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270 Plattdütsche bien Start

Donnerstag, 30. August 2012, 14:38 Uhr
Böseckendorf feierte mit Plattdütschen Frünnen, Gottesdienst und Wettkämpfen Jubiläum. 270 Plattdütsche Frünne aus dem Ober- und Untereichsfeld füllten das Festzelt...

Werner Grobecker, Präsident der Plattdütschen Frünne, war wieder einmal über sich selbst hinausgewachsen. Er leitete den Abend, an dem rund 270 Plattdütsche Frünne aus dem Ober- und Untereichsfeld, aber auch aus benachbarten Orten, das Festzelt in Böseckendorf füllten. Anlass war das Jubiläum „112 Jahre FFW Böseckendorf“, das die ortsansässige Feuerwehr bezogen auf das Gründerjahr vor 112 Jahren feierte.

Dä Danzemäkens aus Neuendorf (Foto: Gerhard Germeshausen) Dä Danzemäkens aus Neuendorf (Foto: Gerhard Germeshausen)


Bürgermeister Erhard Zwingmann, Wehrführer Uwe Dornieden und Grobecker hießen jeder auf seine humorvolle Art die Gäste willkommen. Das Böseckendorfer Trio hatte bereits lange vor dem eigentlichen Beginn die Anwesenden musikalisch unterhalten. Den Auftakt machten die Neuendorfer Spatzen mit Liedern und Tänzen, bevor der Böseckendorfer Singkreis unter Leitung von Rüdiger Görke mit mehreren Lieddarbietungen, alle auf Platt, den Bunten Abend, der gleichsam einen Glückwunsch an den Jubiläumsverein darbot.

Danach schlug die Stunde der Eichsfelder Plattdütschen, die sich allesamt dem Jubiläumsverein widmeten. Start war der Beitrag von Lydia Langenohl, die die Rentnerin im Unruhestand persiflierte. Ihr Fazit: „Dat Woart Rente kimmet von rennen.“ Rita Maulhardt glänzte mit ihrer Geschichte von Leander. Danach gab es wieder einmal eine Pause, die Anneliese & Hermann mit ihren originellen plattdütschen Liedern sehr gut ausfüllte.

Präsident Grobecker flocht ein: „Wie ßiet nicht nur tan Lachen hier, et chat essek vor allem imme Pfleje un Wiederchrobe user Muttersproche.“ Eine wahre Begebenheit eines Grenzgängers aus Nesselröden in Zeiten der DDR gab Reinhold Frölich zum Besten. Monika Müller rezitierte Geschichten von Gisela Wüstefeld.

Werner Grobecker hatte außer seiner überaus humorvollen Führung durch das Programm auch ernste Beiträge in Versen über aktuelles Geschehen aus dem Ober- und Untereichsfeld. Zum Schluss gab es noch eine Augenweide mit den trachtengeschmückten Danzemäkens aus Neuendorf.

„Et chat eben nix ower chaue Nachboarn“, so Grobecker. Auch der ole Brokemeier vereinigte noch einmal Unter- und Obereichsfeld.
Autor: en

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