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Mi, 17:01 Uhr
01.07.2026
Gymnasium Worbis

Vom Schreiben zum Programmieren

Zwei Schuljahre gibt es nun das Fach Medienbildung und Informatik ab Klassenstufe 5. Dabei geht es vor allem darum, den Schülerinnen und Schülern grundlegendes Hintergrundwissen zu vermitteln und sie im Umgang mit digitalen Medien sicherer und kompetenter werden zu lassen...

Während in der fünften Klassenstufe vor allem der allgemeine Begriff der Medien, erste Gefahren, aber auch deren Chancen behandelt werden und später der Umgang mit einem Schreibprogramm geschult wird, nehmen auch die Bildbearbeitung und das Erstellen digitaler Collagen einen wichtigen Platz ein. Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler, Bilder gezielt zu gestalten, zu bearbeiten und kreativ miteinander zu kombinieren. In der sechsten Klassenstufe steht anschließend das Arbeiten mit Präsentationsprogrammen im Mittelpunkt. Wie sollten Folien gestaltet sein? Welche Merkmale zeichnen eine gute Präsentation aus? Auch Bildrechte sowie die Notwendigkeit von Quellenangaben werden thematisiert.

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Einen weiteren großen Schwerpunkt bildet der Bereich der Algorithmen. Dabei wurde zunächst besprochen, was man eigentlich unter diesem zunächst kompliziert klingenden Begriff versteht. Schnell wurde deutlich, dass nahezu jeder Ablauf im Alltag als Algorithmus verstanden werden kann. Geübt wurde dies anhand einfacher Alltagshandlungen wie dem Händewaschen, sodass klar wurde, dass die Reihenfolge einzelner Handlungsschritte von grundlegender Bedeutung ist.

Im weiteren Verlauf lernten die Schülerinnen und Schüler das Programm „Scratch“ kennen und schrieben erste Skripte, also Handlungsanweisungen, für ihre Figuren. So entstanden Tiere, die auf Befehl sprechen, sich bewegen oder mit anderen Figuren interagieren konnten.

Zum Abschluss stellten die Schülerinnen und Schüler sogar komplexe Denk- und Problemlösefähigkeiten unter Beweis. Aus zunächst vorgegebenen kleinen Spielskripten entwickelten sie nach und nach eigene Spiele. So konnten vor den Ferien beispielsweise Spiele ausprobiert werden, bei denen ein Ball gefangen oder über ein Auto gesprungen werden musste. Dabei wurde auch deutlich, dass Programmieren gar nicht so einfach ist und manchmal schon die Reihenfolge einzelner Befehle darüber entscheidet, ob ein Spiel funktioniert oder eben nicht.

Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich das Fach in den kommenden Jahren weiterentwickeln wird. Für die Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen stand am Ende jedoch fest: Es hat Spaß gemacht, zu Hause erzählen zu können: „Wir haben heute in der Schule gezockt.“
Nadine Böhlitz
Autor: red

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