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Kekse mit zuviel Luft

Dienstag, 29. Januar 2013, 10:08 Uhr
XXL-Packung mit XS-Inhalt: Packungen von Keks- und Knabberwaren enthalten im Schnitt 40 Prozent leeren Raum statt Inhalt. Hersteller von Keks- und Knabberwaren greifen gern zu Übergrößen und voluminösem Schnickschnack, um magerem Inhalt mehr Fülle zu verleihen. Die Verbaucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat in die Tüten und Schachteln geschaut...


Im Cantuccini-Beutel ist fühlbar noch jede Menge Platz, in der Müsliriegel-Schachtel gehen locker noch zwei Riegel rein, im Plastikbecher reichen die Mini-Zwiebäcke gerade bis zum Sichtfenster: Hersteller von Keks- und Knabberwaren greifen gern zu Übergrößen und voluminösem Schnickschnack, um magerem Inhalt mehr Fülle zu verleihen. Keks- und Knabberpackungen enthalten im Schnitt 40 Prozent leeren Raum statt Inhalt – dies stellte die Verbraucherzentrale NRW bei 15 Produkten aus diesem Warensegment in Supermärkten und bei Discountern fest. In Augenschein genommen wurden Packungen mit 75 bis 300 Gramm an Keksen, Kuchen, Knabber-Snacks und Müsli-Riegeln. Jede dritte Packung hatte sogar mindestens zur Hälfte Platz. Viele Verbraucher fühlen sich beim Kauf von solchen Luftnummern getäuscht.

Nach dem Lebensmittelgesetz ist es nicht erlaubt, Verbraucher mit Hilfe von Mogelpackungen über die tatsächliche Füllmenge hinwegzutäuschen. Eindeutige Regelungen zur Orientierung für die Hersteller liefert das Gesetz hierzu allerdings nicht. Die Arbeitsgemeinschaft Mess- und Eichwesen (AGME) wird hier konkreter. Sie spricht von Täuschung, "wenn der Freiraum in der Packung 30 Prozent oder mehr beträgt". Ausgenommen von dieser Vorgabe sind nur empfindliche Waren – etwa Pralinen. Die dürfen mit mehr Verpackungsvolumen besser geschützt werden.
Autor: red

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