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Mo, 15:39 Uhr
27.12.2010

„Der Held der westlichen Welt“

Auf der Flucht vor dem Gesetz hat es Christo Napoli, hungrig und frierend, in Michaels Kneipe verschlagen. Was Christo dort erlebt, das erfahren im Januar Besucher des Nordhäuser Theaters...

Am Nordhäuser Theater (Foto: P. Scholz) Am Nordhäuser Theater (Foto: P. Scholz)

Der Italiener ist ein Mann von Welt, charmant, witzig, ein Draufgänger mit dunkler Vergangenheit und eben kein versoffener Langweiler wie die einheimischen Kerle. Dass er angeblich seinen Vater auf dem Gewissen hat, macht den Unbekannten für die anwesenden Damen nur noch interessanter. Gesehen hat man so einen Helden bisher nur auf dem Bildschirm.

Der Wirt stellt ihn als Schankkellner ein, und er wird bald als Schwiegersohn gehandelt. Alles fliegt Christo Napoli scheinbar mühelos zu. Bis plötzlich der Totgeglaubte erscheint. Nun kippt die Begeisterung der Leute um in rasende Wut und Enttäuschung. Aber einen Aufschneider lässt man nicht so einfach abhauen: Er soll bluten für seine Lüge und Arroganz.

Am Nordhäuser Theater (Foto: P. Scholz) Am Nordhäuser Theater (Foto: P. Scholz)

Die Komödie „Der Held der westlichen Welt“ des irischen Autors John Millington Synge beruht auf einer wahren Begebenheit. Die Uraufführung 1907 in Dublin löste beim Publikum Tumulte aus und führte zu einem erbitterten Kampf gegen die englische Zensur. David Gieselmann hat die Geschichte ins Heute übertragen. Seine Sprache besticht durch skurrile Dialoge und grandios überzeichnete Figuren.

Am Nordhäuser Theater (Foto: P. Scholz) Am Nordhäuser Theater (Foto: P. Scholz)

Ein gefundenes „Theaterfressen“ für den Regisseur Herbert Olschok, der zusammen mit seiner Ausstatterin Sabine Pommerening nach „Zwei Krawatten“ und „Eine Familie“ innerhalb kürzester Zeit nun zum dritten Mal in Rudolstadt inszenierte. In dem „Held der westlichen Welt“ richten sie ihren Blick auf einen Teil der Gesellschaft, wo die Menschen, irgendwann von der Entwicklung abgeschnitten, sich in ihrer tief sitzenden Sehnsucht nach einem aufregenderen Leben von Aufschneidern blenden lassen.

Christo Napoli wird gespielt von David Engelmann. In weiteren Rollen sind zu erleben: Anne Kies als Wirtstocher, Johannes Arpe als Wirt sowie Hans Burkia, Ute Schmidt, Benjamin Griebel, Ewa Rataj, Verena Blankenburg, Simon Keel, Marcus Ostberg und Thomas Voigt.

Die Vorstellung am 7. Januar 2011 beginnt um 19.30 Uhr. Karten dafür gibt es an der Theaterkasse, Tel. 0 36 31/98 34 52 sowie an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH
Autor: psg

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