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Für ein würdevolles Sterben

Donnerstag, 18. Oktober 2012, 12:33 Uhr
Wenn die Kraft von unheilbar Kranken zu Ende geht, wünschen sie sich ein Sterben in Würde. Sie möchten keine großen Schmerzen erleiden, wollen möglichst in der ihnen vertrauten Umgebung des eigenen Zuhauses ihre letzte Zeit verbringen...

Dieser Wunsch Sterbender ist seit nunmehr zwei Jahren im Eichsfeld und im Unstrut- Hainich- Kreis erfüllbar. Das Team der Speziellen Ambulanten Palliativversorgung des Caritativen Pflegedienstes Eichsfeld, das in dieser Zeit bereits 290 Patienten betreute , sorgt dafür, dass Schwerkranken in auswegloser Situation eine ihrem Krankheitsbild entsprechende, individuell abgestimmte Schmerzbehandlung zuteilwird, die ein würdevolles Leben bis zuletzt ermöglicht.

Palliativteam (Foto: Mechthild Wolf) Palliativteam (Foto: Mechthild Wolf)


Das Team des SAPV arbeitet hoch motiviert und engagiert. Der Chefarzt des Eichsfeld - Klinikums Dr. Schotte und sein Kollege Dr. Stöver fungieren als die ärztlichen Leiter des Teams. Ihnen zur Seite stehen einfühlsame Palliativschwestern, wie die Koordinatorin Schwester Christiane Raabe. Ganz großen Wert legt das Team auf die ganzheitliche Betreuung der Schwerkranken.

Deshalb arbeiten die Ärzte und Schwestern sehr eng mit den Hausärzten, den Krankenhäusern, dem Pflege – und Hospizdienst, den Angehörigen des Patienten sowie den betreuenden Seelsorgern zusammen. Dabei sind Fachkompetenz, Einfühlungsvermögen und menschliche Zuwendung oberstes Gebot der Palliativversorgung.

Oft sind es nur die kleinen Dinge, die dem kranken Menschen und auch seinen Angehörigen Mut und Kraft geben: das Halten der Hand, das Gespräch, die kurze Massage, das Glas Saft oder Rotwein zur Mundpflege, die schmerzlindernde Infusion.

Es ist zu wünschen, dass das SAPV-Team auch in Zukunft für die Menschen in der letzten Phase ihres Lebens da ist. Die Kosten für die Spezielle Ambulante Palliativversorgung werden von allen Krankenkassen übernommen. Dabei gibt es keinerlei Abzüge beim Pflegegeld und auch der Anspruch auf Kurzzeit- und Verhinderungspflege bleibt vollständig erhalten.

Die Koordinatorin des SAPV, Schwester Christiane, ist für beide Landkreise unter der Rufnummer 0172 56 17 915 jederzeit erreichbar.
Autor: en

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