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Ersthelfer des Jahres 2012 geehrt

Dienstag, 19. Februar 2013, 20:53 Uhr
Täglich berichten wir von Unfällen auf den Straßen. Nicht immer gehen sie glimpflich aus und es gibt dann Verletzte. Sanitäter, Ärzte, Feuerwehrleute kommen zum Einsatz. Doch manchmal sind zuerst Menschen vor Ort, die mit dem Rettungswesen gar nichts zu tun haben…

…wie beispielsweise Michaela und Martin Seidenstücker. In der Nähe ihres Edeka-Marktes in Breitenworbis hatte es im April 2012 einen schweren Unfall gegeben. Ein Motorrad war verunglückt, der Motorradfahrer wurde schwer verletzt. Michaela und Martin Seidenstücker waren die ersten am Unfallort. Sie halfen beide, ohne zu zögern, besorgten Decken, sorgten dafür, dass Fahrzeuge umgeleitet wurden... Es war viel zu tun.

In einem anderen Fall haben die beiden Polizeibeamten einer herzkranken Frau geholfen, noch rechtzeitig das Krankenhaus in Worbis zu erreichen. Die Frau hatte unterwegs auf der Fahrt nach Köln einen Herzinfarkt bekommen und die Familie war sofort von der Autobahn abgefahren, um nach Worbis ins Krankenhaus zu fahren. Doch hier war gerade der Festumzug zur 850-Jahr-Feier und somit kein Durchkommen. Kurzentschlossen handelten Bianca Reschwamm und Erwin Schlag. Die junge Polizistin fuhr vorweg, um das Auto durchzulotsen und alles zu regeln. Beide sorgten dafür, dass im Krankenhaus alles bereit stand, um die Frau aufzunehmen, es ging um Sekunden.

Ersthelfer geehrt (Foto: Ilka Kühn) Ersthelfer geehrt (Foto: Ilka Kühn)

v.li. Bianca Reschwamm, Gerd Reinhardt, Erwin Schlag, Franz Jaworski, Martin und Michaela Seidenstücker

Der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes hatte heute die Vier nach Worbis eingeladen, um ihre besondere Hilfe anderen Menschen gegenüber zu würdigen. Sie wurden mit als Ersthelfer des Jahres geehrt und erhielten neben Blumen auch eine Medaille. Die Auszeichnung haben der Präsident des Kreisverbandes, Gerd Reinhardt, und der Geschäftsführer Franz Jaworski vorgenommen.
Gerd Reinhardt sagte u.a. , dass mit dieser Zusammenkunft der Besonderheit der Ersthelfer Rechnung getragen werden soll und dankte ihnen aufs Herzlichste. Hilfe sei nicht immer selbstverständlich. Oftmals haben unmittelbar nach einem Unfall eintreffende Leute Angst, etwas bei der Ersthilfe verkehrt zu machen. Was verkehrt wäre, ist nicht zu helfen, wurde im anschließenden Gespräch immer wieder deutlich.

Florian Blacha vom Kreisverband des DRK erläuterte noch einmal im Einzelnen, wie schnell und umsichtig die vier Ersthelfer tätig waren. Seit vier Jahren werden Ersthelfer im Eichsfeld geehrt. Waren es sonst jeweils eine Person, konnten die Auszeichnung heute gleich vier entgegennehmen.
Ilka Kühn

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