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Hardy ist unser Bester...

Donnerstag, 08. November 2012, 09:12 Uhr
Wenn man in einem Kindergarten anruft, erwartet man eine weibliche Stimme am anderen Ende der Leitung. Sollte sich ein Mann melden, ist man geneigt zu denken, es sei der Hausmeister. Tja, die Zeiten haben sich geändert....

Wenn Sie nämlich im Kindergarten in Beuren anrufen, dann kann es Ihnen schon passieren, dass sich ein junger Mann meldet. Sein Name ist Hardy Keppler, von Beruf Erzieher!

Hardy Keppler (Foto: Ilka Kühn) Hardy Keppler (Foto: Ilka Kühn)


Als ich ihn im vergangenen Jahr das erste Mal in diesem Kindergarten sah, war ich schon neugierig, dachte an einen Praktikanten. Aber er war mehr als das. Hardy Keppler hatte gerade seinen Abschluss als ausgebildeter Erzieher in der Tasche und als solchen seinen Job begonnen.

Der katholische Kindergarten in Beuren war ihm allerdings nicht fremd, denn den hatte er schon als Kind besucht. Seine jetzige Chefin war übrigens damals seine Kindergärtnerin. Maria …. kennt den jungen Mann also schon viele Jahre und freut sich sehr, wie er sich entwickelt hat. Mit den Kindern kommt er bestens klar und die Knirpse schwärmen regelrecht von ihrem Hardy.

Vielleicht stellen Sie sich gerade die Frage: Was bewegt einen Jugendlichen in die Erzieherbranche einzusteigen? Bei Hardy Keppler kam der endgültige Entschluss mit dem Job als Zivi. Zuvor hatte er einen anderen Beruf gelernt: Metallbauer, hatte dreieinhalb Jahre in Leinefelde gelernt. Doch er merkte bald, dass es nicht das Ziel seiner Wünsche ist.

Also setzte er sich noch einmal hin, drei Jahre Ausbildung an der St. Elisabeth Schule in Heiligenstadt. Normalerweise dauert diese Ausbildung fünf Jahre, aber er hatte ja schon seinen Zivi und sein freiwilliges soziales Jahr geleistet, beides auch im Kindergarten in Beuren. Und hier hatte er gemerkt, was seine eigentliche Berufung ist.

Der Ausbildung folgten drei verschiedenen Praktika, neben dem Kindergarten in Beuren auch im Hugo Aufderbeck Kindergarten in Leinefelde und im Mutter- und Kind-Heim in Kirchworbis. Danach war es eine gute Fügung, weil jemand in Altersteilzeit in Beuren ging, konnte der junge Mann seine berufliche Laufbahn als Erzieher beginnen.

Die Arbeit macht ihm großen Spaß. Man geht mit einem Lächeln an die Arbeit und geht mit einem Lächeln wieder nach Hause, sagt der 26jährige. Es ist die Freude, die strahlenden Augen der Kinder, ihr Lachen, das einem selbst zum Lachen bringt. Und was die Kinder ihren Hardy so alles erzählen… und ihn vor allem fragen… Das wollen wir hier lieber nicht zum Besten geben. Aber manches ist schon äußerst lustig.

Es ist natürlich nicht immer alles eitel Sonnenschein. Aber da verliert Hardy nicht die Nerven und erklärt, warum dies oder jenes so nicht geht.
In den Kindergärten wird man sicher in den nächsten Jahren noch mehr Erzieher finden. In Hardy Kepplers Klasse waren es insgesamt vier, die Erzieher wurden, die anderen sind in Berlin, Erfurt und Nordhausen.
Ilka Kühn
Autor: en

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