eichsfelder-nachrichten

Ein 14-Millionen-Projekt

Freitag, 01. März 2013, 10:53 Uhr
Die Stadthalle in Heilbad Heiligenstadt war am Abend sehr gut gefüllt. Die Heiligenstädter wollten wissen, was Ihnen demnächst bevorsteht. Experten vom Nordthüringer Straßenbauamt und bausführende Firmen waren gekommen, um Rede und Antwort zum Westzubringer zu stehen...

Informationsveranstaltung Westzubringer (Foto: Ilka Kühn) Informationsveranstaltung Westzubringer (Foto: Ilka Kühn)


Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Thomas Spielmann nahm Winfried Ludolph vom Straßenbauamt das Mikro und erklärte, worum es bei dieser Informationsveranstaltung ginge. Sie wollten anschaulich darstellen, was es mit diesem doch schon gigantischen Straßenbauwerk auf sich habe. Anderthalb Jahre Bauzeit steht noch bevor und damit auch nicht vermeidbare Behinderungen auf schon bestehenden Straßen. Doch die wolle man in Grenzen halten.

Diese Westumfahrung jetzt in Heiligenstadt wird sicher eines der letzten umfangreichen Straßenbauvorhaben sein, die der Freistaat hier vornimmt, erklärte Winfried Ludolph. Der Westzubringer zur A38 ist einer der ausgewählten Maßnahmen, die von der EU mit 75 Prozent gefördert wird. Eine Chance, die man in der Form nie wiederbekommen würde, sagte er. Es ist die vorletzte Maßnahme in der Region in Bezug auf eine Landesstraße. Wichtige Ortsumgehungen als Bundesstraßen gäbe es auch noch, das seien aber zwei verschiedene Töpfe.

14,5 Millionen Euro kostet die Westumfahrung insgesamt. In einer Powerpointpräsentation wurde auf Karten und Bildern gezeigt, was in den vergangenen Monaten schon gemacht wurde und was nun unmittelbar bevorsteht. Für solche Bauwerke gibt es Zeitvorgaben von 10 bis 20 Jahren, mit jetzt zehn Jahren liegt das Bauvorhaben gut in der Zeit. Vor zehn Jahren begannen die Planungen.

Grundlage um solch eine Straße überhaupt bauen zu können, ist die Verkehrsbelastung. Auf der Landesstraße zur Autobahn sind täglich rund 10 000 Fahrzeuge unterwegs, im Jahr 2020 werden es 15 000 sein, auf der A 38 sind es mehr als 23 000 mit einem hohen Anteil LKW. Entlastungen verspricht die neue Westumfahrung für die jetzige Landesstraße.

Im Februar vergangenen Jahres wurde die Leinebrücke (4,5 Millionen Euro) gebaut, im Juli dann die Fußwegebrücke (580 000 Euro). Nächste Woche beginnen die Straßenbauarbeiten. Im November 2014 soll Verkehrsfreigabe sein. Winfried Ludolph verwies darauf, dass auch immer das Wetter mitspielen muss.

Der Westzubringer hat eine Gesamtlänge von 3,3 Kilometern. Zwei Kreisverkehre werden gebaut und eine Anschlussstraße zur Anemonenstraße errichtet. Später kommt auch der jetzige Bahnübergang weg. Doch das fällt in die städtischen Baumaßnahmen.

Insgesamt kostet der Westzubringer 14,6 Millionen Euro. Die EU gibt 10 Millionen, 3,8 Millionen kommen vom Land und Heiligenstadt bezahlt 0,4 Millionen Euro.

Es folgte eine sehr ausführliche Beschreibung des einzelnen Maßnahmen, die bevorstehen und deren Dauer. Zunächst von Oberbauleiter Streicher der Firma Ernst und Herwig, die dieses Bauwerk ausführt. Die Besucher des Informationsabends hatten im Anschluss noch einige Fragen, vor allem die, wie es mit dem Rengelröder Weg aussehen wird, wenn er in einem Teil des Bauabschnittes als Umleitung genutzt wird. Vorher wird die Straße komplex saniert und das Pflaster herausgenommen, so dass sich die Lärmbelastung der Anwohner in Grenzen hält.

Über die einzelnen Schritte der Baumaßnahme und damit verbundene Straßensperrungen, Umleitungen u.a. werden wir Sie in den Eichsfelder Nachrichten ausführlich und aktuell informieren.
Autor: en

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 eichsfelder-nachrichten.de