160 Besucher zur Autorenlesung
Donnerstag, 01. November 2012, 14:28 Uhr
So voll war der Vortragsraum in der Galerie der Burg Großbodungen lange nicht. Der Autor seines zuletzt erschienenen Buches Schwarzes Eis, Sergej Lochthofen, stellte seine Familiengeschichte vor; ein Sachbuch, wie er es nannte...
Lochthofen und die Inhaberin der Galerie in der Burg, Gerlinde Gräfin von Westphalen, hießen an die 160 Gäste zur Autorenlesung willkommen. Der Referent stellte sich eingangs vor als Sohn des deutschen Kommunisten Lorenz Lochthofen und einer russischen Mutter in Workuta (Sowjetunion).
Lochthofens Vater, von dem die authentische Geschichte des Buches handelt, stammte aus Dortmund und war 1930 in die Sowjetunion gekommen, um dort als Bergwerksschlosser in einem Schacht am Donbass, einem großen Steinkohlegebiet in der Ukraine, zu arbeiten. Bald darauf begann er ein Studium des Journalismus in Moskau und der politischen Ökonomie in Engels.
Im Jahr 1938 wurde er Opfer der Stalinschen Säuberungen und zu acht Jahren Zwangsarbeit im Arbeitslager Workuta verurteilt. Nach Entlassung aus dem Gulag lebte er als Verbannter weiterhin in Workuta. Nachdem er rehabilitiert worden war, konnte er mit seiner Frau und den beiden Söhnen, Pawel und Sergej, in die DDR ausreisen.
Sergej Lochthofen besuchte als sowjetischer Staatsbürger eine sowjetische Schule in der DDR. Nach der Wende war er als Nachrichtenredakteur tätig. In der Galerie in der Burg verband er Buchlesung mit Erzählungen aus seinem Buch und aus der Schilderung seiner Familie und den erlittenen Schicksalsschlägen. Er verstand es, in lebhafter Art und Weise die Situation darzustellen.
In einer fast zweistündigen Veranstaltung gelang es ihm auch, die vielfältigen Fragen der Zuhörer zu beantworten, die sich selbst auf Persönliches aus dem Leben des Buchautors bezogen. Alles in allem eine hochinteressante spannende Darstellung der Gegebenheiten.
G. Germeshausen
Autor: enLochthofen und die Inhaberin der Galerie in der Burg, Gerlinde Gräfin von Westphalen, hießen an die 160 Gäste zur Autorenlesung willkommen. Der Referent stellte sich eingangs vor als Sohn des deutschen Kommunisten Lorenz Lochthofen und einer russischen Mutter in Workuta (Sowjetunion).
Lochthofens Vater, von dem die authentische Geschichte des Buches handelt, stammte aus Dortmund und war 1930 in die Sowjetunion gekommen, um dort als Bergwerksschlosser in einem Schacht am Donbass, einem großen Steinkohlegebiet in der Ukraine, zu arbeiten. Bald darauf begann er ein Studium des Journalismus in Moskau und der politischen Ökonomie in Engels.
Im Jahr 1938 wurde er Opfer der Stalinschen Säuberungen und zu acht Jahren Zwangsarbeit im Arbeitslager Workuta verurteilt. Nach Entlassung aus dem Gulag lebte er als Verbannter weiterhin in Workuta. Nachdem er rehabilitiert worden war, konnte er mit seiner Frau und den beiden Söhnen, Pawel und Sergej, in die DDR ausreisen.
Sergej Lochthofen besuchte als sowjetischer Staatsbürger eine sowjetische Schule in der DDR. Nach der Wende war er als Nachrichtenredakteur tätig. In der Galerie in der Burg verband er Buchlesung mit Erzählungen aus seinem Buch und aus der Schilderung seiner Familie und den erlittenen Schicksalsschlägen. Er verstand es, in lebhafter Art und Weise die Situation darzustellen.
In einer fast zweistündigen Veranstaltung gelang es ihm auch, die vielfältigen Fragen der Zuhörer zu beantworten, die sich selbst auf Persönliches aus dem Leben des Buchautors bezogen. Alles in allem eine hochinteressante spannende Darstellung der Gegebenheiten.
G. Germeshausen
