Wie halten Sie es mit der Zeit?
Sonntag, 28. Oktober 2012, 11:08 Uhr
Wir haben sie wieder, unsere normale Zeit. Die Sommerzeit ist vorbei, die Uhr wurde wieder zurückgestellt. Es gibt eine ganze Menge Menschen, die die Sommerzeit nicht mögen und schon Jahre gegen die Umstellung protestieren…
Im April 1916 wurde im damaligen Deutschen Reich die Uhren zurückgestellt, um das Tageslicht länger nutzen zu können. Das betraf auch Irland und Österreich-Ungarn. Die Umstellung dauerte nur bis 1918. 1940 wurde in Deutschland wieder Sommerzeit eingeführt, die Uhren wurden aber bis 1942 nicht mehr vorgestellt, die Sommerzeit blieb also.
Erst mit Ende des Zweiten Weltkrieges legten die Besatzungsmächte die Sommerzeit und normale Zeit für Deutschland fest. So war in der Westzone die Sommerzeit im September 1945 vorbei, in der sowjetischen Zone erst im November 1945.
Von 1950 bis 1979 gab es in Deutschland (in beiden Teilen) keine Sommerzeit mehr, sie war abgeschafft worden. Erst 1980 ging es damit wieder los. Die Sommerzeit begann am 6. April und endete am 28. September. Seit 1996 ist der Beginn der Sommerzeit der letzte Sonntag im März und das Ende am letzten Sonntag im Oktober.
Doch bringt die Zeitumstellerei zum Sommer wirklich etwas? Vielleicht hat ja die Freizeitindustrie daraus einen Nutzen, denn die Stromeinsparung hält sich wohl in Grenzen. Im Jahr 1978 haben die Schweizer in einem Volksentscheid gefordert, die Sommerzeit abzuschaffen. Die Franzosen versuchen seit vier Jahren die Zeitumstellung anzuhalten. 1996 haben die Portugiesen ihre Uhren einfach nicht umgestellt. Doch die EU hat das sagen und daran müssen sich alle Länder halten. Lediglich in Island gibt es keine Sommerzeit.
Es gibt aber auch in Deutschland viele Initiativen, die die Sommerzeit nicht wünschen, auch im Eichsfeld. Jahrelang kämpfen sie schon dagegen und führen viele Gründe an, bis hin zu Schlafstörungen. Petitionen wurden in den Bundestag eingebracht.
Doch freuen wir uns jetzt erst einmal über die wiedergeschenkte Stunde und den Sonnenschein heute. Vielleicht wollen aber Sie uns einmal schreiben, was Sie persönlich von der Sommerzeit halten und wie sie damit klarkommen – info@eichsfelder-nachrichten.de.
Ilka Kühn
Autor: enIm April 1916 wurde im damaligen Deutschen Reich die Uhren zurückgestellt, um das Tageslicht länger nutzen zu können. Das betraf auch Irland und Österreich-Ungarn. Die Umstellung dauerte nur bis 1918. 1940 wurde in Deutschland wieder Sommerzeit eingeführt, die Uhren wurden aber bis 1942 nicht mehr vorgestellt, die Sommerzeit blieb also.
Erst mit Ende des Zweiten Weltkrieges legten die Besatzungsmächte die Sommerzeit und normale Zeit für Deutschland fest. So war in der Westzone die Sommerzeit im September 1945 vorbei, in der sowjetischen Zone erst im November 1945.
Von 1950 bis 1979 gab es in Deutschland (in beiden Teilen) keine Sommerzeit mehr, sie war abgeschafft worden. Erst 1980 ging es damit wieder los. Die Sommerzeit begann am 6. April und endete am 28. September. Seit 1996 ist der Beginn der Sommerzeit der letzte Sonntag im März und das Ende am letzten Sonntag im Oktober.
Doch bringt die Zeitumstellerei zum Sommer wirklich etwas? Vielleicht hat ja die Freizeitindustrie daraus einen Nutzen, denn die Stromeinsparung hält sich wohl in Grenzen. Im Jahr 1978 haben die Schweizer in einem Volksentscheid gefordert, die Sommerzeit abzuschaffen. Die Franzosen versuchen seit vier Jahren die Zeitumstellung anzuhalten. 1996 haben die Portugiesen ihre Uhren einfach nicht umgestellt. Doch die EU hat das sagen und daran müssen sich alle Länder halten. Lediglich in Island gibt es keine Sommerzeit.
Es gibt aber auch in Deutschland viele Initiativen, die die Sommerzeit nicht wünschen, auch im Eichsfeld. Jahrelang kämpfen sie schon dagegen und führen viele Gründe an, bis hin zu Schlafstörungen. Petitionen wurden in den Bundestag eingebracht.
Doch freuen wir uns jetzt erst einmal über die wiedergeschenkte Stunde und den Sonnenschein heute. Vielleicht wollen aber Sie uns einmal schreiben, was Sie persönlich von der Sommerzeit halten und wie sie damit klarkommen – info@eichsfelder-nachrichten.de.
Ilka Kühn
