Hilfe für Kinder aus Kriegsgebieten
Dienstag, 23. Juli 2013, 12:58 Uhr
Das Eichsfeld Klinikum nimmt regelmäßig Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten für eine vorübergehende medizinische Versorgung auf. Vermittelt werden die kleinen Patienten durch die Organisation Friedensdorf International in Oberhausen...
Francesca mit Schülerin Sarah auf dem Spielplatz. Foto: Magdalena Laufer
Francesca liebt Eis essen. Und wippen. Den Spielplatz im Park des Eichsfeld Klinikums in Heiligenstadt kann sie jetzt schon ohne Schmerzen erreichen. Das war vor einigen Wochen noch anders, berichtet Dr. med. Oliver Möller, der Chefarzt der Abteilung Kinder- und Jugendmedizin. Das zweijährige Mädchen aus Angola leidet an einer chronischen Knochenentzündung, mitbedingt durch eine seltene Blutkrankheit, genannt Sichelzellanämie.
In ihrem Heimatland hätte Francesca keine Chance auf eine angemessene medizinische Behandlung. Angola grenzt an Namibia, Sambia, die Demokratische Republik Kongo und den Atlantischen Ozean. Die Ernährungs- und Gesundheitssituation der Bevölkerung ist größtenteils katastrophal: Nur ca. 30 Prozent haben Zugang zu medizinischer Versorgung, nur 40 Prozent zu sauberem Trinkwasser. Jährlich sterben Tausende an heilbaren Krankheiten wie Durchfällen, Infektionserkrankungen oder Bluterkrankungen. Angolas Wirtschaft leidet immer noch unter den Folgen des jahrzehntelangen Bürgerkriegs.
Durch Vermittlung von Friedensdorf International kam Francesca in den Genuss einer medizinischen Behandlung in Deutschland. Im November 2012 war sie erstmals im Eichsfeld Klinikum. Damals konnte sie sich vor Schmerzen kaum bewegen, erinnert sich Möller. Mehr als 20 Entzündungsherde wurden in ihren Knochen festgestellt. Nach der anfänglichen Behandlung in unserer Abteilung wurde eine operativer Eingriff notwendig, fährt der Chefarzt fort.
Inzwischen fühlt sich Francesca in Heiligenstadt schon wie zu Hause. Sie ruft nach Sarah, der Krankenpflegeschülerin, und Onkel Norbert, dem Hausmeister. Auch die Patienten freuen sich, wenn Francesca durch den Park läuft.
Bald heißt es Abschied nehmen. Francesca geht nach ihrer Entlassung zurück ins Friedensdorf nach Oberhausen zur Rehabilitation und wird von dort mit dem Flieger zurück in ihre Heimat Angola gebracht.
Neben vielen deutschen Worten hat das kleine Mädchen hier in Deutschland vor allem eines gelernt: ungezwungen und ohne Angst zu spielen. Eine Gesundung an Körper und Seele.
Das Eichsfeld Klinikum nimmt im Rahmen der Kooperation mit Friedensdorf regelmäßig Kinder zur unentgeltlichen Behandlung auf. Wir haben den Auftrag, medizinische Hilfe zu leisten und solidarisch zu sein, begründet Geschäftsführer Franz Klöckner diese Entscheidung, die nicht zuletzt auch dem Gesellschaftszweck der Eichsfeld Klinikum gGmbH entspricht.
Die Aktion Friedensdorf e.V. wurde 1967 durch eine Bürgerinitiative in Oberhausen gegründet und finanziert sich durch Spenden. Das Anliegen von Friedensdorf ist die medizinische Versorgung von Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten. Nähere Informationen: www.friedensdorf.de
Magdalena Laufer
Autor: enFrancesca mit Schülerin Sarah auf dem Spielplatz. Foto: Magdalena Laufer
Francesca liebt Eis essen. Und wippen. Den Spielplatz im Park des Eichsfeld Klinikums in Heiligenstadt kann sie jetzt schon ohne Schmerzen erreichen. Das war vor einigen Wochen noch anders, berichtet Dr. med. Oliver Möller, der Chefarzt der Abteilung Kinder- und Jugendmedizin. Das zweijährige Mädchen aus Angola leidet an einer chronischen Knochenentzündung, mitbedingt durch eine seltene Blutkrankheit, genannt Sichelzellanämie.
In ihrem Heimatland hätte Francesca keine Chance auf eine angemessene medizinische Behandlung. Angola grenzt an Namibia, Sambia, die Demokratische Republik Kongo und den Atlantischen Ozean. Die Ernährungs- und Gesundheitssituation der Bevölkerung ist größtenteils katastrophal: Nur ca. 30 Prozent haben Zugang zu medizinischer Versorgung, nur 40 Prozent zu sauberem Trinkwasser. Jährlich sterben Tausende an heilbaren Krankheiten wie Durchfällen, Infektionserkrankungen oder Bluterkrankungen. Angolas Wirtschaft leidet immer noch unter den Folgen des jahrzehntelangen Bürgerkriegs.
Durch Vermittlung von Friedensdorf International kam Francesca in den Genuss einer medizinischen Behandlung in Deutschland. Im November 2012 war sie erstmals im Eichsfeld Klinikum. Damals konnte sie sich vor Schmerzen kaum bewegen, erinnert sich Möller. Mehr als 20 Entzündungsherde wurden in ihren Knochen festgestellt. Nach der anfänglichen Behandlung in unserer Abteilung wurde eine operativer Eingriff notwendig, fährt der Chefarzt fort.
Inzwischen fühlt sich Francesca in Heiligenstadt schon wie zu Hause. Sie ruft nach Sarah, der Krankenpflegeschülerin, und Onkel Norbert, dem Hausmeister. Auch die Patienten freuen sich, wenn Francesca durch den Park läuft.
Bald heißt es Abschied nehmen. Francesca geht nach ihrer Entlassung zurück ins Friedensdorf nach Oberhausen zur Rehabilitation und wird von dort mit dem Flieger zurück in ihre Heimat Angola gebracht.
Neben vielen deutschen Worten hat das kleine Mädchen hier in Deutschland vor allem eines gelernt: ungezwungen und ohne Angst zu spielen. Eine Gesundung an Körper und Seele.
Das Eichsfeld Klinikum nimmt im Rahmen der Kooperation mit Friedensdorf regelmäßig Kinder zur unentgeltlichen Behandlung auf. Wir haben den Auftrag, medizinische Hilfe zu leisten und solidarisch zu sein, begründet Geschäftsführer Franz Klöckner diese Entscheidung, die nicht zuletzt auch dem Gesellschaftszweck der Eichsfeld Klinikum gGmbH entspricht.
Die Aktion Friedensdorf e.V. wurde 1967 durch eine Bürgerinitiative in Oberhausen gegründet und finanziert sich durch Spenden. Das Anliegen von Friedensdorf ist die medizinische Versorgung von Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten. Nähere Informationen: www.friedensdorf.de
Magdalena Laufer

