Innenminister heute im Grenzmuseum
Sonntag, 05. Mai 2013, 10:00 Uhr
Thüringens Innenminister Jörg Geibert nimmt heute teil an einer Erinnerungsveranstaltung aus Anlass des Kriegsendes 1945. Er möchte zugleich das Engagement vieler Bürger würdigen. Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr im Grenzmuseum Schifflersgrund in Asbach-Sickenberg...
Wir brauchen Gedenkstätten wie die Grenzlandmuseen als Erinnerung an unsere Vergangenheit, zum Gedenken an die Opfer, die ihr Leben für die Freiheit hingaben, aber vor allem als Mahnung, alles dafür zu tun, damit solche Verbrechen gegen die Menschlichkeit nie wieder passieren. Das sagte Thüringens Innenminister Jörg Geibert im Vorfeld einer Erinnerungsveranstaltung an das Kriegsende 1945 im Grenzmuseum Schifflersgrund im Eichsfeld, auf der er am Sonntagnachmittag (5. Mai 2013) ein Grußwort halten wird.
Jörg Geibert würdigt das ehrenamtliche Engagement vieler Bürger gegen das Vergessen, Verdrängen oder Beschönigen der vergangenen Diktaturen in Deutschland. Die Aktiven des Grenzmuseums leisteten wertvolle Arbeit. Heute informiert die Ausstellung über das Leben im Grenzgebiet, über Zwangsumsiedelungen, über das mörderische Grenzregime und andere SED-Verbrechen. Ein Höhepunkt der Erinnerungsveranstaltung wird die Übergabe einer Zuwendung von 900 Euro aus Überschüssen der Staatslotterie sein, mit der diese Arbeit weiter unterstützt werde.
Eine wichtige Lehre aus der deutschen Geschichte ist aus Sicht von Jörg Geibert, dass alle Demokraten dazu aufgerufen sind, den politischen oder ideologisch fanatischen Extremisten oder Terroristen entschlossen den Kampf anzusagen. Dazu gehöre heute zum Beispiel auch, das NPD-Verbotsverfahren weiter zu betreiben und zum Schutz der freiheitlich-demokratischen Grundordnung entschlossen hinter unseren Sicherheitskräften, hinter Polizei und Bundeswehr zu stehen. Terrorismus und politischem Extremismus müsse Paroli geboten werden. Demokratie muss wehrhaft sein, dies sollten wir aus dem Untergang der Weimarer Republik ebenso wie aus der Erfahrung des Kommunismus gelernt haben. Demokratie ist kein Ruhekissen, auf dem man sich ausruhen kann, so Jörg Geibert weiter.
Der Innenminister fordert in diesem Zusammenhang weiterhin eine Kultur des Hinsehens, sowohl in der Gesellschaft als auch bei den Strafverfolgungsorganen. Rechte Straftaten müssten zur Anzeige gebracht, verfolgt und konsequent geahndet werden. Freiheit will nicht nur immer neu errungen sein, Freiheit muss auch immer neu gestaltet werden. Lassen Sie uns folglich mit solchen Orten wie hier weitere Barrieren gegen das Vergessen errichten.
Beginn der Veranstaltung ist um 16.30 Uhr.
Autor: enWir brauchen Gedenkstätten wie die Grenzlandmuseen als Erinnerung an unsere Vergangenheit, zum Gedenken an die Opfer, die ihr Leben für die Freiheit hingaben, aber vor allem als Mahnung, alles dafür zu tun, damit solche Verbrechen gegen die Menschlichkeit nie wieder passieren. Das sagte Thüringens Innenminister Jörg Geibert im Vorfeld einer Erinnerungsveranstaltung an das Kriegsende 1945 im Grenzmuseum Schifflersgrund im Eichsfeld, auf der er am Sonntagnachmittag (5. Mai 2013) ein Grußwort halten wird.
Jörg Geibert würdigt das ehrenamtliche Engagement vieler Bürger gegen das Vergessen, Verdrängen oder Beschönigen der vergangenen Diktaturen in Deutschland. Die Aktiven des Grenzmuseums leisteten wertvolle Arbeit. Heute informiert die Ausstellung über das Leben im Grenzgebiet, über Zwangsumsiedelungen, über das mörderische Grenzregime und andere SED-Verbrechen. Ein Höhepunkt der Erinnerungsveranstaltung wird die Übergabe einer Zuwendung von 900 Euro aus Überschüssen der Staatslotterie sein, mit der diese Arbeit weiter unterstützt werde.
Eine wichtige Lehre aus der deutschen Geschichte ist aus Sicht von Jörg Geibert, dass alle Demokraten dazu aufgerufen sind, den politischen oder ideologisch fanatischen Extremisten oder Terroristen entschlossen den Kampf anzusagen. Dazu gehöre heute zum Beispiel auch, das NPD-Verbotsverfahren weiter zu betreiben und zum Schutz der freiheitlich-demokratischen Grundordnung entschlossen hinter unseren Sicherheitskräften, hinter Polizei und Bundeswehr zu stehen. Terrorismus und politischem Extremismus müsse Paroli geboten werden. Demokratie muss wehrhaft sein, dies sollten wir aus dem Untergang der Weimarer Republik ebenso wie aus der Erfahrung des Kommunismus gelernt haben. Demokratie ist kein Ruhekissen, auf dem man sich ausruhen kann, so Jörg Geibert weiter.
Der Innenminister fordert in diesem Zusammenhang weiterhin eine Kultur des Hinsehens, sowohl in der Gesellschaft als auch bei den Strafverfolgungsorganen. Rechte Straftaten müssten zur Anzeige gebracht, verfolgt und konsequent geahndet werden. Freiheit will nicht nur immer neu errungen sein, Freiheit muss auch immer neu gestaltet werden. Lassen Sie uns folglich mit solchen Orten wie hier weitere Barrieren gegen das Vergessen errichten.
Beginn der Veranstaltung ist um 16.30 Uhr.
