sagt NABU-Vogelschutzexperte Martin Rümmler. Bei den Buchfinken können wir sogar ein sattes Plus bei den Sichtungen von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verbuchen, auch der Grünfink machte bundesweit drei Prozent Plus. Es scheint sich keine neue Infektionswelle mit Trichomonaden anzubahnen, die in der Vergangenheit zu Verlusten unter einigen Finkenarten geführt hatte.
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Allerdings kann das nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Grünfink seit Jahren zunehmend weniger gemeldet wird, wie auch die Zahlen der Bestandserfassung des Dachverbands Deutscher Avifaunisten (DDA) bestätigen. Rümmler: Eine Ursache ist vermutlich, dass der Grünfink stärker unten den Infektionswellen mit Trichomonaden gelitten hat als der Buchfink. Die Erreger verbreiten sich vor allem an Futter- und Wasserstellen. Wer Vögel füttert, sollte daher unbedingt auf die Hygiene achten, rät Rümmler. Am besten Futtersäulen nutzen und Wasser täglich wechseln.
Ein Gartenrotschwanz (Foto: sm)
Bei der Amsel deutet nichts auf größere Verluste hin, wie sie in den vergangenen Jahren leider festgestellt worden waren. Die melodische Abendsängerin wurde ähnlich häufig wie 2025 gemeldet.
Düster sieht es dagegen bei den Spatzenarten aus, so Rümmler. Der Haussperling liegt zwar nach wie vor auf Platz eins unserer Rangliste der am meisten gemeldeten Vögel, aber er hat einen Verlust von neun Prozent zum Vorjahr eingefahren. Damit setzt sich der Negativtrend der vergangenen Jahre vorerst leider fort. Auch der Feldsperling fliegt nach unten: minus sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Rümmler: Diese Zahlen müssen uns besorgen. Denn wenn so häufige Arten wie der Haussperling immer weniger gemeldet werden, könnte das ein Alarmsignal für den Zustand der Natur in unseren Siedlungen sein. Grund dafür sind meist ein mangelndes Nahrungsangebot und der Verlust von Wohn- und Lebensraum in den Städten.
Das zeigt sich auch bei den Mauerseglern. Die Sommerboten stürzten um 25 Prozent ab. Ihr typisches Sri-sri, das viele Menschen mit der warmen Jahreszeit verbinden, war am Zählwochenende deutlich seltener zu hören. Auch die Mehlschwalben-Sichtungen nahmen mit minus zwölf Prozent deutlich ab. Beide Arten sind Gebäudebrüter und Insektenfresser. Es könnten also Insektenschwund und nicht vogelfreundliche Sanierung alter Gebäude eine Rolle spielen, vermutet Rümmler. Zum Teil kehrten Tiere aber auch erster später als üblich aus ihren Winterquartieren zurück.
Bei den gesichteten Vögeln pro Garten setzt sich der leichte, aber stetige Abwärtstrend ebenfalls fort: Wurden 2018 noch 33,79 Vögel gezählt, flatterten diesmal nur noch 28,43 Vögel durch einen Garten oder Park.
Insgesamt haben bundesweit mehr als 56.000 Menschen bei der Vogelzählung mitgemacht und aus fast 38.500 Gärten weit über eine Million Vögel gemeldet. Die Stunde der Gartenvögel ist eine Mitmachaktion von NABU und seinem bayerischen Partner LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz). Die nächste Vogelzählung ist die Stunde der Wintervögel. Sie findet vom 8. bis 10. Januar 2027 statt.
Finkenfreude gibt es schon länger nicht mehr bei uns im Wohngebiet. Die Gründe sind vielfältiger Natur.
Ein Grund sind die Heerscharen von Sperlingen, die bei der Paarung ( zig mal am Tag ) oft zu über fünfzig Exemplaren in die Bäume, Hecken und Büsche einfallen. Da tritt jeder Singvogel sofort die Flucht an. Futterplätze werden allein von den Sperlingen in Beschlag genommen.
Kein Fink, keine Meise, selbst die Amseln trauen sich da noch in die Nähe.
Nun stellt sich mir die Frage, ob die Verfasser des Artikels über das Vorkommen der Vögel in unseren Gärten und Wohnumfeld, überhaupt eine Ahnung haben.
Vielleicht sind sie ja eher Sperlingslobbyisten und haben daher weniger Sorgen um die Singvögel, Haupsache die Sperrlinge können sich in Massen vermehren.
Warum lassen denn so viele Hausbesitzer Vogelabwehrdrähte anbringen, wenn es soo wenig Sperlinge gibt? Sicher wegen der vielen Singvögel!
Vielleicht schreiben die Verfasser auch nur die Berichte ab, aus Zeiten, in denen der Sperling tatsächlich selten anzutreffen war. Also mein Vorschlag, Augen auf, und das nicht nur im Straßenverkehr!
Wie wir alle wissen ist Kaktus-Jacks Wohngebiet repräsentativ für ganz Deutschland.
Meiner Erfahrung nach lassen sich dieselben Hausbesitzer Vogelabwehrdrähte anbringen die auch Fans von Gabionen und der englischen grünen Wüste sind. Und davon gibt's leider immer mehr. Da muss man nur mal durch meine Lieblingsferienhaussiedlung (gated community in Spe) am Kiesschacht schlendern.
In Ihrem Wohngebiet mag es ja mit den Vögeln anders aussehen als im restlichen D, Kaktus-Jack. Die Frage, die Sie in der Überschrift stellen, wird im Artikel schon beantwortet.
Ihre Aussagen zum Auftreten von Singvögeln und Sperlingen sind ornithologisch nicht korrekt. Die Singvögel (zu denen erstaunlicherweise auch Krähen und Raben zählen) bilden taxonomisch eine Unterordnung der Sperlingsvögel. Aber eigentlich ist es noch komplizierter . . .
Bleiben wir aber bei den herkömmlichen Vorstellungen. Dann ist der Rückgang bei den insektenfressenden Arten tatsächlich eklatant. Dass es heute viel weniger Insekten gibt als früher, weiß jeder ältere Autofahrer.
Die Körnerfresser wie Sperlinge und Finken haben es da besser. Der Haussperling, auch Spatz genannt, ist hinsichtlich seiner Nahrung nicht so wählerisch. Jeder Kiosk ist ihm ein Futterplatz.
Ganz anders scheint es um denFeldsperling zu stehen, der ziemlich selten zu sein scheint. Ich behaupte mal, dass die meisten von uns noch NIE einen bewusst gesehen haben . . .