Starker Auftritt der Kanzlerin
Donnerstag, 11. Oktober 2012, 20:26 Uhr
Der CDU Kreisverband Eichsfeld war auf der gestrigen Regionalkonferenz der CDU Landesverbände Hessen und Thüringen in Fulda sehr präsent. Neben 50 Mitgliedern aus verschiedenen Ortsverbänden, die das Busangebot des Kreisvorstandes angenommen hatten, waren auch noch viele Mitglieder privat in die osthessische Dom- und Barockstadt gefahren...
Es ist ein sehr kraftvolles Zeichen, annähernd 2000 Mitglieder hier in Fulda begrüßen zu können, sagte Generalsekretär Hermann Gröhe zur Begrüßung und Eröffnung der Versammlung. Nach ein paar einleitenden Worten und einem Seitenhieb wegen der vielen Honorare von Herrn Steinbrück übergab er den Rednerplatz aber an die Bundesvorsitzende und Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel.
Und die vielen Mitglieder und Interessierten erlebten eine Kanzlerin, der man die terminlichen Belastungen der letzten Wochen überhaupt nicht ansah. Schön, die Hessen und Thüringer so friedlich beieinander zu sehen, scherzte sie gleich zu Beginn und hatte damit schon einige Sympathiepunkte eingeheimst.
Aber nach ein paar Bemerkungen zu den landespolitischen Gegebenheiten kam sie auf die wichtigen Fragen der Gegenwart zu sprechen. Die Welt wartet nicht auf uns! Wir müssen aus den Fängen der Finanzmärkte heraus und uns wieder auf die eigenen Werte besinnen. Die Wirtschaft muss den Menschen dienen und nicht umgekehrt, sprach sie die Krise der letzten Zeit an. Die Euro-Krise ist doch da entstanden, wo keine Verantwortung war, wo eben nicht die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft gegolten haben.
Die Balance zwischen den Pflichten und Aufgaben der Jüngeren und der Älteren müssen wieder ausgewogen gestaltet werden. Der demographische Wandel kann und muss gelingen, wenn wir die richtige Weichenstellung treffen sprach Angela Merkel ein weiteres wichtige Thema an. Und wer für seine Alters- und Ruhestand auch noch privat vorsorgt, muss bei seinem Eintritt besser gestellt werden, als jene, die keine weitere Vorsorge treffen, es aber hätten tun können. Und: "Wer lange gearbeitet und vorgesorgt hat, der darf nicht in die Bedürftigkeit gehen müssen. Der Ausgangspunkt unserer Gesellschaft ist die Familie."
Anrechnung von Erziehungszeiten, die Situation auf dem Arbeitsmarkt für über 50jährige, Erneuerbare Energien, das Konservative in der CDU – die Liste der Fragen an die Kanzlerin war sehr lang und geduldig nahm die Bundesvorsitzende die vielen Anmerkungen und Anregungen entgegen. Und wer gedacht hätte, diese würde sie mit ein paar allgemeinen Bemerkungen abtun, sah sich getäuscht.
Auf jede Frage ging die Kanzlerin auch persönlich ein, machte aber auch keine Versprechungen, die ich eventuell nicht einhalten kann. Sie wissen, dass wir eine Koalition haben und auch die muss ich erst noch überzeugen, war die Antwort auf Wirtschaftsfragen oder sie wolle die Überlegungen, die Praxisgebühren wieder abzuschaffen, nochmals mit den Gremien beraten.
Nach knapp drei Stunden machten sich die Eichsfelder wieder auf die Heimreise – mit überwiegend sehr positiver Resonanz. An uns ist die Kanzlerin vorbeigegangen und wir haben sie somit hautnah erleben können; das war schon toll, so zwei junge Küllstedter Damen, die das Angebot der Busfahrt erstmalig angenommen hatten. Aber auch von den Mitgliedern aus Birkenfelde, Heiligenstadt, Breitenworbis und Dingelstädt, um nur ein paar Orte zu nennen, kam ein wohlwollendes Echo auf diese Versammlung.
Die Bundeskanzlerin hat bei uns einen ganz starken Eindruck hinterlassen, weil man gespürt hat, dass sie diese Versammlung als Herzens- und nicht als Pflichtveranstaltung angesehen hat.
Gerhard Martin
Autor: enEs ist ein sehr kraftvolles Zeichen, annähernd 2000 Mitglieder hier in Fulda begrüßen zu können, sagte Generalsekretär Hermann Gröhe zur Begrüßung und Eröffnung der Versammlung. Nach ein paar einleitenden Worten und einem Seitenhieb wegen der vielen Honorare von Herrn Steinbrück übergab er den Rednerplatz aber an die Bundesvorsitzende und Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel.
Und die vielen Mitglieder und Interessierten erlebten eine Kanzlerin, der man die terminlichen Belastungen der letzten Wochen überhaupt nicht ansah. Schön, die Hessen und Thüringer so friedlich beieinander zu sehen, scherzte sie gleich zu Beginn und hatte damit schon einige Sympathiepunkte eingeheimst.
Aber nach ein paar Bemerkungen zu den landespolitischen Gegebenheiten kam sie auf die wichtigen Fragen der Gegenwart zu sprechen. Die Welt wartet nicht auf uns! Wir müssen aus den Fängen der Finanzmärkte heraus und uns wieder auf die eigenen Werte besinnen. Die Wirtschaft muss den Menschen dienen und nicht umgekehrt, sprach sie die Krise der letzten Zeit an. Die Euro-Krise ist doch da entstanden, wo keine Verantwortung war, wo eben nicht die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft gegolten haben.
Die Balance zwischen den Pflichten und Aufgaben der Jüngeren und der Älteren müssen wieder ausgewogen gestaltet werden. Der demographische Wandel kann und muss gelingen, wenn wir die richtige Weichenstellung treffen sprach Angela Merkel ein weiteres wichtige Thema an. Und wer für seine Alters- und Ruhestand auch noch privat vorsorgt, muss bei seinem Eintritt besser gestellt werden, als jene, die keine weitere Vorsorge treffen, es aber hätten tun können. Und: "Wer lange gearbeitet und vorgesorgt hat, der darf nicht in die Bedürftigkeit gehen müssen. Der Ausgangspunkt unserer Gesellschaft ist die Familie."
Anrechnung von Erziehungszeiten, die Situation auf dem Arbeitsmarkt für über 50jährige, Erneuerbare Energien, das Konservative in der CDU – die Liste der Fragen an die Kanzlerin war sehr lang und geduldig nahm die Bundesvorsitzende die vielen Anmerkungen und Anregungen entgegen. Und wer gedacht hätte, diese würde sie mit ein paar allgemeinen Bemerkungen abtun, sah sich getäuscht.
Auf jede Frage ging die Kanzlerin auch persönlich ein, machte aber auch keine Versprechungen, die ich eventuell nicht einhalten kann. Sie wissen, dass wir eine Koalition haben und auch die muss ich erst noch überzeugen, war die Antwort auf Wirtschaftsfragen oder sie wolle die Überlegungen, die Praxisgebühren wieder abzuschaffen, nochmals mit den Gremien beraten.
Nach knapp drei Stunden machten sich die Eichsfelder wieder auf die Heimreise – mit überwiegend sehr positiver Resonanz. An uns ist die Kanzlerin vorbeigegangen und wir haben sie somit hautnah erleben können; das war schon toll, so zwei junge Küllstedter Damen, die das Angebot der Busfahrt erstmalig angenommen hatten. Aber auch von den Mitgliedern aus Birkenfelde, Heiligenstadt, Breitenworbis und Dingelstädt, um nur ein paar Orte zu nennen, kam ein wohlwollendes Echo auf diese Versammlung.
Die Bundeskanzlerin hat bei uns einen ganz starken Eindruck hinterlassen, weil man gespürt hat, dass sie diese Versammlung als Herzens- und nicht als Pflichtveranstaltung angesehen hat.
Gerhard Martin

