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Johannestag in Kaltohmfeld

Montag, 17. Juni 2013, 16:01 Uhr
Sechs Monate vor Jesu Geburt gedenken wir Christen der Geburt Johannes des Täufers. Nach dem 24. Juni werden die Tage kürzer. Das Johannesfest verdrängte im Mittelalter das heidnische Sonnenwendfest. So wird auch in Kaltohmfeld gefeiert...

Johannestag im vergangenen Jahr (Foto: privat) Johannestag im vergangenen Jahr (Foto: privat)

Der Geburtstag Jesu, der 25. Dezember-der Tag an dem das Licht in die Welt kam. Während die Tage mit der Geburt Jesu zunehmen, nehmen sie mit der Geburt des Täufers ab. Darum auch der Ausspruch, von Johannes dem Täufer ganz bescheiden: „Er (Jesus) muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“ (Johannes 3, 30) Der Johannistag gilt auch als letzter Tag der Spargelernte.

Der Johannistag war der "Tag der Heilkräfte", an man die "Johanniskräuter" (u. a. Marguerite, Arnika, Bärlapp, Beifuß, Eisenkraut, Kamille, Klette, Quendel, Ringelblume), Heilkräuter und Blumen für die Hausapotheke sammelte - das wichtigste nach diesem Tag benannte Kraut ist das Johannesgraut.

Johannis-Feuer sei unverwehrt,
Die Freude nie verloren!
Besen werden immer stumpf gekehrt
und Jungens immer geboren
(Johann Wolfgang von Goethe)

Auch der Johanniskäfer und das Johannisbrot erinnern an diesen Tag.

Johannestag im vergangenen Jahr (Foto: privat) Johannestag im vergangenen Jahr (Foto: privat)

In jedem Jahr bekommen die Kaltohmfelder zu ihrem Festtag traditionell einen Johaniskranz vom Bürgermeister aus Heiligenstadt. Dieser prangt dann an der Kirchentür „St. Johannes der Täufer“. Der Ohmgebirgstag der IG „Am Ohmgebirge“ und Johannestag sind seit vielen Jahren ein gemeinsames Fest zu dem alle umliegenden Gemeinden in das idyllische Höhendorf eingeladen sind.

Am 22. Juni 2013

um 20.00 Uhr geht es zum Johannisfeuer.
„Das Jahr das nimmt ein gutes End'
wenn das Johannisfeuer brennt““
Hier ist dann Tanz und Stimmung bis in den Morgen.

Im Mittelalter führte man vor allem Tänze rund um die "Johannisfeuer" auf. Da das Fest des heiligen Johannes in die Zeit der Sommersonnenwende fällt, war es im Volksglauben mit vielen Bräuchen - besonders Reinigungs- und Fruchtbarkeitsriten - verbunden. Junge Paare, die Hand in Hand den Sprung über das Feuer wagten, drückten mit dieser Feuerprobe ihre Sehnsucht sowohl nach Verschmelzung als auch nach Festigung ihrer Beziehung aus. Der Sprung über das Feuer galt auch als auch Schutz vor Hexen und Geistern. Viele konnte man schon in Kaltohmfeld über das Feuer springen oder herumtanzen sehen.

„Viele Johannifeuer auf den Bergen rundherum wurden und werden noch entzündet, aus diesem Grund war sicher die frühere Aussicht auch die schönere Stelle für das Johannisfeuer.

Sonntag 23. Juni 2013

„So klingt es auf des Eichsfeld‘s Bergen“
14.00 Uhr Regionalgottesdienst anschließend
- „Ein Gruß aus Kirchohmfeld“ Es singen und spielen die Kindergartenkinder.
- „Das Lied des Ohmgebirges“ Chor der Grundschule „Am Ohmgebirge„ Worbis
- „Hör mal, Sie singen unser Lied - das Heideröslein“, MGV „Harmonie“ Kirchohmfeld

Zur Unterhaltung und zum Tanz „Ein musikalisches Erlebnis, mit Ronald“. Gleichzeitig finden wieder die diesjährigen Ohmgebirgsmeisterschaften im Wettsägen statt.
Autor: red

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