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Interessantes im Schulmuseum

Mittwoch, 20. Februar 2013, 14:26 Uhr
Das Haus „Gülden Creutz“ Worbis als Schul- und Kindermuseum ist ein lebendiger Ort der kulturellen Vermittlung. Spielerisches Lernen, Anfassen und Ausprobieren sind also ausdrücklich erlaubt...

Besuch im Museum  (Foto: B. Berkhahn) Besuch im Museum (Foto: B. Berkhahn)

Mit den Verein „Landfrauen Worbis e.V.“ und den Mitarbeitern des Hauses begeben sich Kinder auf eine faszinierende Reise, auf der sie Kostbarkeiten und Alltagsgegenstände aus unserer Heimat entdecken können. Viele wissenswerte Informationen zum Leben und der Kultur der Menschen in Thüringen und speziell unserem Eichsfeld werden vorgestellt.

Das Haus „Gülden Creutz“ Worbis als Schul- und Kindermuseum ist ein lebendiger Ort der kulturellen Vermittlung. Spielerisches Lernen, Anfassen und Ausprobieren sind also ausdrücklich erlaubt. Die Ausstellungen zu den unterschiedlichsten Wissensgebieten reichen von gesellschaftsrelevanten über kulturgeschichtliche bis zu naturwissenschaftlichen Themen und werden auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen abgestimmt.

Jetzt im Winter werden die Pullover und dicken Jacken wieder angezogen. Aber woraus sind diese Jacken und Pullover gemacht? Die Kinder wissen in der Regel kaum etwas über die Herkunft von Rohstoffen, aus denen ihre Kleidung gefertigt ist. Aus dem Blickfeld der Kinder sind die Strickenden, Stickenden, Häkelnden und selbst nähenden Eltern und Omas weitestgehend verschwunden.

Textile Materialien haben für Kinder einen starken Aufforderungs-Charakter. Kleinkinder besitzen eine ursprüngliche Beziehung zum Weichen, Kuschligen, zur Wolle, die wärmt und schützt. Manches Kind hat ein Schmusetuch, das es beim Einschlafen festhält. Aber woher kommt die Wolle? Das erleben sie zurzeit im Haus „Gülden Creutz“, mit Wolle zu Spinnen, mit Wolle zu Weben.

Gestern machte der Hort der Grundschule II „Johann Carl Fuhlrott“ aus Leinefelde den Anfang zu dieser „Exkursion“. Robin, Linus, Felix, Julian, Leon, Johanna, Madlin, Fabienne, Josephine und Steven hatten mit ihren Hortnerinnen Frau Kirchner, Frau Otto und Frau Göbel die Winterferien genutzt, um das „Mitmachmuseum – Haus Gülden Creutz“ zu erkunden. So fing der Tag gegen 10.00 Uhr mit einer Führung im Museum an bevor es in die neue „Spinnstube“ ging.

An verschiedenen Stationen (Kardiermaschine-Kämmen, Spinnrad-Zwirnen, usw.) wurde den Schülern gezeigt, wie die Roh- zur Strickwolle wird. Ein Teil der so gewonnenen Wolle wurde nach einer Stärkung mit Eisenkuchen und Kakao zum Basteln verwendet.

Der Landfrauenverband der Ortsgruppe Worbis hatte dafür Schaf-Schablonen vorbereitet. Die Kinder filzten die Wolle mit Hilfe von Förmchen und Filznadeln und klebten sie anschließend auf die Schaf-Schablonen. Die daraufhin entstandenen Schafe konnten mit nach Hause genommen werden.

Das Museum ist täglich von 9.00 Uhr bis 14.00Uhr geöffnet. Führungen oder Gruppenexkursionen nur nach telefonischer Absprache unter 036074-200 305)
B. Berkhahn
Autor: en

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