Weniger ist mehr
Donnerstag, 31. Januar 2013, 13:12 Uhr
Die tägliche Salzaufnahme mit der Nahrung ist zu hoch. Vor allem in verarbeiteten Lebensmitteln wie Backwaren, Wurst, Käse und Fertiggerichten steckt oft zu viel Salz. Im Handel werden viele unterschiedliche Salzprodukte angeboten. Wie man Salz sparen kann und welche Zusätze sinnvoll sind, erfahren Sie bei der Verbraucherzentrale Thüringen und in ihren Nordthüringer Online-Zeitungen...
Ob Speisesalz, Kochsalz oder Salz: chemisch gesehen handelt es sich immer um Natriumchlorid. Nach dem Herstellungsverfahren werden Meersalz, Steinsalz und Siedesalz unterschieden. Während Meersalz durch Verdunsten von Meerwasser gewonnen wird, wird Steinsalz zum einen bergmännisch oder durch Herauslösen des Salzes aus dem Gestein abgebaut. Bei diesem Nassabbau entsteht Siedesalz. Im Handel sind verschiedene Körnungen erhältlich. So ist beispielsweise Tafelsalz ein sehr feinkörniges Siedesalz.
Meersalz enthält kleinste Mengen weiterer Mineralstoffe, die für die Bedarfsdeckung jedoch unerheblich sind. Meist schließt sich ein Reinigungsprozess (Raffination) an, wobei andere Mineralsalze entfernt werden. Naturbelassenes Meersalz kommt aus traditionellen Salzgärten, ist nicht raffiniert und enthält keine Zusatzstoffe.
Um die Rieselfähigkeit des Salzes zu sichern, werden Trennmittel zugegeben, müssen aber nicht. Diese sind dann in der Zutatenliste anzugeben. Verwendet werden Calciumcarbonat (E 170), Magnesiumcarbonat (E 504), Natriumferrocyanid (E 535), Kaliumferrocyanid (E 536), Aluminiumsilikat (E 559) und Siliziumdioxid (E 551), auch als Kieselsäure deklariert.
Jodsalz oder jodiertes Speisesalz entsteht, wenn dem Salz Natrium- oder Kaliumjodat zugesetzt wird. Im Körper des Menschen ist Jod für den Aufbau von Schilddrüsenhormonen notwendig. Die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung für die Jodzufuhr sind altersabhängig. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung sind Maßnahmen zur Jodmangelvorsorge weiterhin notwendig.
Die Fluoridierung des Speisesalzes ist eine Maßnahme zur Kariesprophylaxe. Geringe Mengen Fluorid helfen, kleine Zahnschmelzschäden zu reparieren und das Wachstum von säurebildenden Bakterien im Mund zu hemmen. Die Zufuhrempfehlungen sind nach Alter und Körpergewicht gestaffelt.
Um Überdosierungen zu vermeiden, empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung Personen, die fluoridiertes Speisesalz verwenden, keine zusätzlichen Fluoridtabletten einzunehmen und auf den Fluoridgehalt ihres Wassers zu achten (unter 0,7mg/l). Während fluoridhaltige Zahnpflegemittel für Erwachsene empfehlenswert sind, sollten Kleinkinder keine Erwachsenenzahnpasta bekommen, sondern fluoridreduzierte Kinderzahnpasta benutzen.
Einige Speisesalze werden mit Folsäure angereichert. Folsäure gilt als Mangelvitamin und ist vor allem für die Zellneubildung verantwortlich. Sein Bedarf kann auch gut über andere Lebensmittel, wie z.B. grünes Blattgemüse und Blattsalate gedeckt werden.
Trotz der Zusätze wie Jod, Fluor und Folsäure darf Salz nur sparsam verwendet werden. Bei Fragen zu diesem Thema können Sie gern unser Ratgebertelefon Lebensmittel und Ernährung unter 03681 – 70 84 40 anrufen oder einen Termin zur persönlichen Beratung in unseren Beratungsstellen Erfurt, Jena und Rudolstadt vereinbaren unter 0361-55514-0.
Autor: redOb Speisesalz, Kochsalz oder Salz: chemisch gesehen handelt es sich immer um Natriumchlorid. Nach dem Herstellungsverfahren werden Meersalz, Steinsalz und Siedesalz unterschieden. Während Meersalz durch Verdunsten von Meerwasser gewonnen wird, wird Steinsalz zum einen bergmännisch oder durch Herauslösen des Salzes aus dem Gestein abgebaut. Bei diesem Nassabbau entsteht Siedesalz. Im Handel sind verschiedene Körnungen erhältlich. So ist beispielsweise Tafelsalz ein sehr feinkörniges Siedesalz.
Meersalz enthält kleinste Mengen weiterer Mineralstoffe, die für die Bedarfsdeckung jedoch unerheblich sind. Meist schließt sich ein Reinigungsprozess (Raffination) an, wobei andere Mineralsalze entfernt werden. Naturbelassenes Meersalz kommt aus traditionellen Salzgärten, ist nicht raffiniert und enthält keine Zusatzstoffe.
Um die Rieselfähigkeit des Salzes zu sichern, werden Trennmittel zugegeben, müssen aber nicht. Diese sind dann in der Zutatenliste anzugeben. Verwendet werden Calciumcarbonat (E 170), Magnesiumcarbonat (E 504), Natriumferrocyanid (E 535), Kaliumferrocyanid (E 536), Aluminiumsilikat (E 559) und Siliziumdioxid (E 551), auch als Kieselsäure deklariert.
Jodsalz oder jodiertes Speisesalz entsteht, wenn dem Salz Natrium- oder Kaliumjodat zugesetzt wird. Im Körper des Menschen ist Jod für den Aufbau von Schilddrüsenhormonen notwendig. Die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung für die Jodzufuhr sind altersabhängig. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung sind Maßnahmen zur Jodmangelvorsorge weiterhin notwendig.
Die Fluoridierung des Speisesalzes ist eine Maßnahme zur Kariesprophylaxe. Geringe Mengen Fluorid helfen, kleine Zahnschmelzschäden zu reparieren und das Wachstum von säurebildenden Bakterien im Mund zu hemmen. Die Zufuhrempfehlungen sind nach Alter und Körpergewicht gestaffelt.
Um Überdosierungen zu vermeiden, empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung Personen, die fluoridiertes Speisesalz verwenden, keine zusätzlichen Fluoridtabletten einzunehmen und auf den Fluoridgehalt ihres Wassers zu achten (unter 0,7mg/l). Während fluoridhaltige Zahnpflegemittel für Erwachsene empfehlenswert sind, sollten Kleinkinder keine Erwachsenenzahnpasta bekommen, sondern fluoridreduzierte Kinderzahnpasta benutzen.
Einige Speisesalze werden mit Folsäure angereichert. Folsäure gilt als Mangelvitamin und ist vor allem für die Zellneubildung verantwortlich. Sein Bedarf kann auch gut über andere Lebensmittel, wie z.B. grünes Blattgemüse und Blattsalate gedeckt werden.
Trotz der Zusätze wie Jod, Fluor und Folsäure darf Salz nur sparsam verwendet werden. Bei Fragen zu diesem Thema können Sie gern unser Ratgebertelefon Lebensmittel und Ernährung unter 03681 – 70 84 40 anrufen oder einen Termin zur persönlichen Beratung in unseren Beratungsstellen Erfurt, Jena und Rudolstadt vereinbaren unter 0361-55514-0.
