Die erste Orgelnacht im Eichsfeld
Montag, 13. Mai 2013, 16:40 Uhr
Mit einer innovativen Idee bescherten die Kantoren Christoph Demmler und Michael Taxer den Bewohnern und Besuchern Heiligenstadts vergangenen Samstag einen sehr schönen musikalischen Abend...
Was sich diese zwei begeisterten Musiker ausgedacht haben, fand im Eichsfeld zum ersten Mal statt: eine Orgelnacht. In vier Teilen präsentierten sich Künstler aus der Region – nicht nur Christoph Demmler von der evangelischen St.-Martins-Gemeinde und sein Kollege Michael Taxer, der in der St.-Marien-Kirche die Orgel spielt, sondern auch Ehepaar Schildmann aus Bad Frankenhausen, Wolfgang Schneider aus Leinefelde und Barbara Bornemann aus Dingelstädt. Zwischen den einzelnen musikalischen Einheiten konnten sich die Besucher im Gemeindehaus stärken und dabei austauschen.
Im ersten Block spielte Christoph Demmler Orgelwerke von Bach-Schüler Krebs, dessen Lehrer und Scheidemann. Beeindruckte Zuhörer dankten ihm während der ersten Pause. Da fing der Regen schon an, die beste Zeit also, mit dem zweiten Abschnitt zu beginnen. Laura Schildmann an der Orgel begleitete ihren Ehemann Christian, der Querflöte spielte. Als wenn man die Vögel zwitschern hören würde, flüsterte zwischen den Stücken eine junge Dame.
Und auch Mozart changes von Zsolt Gárdonyi fand ein großes Echo. Der dritte Teil war geprägt vom Gesang der berühmten Altistin Barbara Bornemann. Wolfgang Schneider an der Orgel begleitete nicht nur fantasievoll, er brachte auch bedeutende Werke von Bach und Mendelssohn-Bartholdy zu Gehör. Schon in der dritten Pause vermeldete Kantor Demmler, dass von den sechzig gedruckten Programmen keins mehr übrig geblieben war.
Es hat sich bestätigt, was er erwartet hatte: die offene Form der Orgelnacht lies den Besuchern die Möglichkeit, nach Belieben hinzuzukommen, zu gehen oder wiederzukommen. Da war die Zeit schon reif für den krönenden Abschluss: Michael Taxer präsentierte Bach und Camillo Schumann. Davor aber konstatierte er noch schnell zusammen mit Barbara Bornemann, dass beide ohne Musik nicht leben könnten. Ohne Musik würde ich absterben, sagte Barbara Bornemann und man glaubt es ihr.
Es war schon dunkel, als die Besucher nach dem Konzert durch die schön beleuchtete Innenstadt nach Hause gingen. Und nicht nur an der Besucherzahl, der Zufriedenheit der Zuhörer, sondern auch an den positiven Reaktionen aller Beteiligten hat man gemerkt, dass es ein sehr gelungener Abend war.
Autor: enWas sich diese zwei begeisterten Musiker ausgedacht haben, fand im Eichsfeld zum ersten Mal statt: eine Orgelnacht. In vier Teilen präsentierten sich Künstler aus der Region – nicht nur Christoph Demmler von der evangelischen St.-Martins-Gemeinde und sein Kollege Michael Taxer, der in der St.-Marien-Kirche die Orgel spielt, sondern auch Ehepaar Schildmann aus Bad Frankenhausen, Wolfgang Schneider aus Leinefelde und Barbara Bornemann aus Dingelstädt. Zwischen den einzelnen musikalischen Einheiten konnten sich die Besucher im Gemeindehaus stärken und dabei austauschen.
Im ersten Block spielte Christoph Demmler Orgelwerke von Bach-Schüler Krebs, dessen Lehrer und Scheidemann. Beeindruckte Zuhörer dankten ihm während der ersten Pause. Da fing der Regen schon an, die beste Zeit also, mit dem zweiten Abschnitt zu beginnen. Laura Schildmann an der Orgel begleitete ihren Ehemann Christian, der Querflöte spielte. Als wenn man die Vögel zwitschern hören würde, flüsterte zwischen den Stücken eine junge Dame.
Und auch Mozart changes von Zsolt Gárdonyi fand ein großes Echo. Der dritte Teil war geprägt vom Gesang der berühmten Altistin Barbara Bornemann. Wolfgang Schneider an der Orgel begleitete nicht nur fantasievoll, er brachte auch bedeutende Werke von Bach und Mendelssohn-Bartholdy zu Gehör. Schon in der dritten Pause vermeldete Kantor Demmler, dass von den sechzig gedruckten Programmen keins mehr übrig geblieben war.
Es hat sich bestätigt, was er erwartet hatte: die offene Form der Orgelnacht lies den Besuchern die Möglichkeit, nach Belieben hinzuzukommen, zu gehen oder wiederzukommen. Da war die Zeit schon reif für den krönenden Abschluss: Michael Taxer präsentierte Bach und Camillo Schumann. Davor aber konstatierte er noch schnell zusammen mit Barbara Bornemann, dass beide ohne Musik nicht leben könnten. Ohne Musik würde ich absterben, sagte Barbara Bornemann und man glaubt es ihr.
Es war schon dunkel, als die Besucher nach dem Konzert durch die schön beleuchtete Innenstadt nach Hause gingen. Und nicht nur an der Besucherzahl, der Zufriedenheit der Zuhörer, sondern auch an den positiven Reaktionen aller Beteiligten hat man gemerkt, dass es ein sehr gelungener Abend war.
