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Jede Runde zählt

Montag, 24. Juni 2013, 16:58 Uhr
Jedes dritte Kind südlich der Sahara geht noch immer nicht zur Schule. Mit Hilfe deutscher Spenden will UNICEF bis 2015 die Unterrichtsqualität von über 13 Millionen Kindern verbessern. Dafür werden 10 Euro pro Kind benötigt...

Laufen für UNICEF (Foto: privat) Laufen für UNICEF (Foto: privat)

Oliver Bierhoff ist Team-Manager der deutschen Fußball Nationalmannschaft und offizieller Schirmherr von "wir laufen für UNICEF“. Ziel der Sponsorenläufe ist es, mit Unterstützung von Angehörigen, Bekannten und Geschäftsinhabern Spenden für jeden gelaufenen Kilometer oder jede Runde zu sammeln.

Auch die Schüler der Tabaluga – Förderschule der Lebenshilfe Leinefelde – Worbis wollten in diesem Jahr mithelfen, dass Kinder in Afrika die Möglichkeit bekommen gemeinsam zur Schule zu gehen und etwas zu lernen. Sie alle wissen aus eigener Erfahrung, dass Jeder eine Chance verdient, gefördert zu werden, um sein Leben so selbständig wie möglich leben zu können. So warben Schüler, Lehrer und Erzieher bei Angehörigen und Geschäftsinhabern um Sponsoren, die Stadionlaufrunden finanzierten.

Laufen mussten die Schüler selbst. Im Rahmen ihres Sportfestes trafen sie sich im Stadion. Mit Feuereifer liefen sie Runde für Runde. Es gab Schüler, die 10 Runden a 400 Meter schafften. Wenn man bedenkt, dass manche Runde mit einem Euro gesponsert wurde, war das gerade bei den warmen Temperaturen „sauer“ verdientes Geld.

Tolle Leistung und viel Anerkennung (Foto: privat) Tolle Leistung und viel Anerkennung (Foto: privat)

„Hätte ich einen Hut auf, dann würde ich ihn vor Euch ziehen“ sagte Ortsbürgermeister Franz Jaworski, der eigens in die Tabaluga – Förderschule gekommen war, um die Schüler zu ihrer hervorragenden Leistung zu beglückwünschen. Insgesamt waren 143 Runden von 43 Schülern gelaufen worden. Franz Jaworski lobte das Engagement der Schüler, die nicht nur an sich denken, sondern auch den Wunsch nach Schulunterricht der Kinder in Afrika kennen und mithelfen wollen, ihn zu realisieren.

Im Hinblick auf die guten Lernbedingungen in der Tabaluga – Förderschule bezeichnete Franz Jaworski das Miteinander als große Familie. „Als Bürgermeister bin ich stolz, dass die Lebenshilfe mit ihren Einrichtungen und Menschen integrierter Bestandteil der Stadt Worbis ist“. Er bedankte sich auch bei den Betreuern, die die Kinder bei ihrem Vorhaben tatkräftig unterstützt haben. Auf viel Beifall stieß seine Ankündigung, dass er den Betrag aus den gelaufenen Stadionrunden noch aufstocken wird. Die Schüler freuten sich sehr, dass ihre Aktion nicht nur wahrgenommen worden ist, sondern so hohe Anerkennung und Würdigung gefunden hat.
Autor: red

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