Abschluss mit Doktorhut
Sonntag, 07. Juli 2013, 18:25 Uhr
Ebenso wie im Eichfeld beginnt für viele Kinder auf der Welt in dieser Zeit ein neuer Lebensabschnitt. Die schöne unbeschwerte Kindergartenzeit geht zu Ende und in wenigen Wochen fängt der Schulalltag an. Das ist auch bei uns in China so. Rebecca, eine Eichsfelderin erzählt...
(Aufgeschrieben von Oma Gisela aus Bischofferode) - Mein Name ist Rebecca, ich bin fast 3 Jahre alt und besuche seit einem guten Jahr die Ivy Bilingual School Orchid Garden Campus in Peking. In meinem Kindergarten wird nur chinesisch und englisch gesprochen. Die Kinder kommen aus den unterschiedlichsten Ländern.
Ich habe Glück, dass meine Freundin Marit mit mir in einer Gruppe ist. Da können wir uns manchmal in deutscher Sprache unterhalten. Mit den anderen Kindern und den Erzieherinnen sprechen wir englisch und chinesisch. Am letzten Freitag fand die Abschlussfeier (Graduationszeremonie) für die großen Kinder statt. Seit Wochen hatte jede Gruppe täglich für ihren Beitrag zum Programm geübt. Wir trafen uns um 8.30 Uhr im Kindergarten.
Dort wurden wir alle in gelbe glänzende Glitteranzüge gesteckt und stark geschminkt. Jeder bekam ein Lunchpaket mit Brötchen, Banane, Joghurtdrink und Seetangsnacks. Um 9.00 Uhr fuhren Kinder und Erzieherinnen mit zwei Bussen ins Crab-Island, eine Theaterhalle mit einer riesengroßen Bühne. Unsere Eltern kamen mit ihren Autos hinterher.
Alle Stühle waren mit dunkelroten Hussen überzogen. Am Eingang des Theaters standen ganz viele Ayis, das sind Frauen, die in den Haushalten arbeiten; wir haben auch eine in unserem Haus. Die Ayis zeigten den Gästen ihre Plätze und verteilten Programmhefte und Wasserflaschen. Die Plätze waren für die Eltern begrenzt und nur angemeldete Personen durften teilnehmen. Der ganze Theatersaal war mit Luftballons angefüllt, die in einem Netz über den Zuschauern schwebten.
An den Wänden hingen Fotos und gemalte Plakate der Kinder. Mit zwei Beamern wurden die Fotos der Absolventen an die Frontwand geworfen. Zwei Moderatoren, die jeweils englisch oder chinesisch sprachen, führten durch das Programm. Zunächst hielt unsere Direktorin eine Rede. Für Eltern und Gäste waren aber die Kinder- Aufführungen der Höhepunkt der Zeremonie. Die Gruppen der 4-5jährigen zeigten eine Kung Fu Show und bewegten sich nach einem chinesischen Gedicht, das mit traditioneller Musik untermalt wurde.
Rebecca (Foto: Gisela Reinhardt)
Die Mädchen waren wie Geishas geschminkt und tanzten gekonnt. Die Eltern hörten gar nicht wieder auf zu klatschen. Die 3-4jährigen sangen und tanzten und eine ihrer Gruppen spielte Perkussionsmusik mit Schlag- und Effektinstrumenten. Alle Kinder hatten tolle Kostüme an. Die 1jährigen zeigten eine Eltern – Kinder – Modenschau. Es gab jede Menge moderne und traditionelle Tänze zu sehen. Ich tanzte mit meiner Gruppe zu dem Titel We will rock you.
Dazu hatten wir rote Glitzerkleider an, Glöckchen an den Beinen und wedelten mit Cheerleader Pompons im Takt der Musik. Nie hätte meine Mutti geglaubt, dass ich das so gut kann. Meine Eltern waren richtig stolz auf mich. Dann kam für mich der schönste Teil des Programms. Alle Kinder auf der Bühne haben zusammen den Gangnam style getanzt. Da haben die kleinen Speckbeinchen ganz schön gezappelt.
Zum Schluss übergab die Direktorin an die Kinder, die jetzt in die Schule kommen, eine Diplomurkunde, ein Foto, einen Umhang und einen Doktorhut. Diese Kinder standen dann mit ihrem Umhang um und Doktorhut auf dem Kopf auf der Bühne. Eltern und Lehrer waren in diesen bewegenden Momenten alle zu Tränen gerührt. Die Musik spielte: we are the champions und wie von Geisterhand öffneten sich die Netze und Hunderte von Luftballons schwebten von der Decke auf die Bühne und in das Publikum. Die großen Kinder nahmen ihre Doktorhüte ab und warfen sie in die Menge. Ihre Eltern standen bereit, sie aufzufangen. Mein Bruder Aaron sagte: Das war geil!
Autor: en(Aufgeschrieben von Oma Gisela aus Bischofferode) - Mein Name ist Rebecca, ich bin fast 3 Jahre alt und besuche seit einem guten Jahr die Ivy Bilingual School Orchid Garden Campus in Peking. In meinem Kindergarten wird nur chinesisch und englisch gesprochen. Die Kinder kommen aus den unterschiedlichsten Ländern.
Ich habe Glück, dass meine Freundin Marit mit mir in einer Gruppe ist. Da können wir uns manchmal in deutscher Sprache unterhalten. Mit den anderen Kindern und den Erzieherinnen sprechen wir englisch und chinesisch. Am letzten Freitag fand die Abschlussfeier (Graduationszeremonie) für die großen Kinder statt. Seit Wochen hatte jede Gruppe täglich für ihren Beitrag zum Programm geübt. Wir trafen uns um 8.30 Uhr im Kindergarten.
Dort wurden wir alle in gelbe glänzende Glitteranzüge gesteckt und stark geschminkt. Jeder bekam ein Lunchpaket mit Brötchen, Banane, Joghurtdrink und Seetangsnacks. Um 9.00 Uhr fuhren Kinder und Erzieherinnen mit zwei Bussen ins Crab-Island, eine Theaterhalle mit einer riesengroßen Bühne. Unsere Eltern kamen mit ihren Autos hinterher.
Alle Stühle waren mit dunkelroten Hussen überzogen. Am Eingang des Theaters standen ganz viele Ayis, das sind Frauen, die in den Haushalten arbeiten; wir haben auch eine in unserem Haus. Die Ayis zeigten den Gästen ihre Plätze und verteilten Programmhefte und Wasserflaschen. Die Plätze waren für die Eltern begrenzt und nur angemeldete Personen durften teilnehmen. Der ganze Theatersaal war mit Luftballons angefüllt, die in einem Netz über den Zuschauern schwebten.
An den Wänden hingen Fotos und gemalte Plakate der Kinder. Mit zwei Beamern wurden die Fotos der Absolventen an die Frontwand geworfen. Zwei Moderatoren, die jeweils englisch oder chinesisch sprachen, führten durch das Programm. Zunächst hielt unsere Direktorin eine Rede. Für Eltern und Gäste waren aber die Kinder- Aufführungen der Höhepunkt der Zeremonie. Die Gruppen der 4-5jährigen zeigten eine Kung Fu Show und bewegten sich nach einem chinesischen Gedicht, das mit traditioneller Musik untermalt wurde.
Rebecca (Foto: Gisela Reinhardt)
Die Mädchen waren wie Geishas geschminkt und tanzten gekonnt. Die Eltern hörten gar nicht wieder auf zu klatschen. Die 3-4jährigen sangen und tanzten und eine ihrer Gruppen spielte Perkussionsmusik mit Schlag- und Effektinstrumenten. Alle Kinder hatten tolle Kostüme an. Die 1jährigen zeigten eine Eltern – Kinder – Modenschau. Es gab jede Menge moderne und traditionelle Tänze zu sehen. Ich tanzte mit meiner Gruppe zu dem Titel We will rock you. Dazu hatten wir rote Glitzerkleider an, Glöckchen an den Beinen und wedelten mit Cheerleader Pompons im Takt der Musik. Nie hätte meine Mutti geglaubt, dass ich das so gut kann. Meine Eltern waren richtig stolz auf mich. Dann kam für mich der schönste Teil des Programms. Alle Kinder auf der Bühne haben zusammen den Gangnam style getanzt. Da haben die kleinen Speckbeinchen ganz schön gezappelt.
Zum Schluss übergab die Direktorin an die Kinder, die jetzt in die Schule kommen, eine Diplomurkunde, ein Foto, einen Umhang und einen Doktorhut. Diese Kinder standen dann mit ihrem Umhang um und Doktorhut auf dem Kopf auf der Bühne. Eltern und Lehrer waren in diesen bewegenden Momenten alle zu Tränen gerührt. Die Musik spielte: we are the champions und wie von Geisterhand öffneten sich die Netze und Hunderte von Luftballons schwebten von der Decke auf die Bühne und in das Publikum. Die großen Kinder nahmen ihre Doktorhüte ab und warfen sie in die Menge. Ihre Eltern standen bereit, sie aufzufangen. Mein Bruder Aaron sagte: Das war geil!

