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Bärenpark klärt auf

Montag, 15. April 2013, 09:17 Uhr
Dank der erfolgreich verlaufenen Auswilderung des Luchses im Harz, konnte die große Katze mit dem Stummelschwanz in den letzten Jahren auch ins Eichsfeld einwandern. Anders, als immer mal wieder aus Jägerkreisen berichtet wird, ist der Luchs aber nicht für den Rückgang des Mufflons, einer vom Menschen eingeführten Wildschafart, verantwortlich...

Luchs (Foto: Arne Willenberg) Luchs (Foto: Arne Willenberg)

Denn allein schon das spezielle Jagdverhalten des Luchses sowie die hochsensiblen Sinnesleistungen des Wildschafes gewährleisten Letzterem reale Überlebenschancen. Die Ursachen für das Abnehmen der Mufflonbestände liegen wahrscheinlich vielmehr in der Unangepasstheit der ursprünglich aus dem Mittelmeergebiet stammenden Wildschafe an die feuchtkühlen Klimabedingungen Mitteleuropas.

Die allgemeine Unwissenheit zur Biologie und zur Lebensweise des Luchses sowie zu den Wechselbeziehungen zwischen dem Luchs und seinen Beutetieren gipfelt immer wieder in Falschmeldungen und falschen Behauptungen in der Öffentlichkeit und in den Medien, was letztlich der Akzeptanz für die wilde Katze in der Bevölkerung und somit dem Luchs selbst schadet. Denn nur wenn wir Menschen es zulassen, hat der Luchs eine Zukunft in seiner alten Heimat Deutschland.

Um sachlich korrekt über den Luchs aufzuklären, koordiniert der Alternative Bärenpark Worbis seit 2010 das Projekt „Der Luchs – ein Waldgeist kehrt zurück“. In dessen Rahmen besucht der Biologe Arne Willenberg kostenfrei Bildungseinrichtungen wie Schulen, aber auch Vereine, um über das Thema Luchs zu berichten.

Das Angebot richtet sich speziell auch an die Jagdverbände und Hegegemeinschaften. Interessierte können über awillenberg@baer.de oder telefonisch über die Nummer 036074-200912 mit Arne Willenberg Kontakt aufnehmen.
Autor: en

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