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Bistum ohne Bischof

Montag, 01. Oktober 2012, 19:34 Uhr
Wer das Bistum Erfurt nach dem Amtsverzicht von Bischof Wanke leitet und wie es einen neuen Bischof erhält, bei den eichsfelder nachrichten erfahren Sie mehr...

Mit dem Rücktritt von Bischof Joachim Wanke befindet sich das Bistum Erfurt in der Sedisvakanz, d.h. der Bischöfliche Stuhl ist nicht besetzt. Mit dem Amtsverzicht ist außerdem die Amtsgewalt von Generalvikar Raimund Beck erloschen, der als Stellvertreter des Bischofs im Bereich der Verwaltung und als dessen "alter ego" an der bischöflichen Leitungsgewalt teilhatte.

Dennoch bleibt die Diözese, bis es einen Nachfolger für Bischof Wanke gibt, nicht ohne Führung. Das Kirchenrecht legt fest, dass bei eingetretener Sedisvakanz die Leitungsgewalt auf den dienstältesten Weihbischof im aktiven Dienst übergeht. Somit steht seit Punkt 12 Uhr heute Mittag Weihbischof Reinhard Hauke an der Spitze des Bistums Erfurt.

Doch nicht für lange Zeit. Denn bereits am Tag nach dem Rücktritt von Bischof Wanke, also am Dienstag, 2. Oktober, wählt das Erfurter Domkapitel einen so genannten Diözesan-Administrator und entspricht damit den kirchenrechtlichen Vorgaben, die dafür eine Frist von acht Tagen nach Bekanntwerden der Sedisvakanz vorsehen.

Bei einer Heiligen Messe im Erfurter Dom, am gleichen Tag um 18 Uhr, tritt der Diözesan-Administrator zum ersten Mal in der Öffentlichkeit auf. Anlass für diese Messe ist nicht die Wahl, sondern die gute Gewohnheit, zu den Kapitelssitzungen Gottesdienst zu feiern.
Autor: en

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