Siam 1862 in der Burg
Sonntag, 03. Juni 2012, 15:05 Uhr
In der Galerie in der Burg Großbodungen wird in einer Woche eine neue Ausstellung eröffnet. Sie trägt den Titel "SIAM 1862" und widmet sich 150 Jahre Thai-Deutscher diplomatische Beziehungen. Wir haben uns die Vorbereitungen schon mal angesehen...
Buddha im Goldenen Dreieck (Golden Triangel), dem Grenzgebiet von Laos, Burma und Thailand. (Foto: Bildrechte Raban Graf von Westphalen)
Im Jahre 2012 begehen das Königreich Thailand und die Bundesrepublik Deutschland das 150jährige Jubiläum der Aufnahme ihrer diplomatischen Beziehungen. Am 7. Februar 1862 unterzeichnete der siamesische König Mongkut, auch als Rama IV. (1804 – 1868) bekannt, und der preußische Gesandte Friedrich Albrecht Graf von Eulenburg (1815-1881) einen umfassenden Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrag (Treaty of Amity, Commerce and Navigation, Bangkok, February 7th, 1862). Der Vertrag wird vielfach in der Literatur auch nach dem preußischen Gesandten und nachmaligen preußischen Innenminister (1862-1878) als Eulenburg-Vertrag bezeichnet.
Als Mitglieder des Deutschen Zollvereins gehörten die thüringischen Staaten Sachsen-Weimar-Eisenach, Sachsen Meiningen, Sachsen Altenburg, Sachsen Coburg-Gotha, Schwarzburg-Rudolstadt, Schwarzburg-Sondershausen sowie Reuß (ältere und jüngere Linie) neben dem preußischen und siamesischen Königreichen zu den Signatarstaaten dieses die deutsch-thailändischen diplomatischen Beziehungen konstituierenden Vertrages. Beide Seiten versprachen sich in diesem Vertrag dauernden Frieden und unwandelbare Freundschaft, vollständigen Schutz für Person und Eigentum sowie vollkommene Handels- und Schifffahrtsfreiheit.
Die gut erhaltene und aufwendig dekorierte Originalurkunde für das Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen wird als Leihgabe des Thüringischen Staatsarchivs Rudolstadt in der Ausstellung erstmals der Öffentlichkeit gezeigt. Eine umfassende Dokumention über 150 Jahre Deutsch-Thailändische diplomatische Beziehungen der königlich-thailändischen Botschaft in Deutschland ergänzt die Ausstellung.
Die durch den Buddhismus geprägte Geschichte Siams wird anhand von Fotografien kunsthistorisch bedeutsamer Bauwerke und Tempel vorgestellt, darunter die UNESCO-Weltkulturerbe-Stätten Sukkothai und Ayutthaya.
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Königlich-thailändischen Botschafters in Deutschland
Nach einem Grußwort eines Vertreters der Königlich-thailändischen Botschaft in Deutschland eröffnet Prof. Dr. Raban Graf von Westphalen die Exposition mit einem Vortrag:
Im Land des weißen Elefanten Zur Geschichte der deutsch-thailändischen diplomatischen Beziehungen
Die Ausstellung wurde erarbeitet in Kooperation mit dem Förderverein der Galerie: Burgforum und wird gefördert aus Lottomitteln des Freistaates Thüringen.
Autor: nnz
Buddha im Goldenen Dreieck (Golden Triangel), dem Grenzgebiet von Laos, Burma und Thailand. (Foto: Bildrechte Raban Graf von Westphalen)
Im Jahre 2012 begehen das Königreich Thailand und die Bundesrepublik Deutschland das 150jährige Jubiläum der Aufnahme ihrer diplomatischen Beziehungen. Am 7. Februar 1862 unterzeichnete der siamesische König Mongkut, auch als Rama IV. (1804 – 1868) bekannt, und der preußische Gesandte Friedrich Albrecht Graf von Eulenburg (1815-1881) einen umfassenden Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrag (Treaty of Amity, Commerce and Navigation, Bangkok, February 7th, 1862). Der Vertrag wird vielfach in der Literatur auch nach dem preußischen Gesandten und nachmaligen preußischen Innenminister (1862-1878) als Eulenburg-Vertrag bezeichnet. Als Mitglieder des Deutschen Zollvereins gehörten die thüringischen Staaten Sachsen-Weimar-Eisenach, Sachsen Meiningen, Sachsen Altenburg, Sachsen Coburg-Gotha, Schwarzburg-Rudolstadt, Schwarzburg-Sondershausen sowie Reuß (ältere und jüngere Linie) neben dem preußischen und siamesischen Königreichen zu den Signatarstaaten dieses die deutsch-thailändischen diplomatischen Beziehungen konstituierenden Vertrages. Beide Seiten versprachen sich in diesem Vertrag dauernden Frieden und unwandelbare Freundschaft, vollständigen Schutz für Person und Eigentum sowie vollkommene Handels- und Schifffahrtsfreiheit.
Die gut erhaltene und aufwendig dekorierte Originalurkunde für das Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen wird als Leihgabe des Thüringischen Staatsarchivs Rudolstadt in der Ausstellung erstmals der Öffentlichkeit gezeigt. Eine umfassende Dokumention über 150 Jahre Deutsch-Thailändische diplomatische Beziehungen der königlich-thailändischen Botschaft in Deutschland ergänzt die Ausstellung.
Die durch den Buddhismus geprägte Geschichte Siams wird anhand von Fotografien kunsthistorisch bedeutsamer Bauwerke und Tempel vorgestellt, darunter die UNESCO-Weltkulturerbe-Stätten Sukkothai und Ayutthaya.
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Königlich-thailändischen Botschafters in Deutschland
Nach einem Grußwort eines Vertreters der Königlich-thailändischen Botschaft in Deutschland eröffnet Prof. Dr. Raban Graf von Westphalen die Exposition mit einem Vortrag:
Im Land des weißen Elefanten Zur Geschichte der deutsch-thailändischen diplomatischen Beziehungen
Die Ausstellung wurde erarbeitet in Kooperation mit dem Förderverein der Galerie: Burgforum und wird gefördert aus Lottomitteln des Freistaates Thüringen.
- Ausstellungsdauer: 10. Juni bis 19. August 2012 Geöffnet Mittwoch bis Sonntag, 14.00 bis 18.00 Uhr oder nach Terminabsprache
- Eintritt 2,- €
- Zu den Ausstellungszeiten ist auch das Café in der Kemenate geöffnet.
