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Künftig Kino für Heiligenstadt?

Donnerstag, 21. Februar 2013, 11:49 Uhr
Ferienzeit und Grippewelle hatten die Sitzung des Kultur- und Sportausschusses am Abend in eine Informationsstunde verwandelt, denn um beschlussfähig zu sein, fehlte ein Ausschussmitglied. Aber die Themen seien mit Herrnmühle, Kino und Kultur am Freitag trotzdem sehr interessant, erklärte der Ausschussvorsitzende Heinrich Funke…

Bevor es in die Informationsrunde ging, gab es noch eine Anfrage zu den in der letzten Sitzung zurückgestellten Themen wie Erweiterung des Heimatmuseums, Kulturpreis und Stadtschreiber. Dazu konnten gestern keine weiteren Infos gegeben werden. Es gäbe derzeit Überlegungen, die seien aber noch nicht spruchreif. Heinrich Funke versprach, für die nächste Sitzung entsprechendes Material vorzulegen.

In Punkt eins ging es dann um das Ensemble Herrnmühle. Anett Durstewitz von der Stadtverwaltung zeigte in Bildern, was sich hier getan hat und noch tun soll. Ergänzend erklärte Jens Wagner-Douglas vom Verein der Herrnmühle die Bemühungen des Vereins in den vergangenen Monaten. Das Ensemble in Heilbad Heiligenstadt ist als Kulturdenkmal in der Denkmalliste des Landes Thüringen eingetragen.

In diesem Jahr soll ein abgespecktes Programm durchgeführt werden, da noch nicht alle Räume genutzt werden können. Der Tag des Denkmals war sehr gut angenommen worden. Die Leute würden diesen Tag vermissen, wenn er nicht angeboten wird. In diesem Jahr soll es an den vierten Bauabschnitt und den Innenausbau der Mühle gehen. Allerdings sei es nicht einfach, die Mühle steht unter Denkmalschutz und muss auch so erhalten bleiben. Wichtig sei, dass man den Besuchern hier zeigen könnte, wie früher Mehl gemahlen wurde. Auch ein kleines Cafe soll integriert werden. Eine Wohnung für einen Künstler oder Stadtschreiber sei ebenfalls denkbar.

Im zweiten Punkt der Sitzung ging es um Kultur im engsten Sinne. Freitags soll in Heiligenstadt im alten Rathaus „immer was los sein“. Kinoabende oder Kleinkunst soll angeboten werden. Jana Bauer von der Stadtbibliothek stellte die ersten Überlegungen aus der Stadtverwaltung dazu vor. Im April sei Start mit dem etwas anderen Kino, in dem nur ganz besondere Filme gezeigt werden. Auftakt soll der Film „Für die Liebe noch zu mager“, der in der damaligen Baumwollspinnerei Leinefelde und in den Straßen Heiligenstadts gedreht wurde.

Bis zum Sommer gibt es sozusagen eine Probephase. Die Stadtverwaltung will sehen, ob es von den Heiligenstädtern überhaupt angenommen wird. Aber auch die Vereine der Stadt sollen sich einbringen und hier Veranstaltungen anbieten.


Autor: en

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