Blick zum Nachbarn
Donnerstag, 16. Mai 2013, 13:47 Uhr
Der Stadtrat von Nordhausen hat auf seiner jüngsten Sitzung der Erhöhung der Hundesteuer in der Stadt Nordhausen zugestimmt. Künftig müssen Hundehalter 72 Euro statt 54 Euro für ihren Vierbeiner im Jahr zahlen. Für Hunde, die als gefährlich gelten, sind 360 Euro zu zahlen....
Für die Stadt Nordhausen entstehen derzeit Mehraufwendungen, welche zum einen mit der Durchführung des Thüringer Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung vor Tiergefahren verbunden sind, sowie aus der Umlage an das Tierheim Nordhausen resultieren, wird die Erhöhung in der Beschlussvorlage begründet.
Zukünftig müssen Hundehalter für das erste und jedes weitere Tier 72 Euro anstatt 54 Euro zahlen, für gefährlich eingestufte Hunde sind es je 360 Euro. Welche Hunde als gefährliche Hunde gelten, regelt das neu eingeführte Thüringer Gesetz zum Schutz der Bevölkerung vor Tiergefahren.
Bei der Steuerhöhe habe man sich an die Stadt Eisenach angelehnt, die ebenfalls die Hundesteuer auf 72 Euro erhöht hat, heißt es in der Beschlussvorlage. Zum Vergleich: in Gera zahlt man 96 Euro für den 1. Hund und für den gefährlich eingestuften Hund 672 Euro, in Erfurt 108 und 564 Euro, in Jena 84 und 600 Euro.
Rainer Bachmann und Barbara Schencke (beide DIE LINKE) sprachen sich für eine Vertagung der Beschlussvorlage aus. Zum einen mahnte Bachmann an, auch diejenigen zu belangen, die den Hundedreck nicht wegräumen. Barbara Schencke sagte, dass die Hunde besonders für die sozial Bedürftigen der einzige soziale Kontakt seien. Jutta-Karin Busch (CDU) war genau wie Steffen Iffland (CDU) für mehr Kontrollen bei der Einhaltung der Sauberkeit im Stadtgebiet und der Erfassung der Hunde durch das Ordnungsamt. Martin Höfer (FDP) forderte gar das Vorweisen eines Hundehalterscheins sowie das Aufstellen von mehr Entsorgungsbehältern für den Hundedreck. SPD-Fraktionsvorsitzender Andreas Wieninger sagte, 18 Euro mehr im Jahr seien für einige Bevölkerungsgruppen, zum Beispiel Hartz IV –Empfänger, viel Geld.
Norbert Klodt (CDU) sagte, dass das Erfassen der Hunde sowie die verstärkten Kontrollen zur Sauberkeit in der Stadt Nordhausen unstrittig seien. Aber das würde eine Vertagung des Beschusses nicht rechtfertigen... 23 Stadtratsmitglieder stimmten mit Ja. Acht Stadträte stimmten dagegen.
Übrigens: In Heilbad Heiligenstadt zahlt man für einen gefährlichen Hund 768 Euro, in Leinefelde 564 und die normale Hundesteuer liegt in Heiligenstadt bei 60 Euro und in Leinefelde sogar bei 90 Euro!
Autor: enFür die Stadt Nordhausen entstehen derzeit Mehraufwendungen, welche zum einen mit der Durchführung des Thüringer Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung vor Tiergefahren verbunden sind, sowie aus der Umlage an das Tierheim Nordhausen resultieren, wird die Erhöhung in der Beschlussvorlage begründet.
Zukünftig müssen Hundehalter für das erste und jedes weitere Tier 72 Euro anstatt 54 Euro zahlen, für gefährlich eingestufte Hunde sind es je 360 Euro. Welche Hunde als gefährliche Hunde gelten, regelt das neu eingeführte Thüringer Gesetz zum Schutz der Bevölkerung vor Tiergefahren.
Bei der Steuerhöhe habe man sich an die Stadt Eisenach angelehnt, die ebenfalls die Hundesteuer auf 72 Euro erhöht hat, heißt es in der Beschlussvorlage. Zum Vergleich: in Gera zahlt man 96 Euro für den 1. Hund und für den gefährlich eingestuften Hund 672 Euro, in Erfurt 108 und 564 Euro, in Jena 84 und 600 Euro.
Rainer Bachmann und Barbara Schencke (beide DIE LINKE) sprachen sich für eine Vertagung der Beschlussvorlage aus. Zum einen mahnte Bachmann an, auch diejenigen zu belangen, die den Hundedreck nicht wegräumen. Barbara Schencke sagte, dass die Hunde besonders für die sozial Bedürftigen der einzige soziale Kontakt seien. Jutta-Karin Busch (CDU) war genau wie Steffen Iffland (CDU) für mehr Kontrollen bei der Einhaltung der Sauberkeit im Stadtgebiet und der Erfassung der Hunde durch das Ordnungsamt. Martin Höfer (FDP) forderte gar das Vorweisen eines Hundehalterscheins sowie das Aufstellen von mehr Entsorgungsbehältern für den Hundedreck. SPD-Fraktionsvorsitzender Andreas Wieninger sagte, 18 Euro mehr im Jahr seien für einige Bevölkerungsgruppen, zum Beispiel Hartz IV –Empfänger, viel Geld.
Norbert Klodt (CDU) sagte, dass das Erfassen der Hunde sowie die verstärkten Kontrollen zur Sauberkeit in der Stadt Nordhausen unstrittig seien. Aber das würde eine Vertagung des Beschusses nicht rechtfertigen... 23 Stadtratsmitglieder stimmten mit Ja. Acht Stadträte stimmten dagegen.
Übrigens: In Heilbad Heiligenstadt zahlt man für einen gefährlichen Hund 768 Euro, in Leinefelde 564 und die normale Hundesteuer liegt in Heiligenstadt bei 60 Euro und in Leinefelde sogar bei 90 Euro!
