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Finaleinzug in Pápa knapp verpasst

Mittwoch, 16. Januar 2013, 15:00 Uhr
Die jüngeren Akteure der B-Junioren der SG Leinefelde/Birkungen weilten am vergangenen Wochenende zu einem internationalen Turnier in Pápa. Pápa ist die Partnerstadt der Stadt Leinefelde...

Turnier in Papá (Foto: SCL 1912) Turnier in Papá (Foto: SCL 1912)


Die Teilnahme einer Mannschaft der SG Leinefelde/Birkungen ist seit der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages zwischen beiden Städten schon zur Tradition geworden. Nur zwei Mal fehlten die Kicker aus dem Eichsfeld in Ungarn zum Jahresanfang. Aufgrund von Blitzeis konnte vor drei Jahren die Fahrt nicht angetreten werden und auch eine Meisterschaftsvorrunde verhinderte schon einmal die Teilnahme am Pápa-Kupa.

Am vergangenen Donnerstag um 22 Uhr starteten die jungen Kicker in Richtung Ungarn. Nach einer strapaziösen Fahrt, ein Schneesturm bei Hof, erreichte die Delegation ihren Zielort Pápa aber am Freitag gegen 10.30 Uhr. Ein Besuch im Thermalbad der Stadt stand nach einer kleinen Stadtrundfahrt auf dem Programm der Reisegruppe. Am Nachmittag gegen 17 Uhr wurde dann die Zimmer in der Jugendherberge der Stadt Pápa, die nun zwei Tage als Heimat für die jungen Kicker und deren Betreuer diente, bezogen.

Trainer Werner Lendeckel, und Delegationsleiter Sebastian Grimm hatten am Abend noch einen wichtigen Termin zu absolvieren. Der Veranstalter des Turniers, die Stadt Pápa, hatte um 19 Uhr zu einer technischen Besprechung geladen. In dieser wurden alle wichtigen Regeln des Hallenturniers besprochen.

Wie das erste Spiel der Leinefelder am Samstag zeigte, brauchten die Jungs auch etwas Zeit um sich an die neue Umgebung und die Regeln des ungarischen Hallenfußballs zu gewöhnen. Aber die Mannen um Kapitän Daniel Kellner machten ihre Sache ordentlich. Gegen die Mannschaft von Pápa ELC erreichten die Akteure ein verdientes 0:0. Mit etwas Glück wäre sogar ein Sieg heraus gesprungen. Florian Eckart, Elias Apel und Markus Stephan hatte sehr gute Einschussmöglichkeiten. Die Torerzielung auf die Handballtore fiel aber nicht nur unseren Jungs schwer, auch die Akteure aus Pápa ließen zwei gute Möglichkeiten ungenutzt verstreichen.

Im zweiten Turnierspiel gegen den 1. Futsal Clup Veszprém zeigten die Jungs vom Trainer Werner Lendeckel eine sehr gute Leistung, ließen keine Chancen zu und gewannen dank eines Tores von Florian Eckart mit 1:0. Der Sieg hätte durchaus noch höher ausfallen können, aber bei zwei Fernschüssen von Elias Apel und einer Großchance von Markus Stephan war der Torwart aus Veszprém zur Stelle, verhinderte in großer Manier einen weiteren Gegentreffer. An die vergebenen Chancen sollten dachten die Eichsfelder nach der Vorrunde noch mit einem weinenden Auge zurück, aber dazu später mehr.

Im dritten Spiel gegen Kovászna (Rumänien) standen nach den Resultaten der anderen Spiele der Vorrundengruppe A recht günstig. Ein Unentschieden hätte den Kickern aus der Leinestadt gereicht, um den Gruppensieg zu erringen, aber leider mussten sie eine bittere 0:1-Niederlage hinnehmen. Bereits in der Anfangsphase fiel der Treffer für Kovászna. In der restlichen Spielzeit, ein Spiel dauerte übrigens 25 Minuten, versuchten die Burschen um Kapitän Daniel Kellner alles. Doch leider fand der Ball bei den Möglichkeiten von Markus Stephan, Florian Eckart und Daniel Kellner nicht den Weg ins Tor. Somit war der Gruppensieg weg und der Finaleinzug geplatzt. Auch der verletzungsbedingte Ausfall in der Partie von Markus Stephan, der dann auch im Platzierungsspiel nicht mehr spielen konnte, und Elias Apel konnte nicht richtig kompensiert werden.

Nun mussten die Eichsfelder auf das letzte Gruppenspiel schauen. Bei einem Unentschieden in der Partie Pápa ELC gegen Veszprém hätten die Leinestädter zumindest die Begegnung um den dritten Platz erreicht, doch die Veszprémer hatten mit ihrem Sieg in ihrem ersten Gruppenspiel gegen Kovászna schon ihr Pulver verschossen. Pápa gewann mit 4:0 und verdrängte aufgrund des besseren Torverhältnisses die Leinestädter noch vom zweiten Platz in der Gruppe.

So ging es für die Eichsfelder nur noch um Platz 5 im Platzierungsspiel. Der Gegner in diesem Spiel hieß Barót (Rumänien). Die Eichfelder gingen wie in den Spielen zuvor auch engagiert zu Werke. Elias Apel brachte die Burschen von Trainer Werner Lendeckel mit einem direkt verwandelten Freistoß in Front. Doch die Führung hielt nicht lange und die Gegner glichen aus. Im weiteren Verlauf hätten Florian Eckart und Hai Le Duc zwei gute Möglichkeiten nicht nutzen, um die erneute Führung zu erzielen.

Zwanzig Sekunden vor Ende der Partie erzielten die Akteure aus Barót den Siegtreffer. Die Eichsfelder schlichen mit hängenden Köpfen vom Parkett, dies war verständlich, aber dennoch ist festzuhalten das die Mannschaft im gesamten Turnierverlauf eine außerordentlich gute Leistung zeigte, am Ende etwas das Glück und auch der ein oder andere Wechselspieler fehlte. Mit nur neun Spielern konnte die Reise zum Turnier angetreten werden. Trotz des "nur" sechsten Platzes wird die Fahrt nach Ungarn in die Partnerstadt von Leinefelde für die jungen Fußballer als ein unvergessliches Erlebnis in Erinnerung bleiben.

Das Spiel um den dritten Platz gewannen die Akteure vom SV 98 Schwetzingen mit 1:0 gegen Pápa ELC. Im Finale setzte sich die Mannschaft aus Losonc (Slowakei) gegen Kovászna (Rumänien) ebenfalls mit 1:0 durch. Veszprém gewann das Spiel um Platz 7 gegen Tapolca. Als bester Spieler des Turniers wurde Emanuel Liviu Coscodar aus Barót geehrt. Bester Torwart wurde Dávid Lajtos aus Losonc. Die meisten Treffer erzielte Xaver Erdösi aus Veszprém. Über die Auszeichnung bester Spieler aus Pápa konnte sich Márton Köhalmi freuen.

In der Mannschaft aus Leinefelde kamen zum Einsatz: Marco Brehmer, Daniel Kellner, Elias Apel, Stefan Haiter, Hai Le Duc, Markus Stephan, Florian Eckart, Markus Baldßun und Daniel Kleine.

Einen besonderen Dank richten die Akteure und Verantwortlichen der Fahrt an Gunnar Kempe, der kurzfristig als Fahrer eines Kleinbusses die Reise nach Ungarn auf sich nahm. Aus verständlichen Gründen konnten einige eingeplante Betreuer die Reise nicht mit antreten. Ohne die spontane Zusage von Gunnar Kempe hätte die Fahrt noch abgesagt werden müssen.
Autor: en

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