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Bischöfe sprechen mit Landesregierung

Dienstag, 23. April 2013, 14:47 Uhr
Auf Einladung der Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht findet heute Nachmittag das jährliche Gespräch mit den Bischöfen der evangelischen und katholischen Kirchen erstmals unter Beteiligung des Diözesanadministrators des Bistums Erfurt, Weihbischof Dr. Reinhard Hauke, und des neuen Bischofs von Dresden-Meißen, Dr. Heiner Koch, statt...

Die Bischöfe werden begleitet vom Leiter des Katholischen Büros Thüringen, Ordinariatsrat Winfried Weinrich. Weihbischof Dr. Hauke informiert über seine Erfahrungen im Amt des Diözesanadministrators seit Anfang Oktober 2012 und bringt die Hoffnung auf eine gute Bischofswahl für das Bistum Erfurt zum Ausdruck.

Bischof Dr. Koch, der kirchlicherseits auch für Ostthüringen (Gera, Altenburg, Greiz) zuständig ist, berichtet über seine ersten Eindrücke im Bischofsamt und über seine in den letzten Wochen gewonnenen Erfahrungen in der sächsisch-thüringischen Diaspora, die er als eine Chance und Herausforderung für die Verkündigung des Evangeliums in diesem Raum sieht.

In dem Gespräch mit der Thüringer Landesregierung werden u. a. bildungspolitische und familienpolitische Themen angesprochen:

So äußern die katholischen Bischöfe die Erwartung, angesichts der demographischen Entwicklung auch in der Diaspora die gemeinsamen Bemühungen von Staat und Kirche zu verstärken, um den schulischen Religionsunterricht auch künftig bei kleiner werdenden Gruppen zu gewährleisten. Darüber hinaus danken die Bischöfe der Landesregierung für alle bisherigen Bemühungen des Ministeriums und des eingesetzten Konsortiums, den Thüringer Bildungsplan fortzuschreiben und auch die religiöse Bildung als eigenen Bestandteil mit aufzunehmen.

Die Bischöfe weisen weiterhin darauf hin, dass sich die Schritte und Möglichkeiten der Inklusion bei der Umsetzung der UN-Behindertenkonvention primär am Wohl des Kindes und an der Entscheidung der Eltern bei der Wahl des Lernortes orientieren müssen und dass die Förderzentren für einen Teil der Schüler als möglicher Lernort erhalten bleiben.

Mit Blick auf die Familienförderung bringen die Bischöfe zum Ausdruck, dass die Bemühungen um die Kinderbetreuung und direkte Transferleistungen an Familien nicht als Gegensatz verstanden werden sollten und deshalb das Landeserziehungsgeld in dieser Legislatur nicht zur Disposition gestellt werden sollte.

Im Sinne der Asylbewerber setzen sich die Bischöfe für eine weitere Lockerung bzw. Abschaffung der Residenzpflicht ein.
Autor: en

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