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Auftakt im Grenzdurchgangslager

Freitag, 08. Februar 2013, 08:35 Uhr
Zur ersten Marketingausschusssitzung konnte der HVE Vorsitzende Gerold Wucherpfennig die Ausschussmitglieder und zahlreiche weitere Interessierte im Grenzdurchgangslager Friedland begrüßen. Der Ort Friedland sei bewusst gewählt worden, da der Tourismusverein Friedland Mitglied im HVE ist, erklärte er...

So begrüßte Wucherpfennig besonders den Vorsitzenden des Tourismusvereins, Moritz Flechtner, sowie den Bürgermeister der Gemeinde Friedland, Andreas Friedrich. Bürgermeister Friedrich freute sich, die Mitglieder des HVE in der Gemeinde willkommen heißen zu können und wünschte sich weiterhin gute Zusammenarbeit.

Grenzdurchgangslager (Foto: HVE Eichsfeldtouristik) Grenzdurchgangslager (Foto: HVE Eichsfeldtouristik)

Heinrich Hörnschemeyer (li.), Leiter des Grenzdurchgangslagers, bei der Führung durch die Gedenkstätte hier mit Gerold Wucherpfennig

Oliver Krüger vom Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport berichtete in seinem mit zeitgeschichtlichen Filmausschnitten untermalten Vortrag über das geplante Museum im Grenzdurchgangslager Friedland mit dem Thema „Abschied, Ankunft, Neubeginn“. Dieses Museum wird gemeinsam mit den KZ-Gedenkstätten Moringen und Mittelbau Dora sowie dem Grenzlandmuseum Eichsfeld als „Zeitgeschichte im Zentrum“, Erinnerungsorte zwischen Harz und Leine, an die NS Herrschaft und als ihre Folge die deutsche Teilung erinnern und soll im Jahr 2014 eröffnet werden.

Sebastian Tränkner, Duderstadt 2020, referierte über das „Duderstädter Modell - Vision eines umfassenden Stadtmarketings mit starken Partner und Netzwerken“ anhand von zahlreichen Aktivitäten in Duderstadt. Gerold Wucherpfennig dankte den beiden Referenten für ihre umfassenden Informationen und lud zum abschließenden Rundgang durch das Lagergelände ein. Heinrich Hörnschemeyer, Leiter des Grenzdurchgangslagers, führte durch das Lager und zeigte die noch vorhandenen historischen Einrichtungen wie Friedlandglocke und Nissenhütte.

Für den Marketingausschuss war diese Auftaktveranstaltung ein gelungener Einstieg in die zukünftige Arbeit. Es wurden die Unterschiede zwischen dem Stadt-/Lokalmarketing sowie dem Regionalmarketing als Aufgabe des HVE, als touristische Dachorganisation des Eichsfelds mit seinen benachbarten Mitgliedsgemeinden, herausgestellt.

„Das neue Museum im Grenzdurchgangslager Friedland, in Verbindung mit dem Grenzlandmuseum Eichsfeld, dem Grenzmuseum Schifflersgrund und den KZ-Gedenkstätten, wird ein weiterer Baustein der Erinnerungskultur sein, der für die touristische Entwicklung der Region von Bedeutung ist. Der Ausschuss wird dieses Thema intensiv begleiten“, sagte Gerold Wucherpfennig.
Autor: en

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