Ermittlungen gegen Internet-Betrüger
Mittwoch, 07. August 2013, 13:10 Uhr
Die Staatsanwaltschaft Göttingen ermittelt derzeit gegen Betrüger, die Shops ins Internet gestellt und Nutzer abgezockt haben. Auf Anordnung des Amtsgerichts Göttingen befinden sich drei der Täter seit Anfang Juli in Untersuchungshaft...
Die bei der Staatsanwaltschaft Göttingen eingerichtete Schwerpunktstaatsanwaltschaft zur Bekämpfung der Internetkriminalität
führt in Zusammenarbeit mit der Zentralen Kriminalinspektion der Polizeidirektion Göttingen ein umfangreiches Ermittlungsverfahren gegen eine Gruppe von Betrügern, die arglose Nutzer von Onlineshops um zum Teil sehr hohe Vorkassezahlungen für ihre Bestellungen gebracht haben.
Auf Anordnung des Amtsgerichts Göttingen befinden
sich drei der Täter seit Anfang Juli in Untersuchungshaft.
Die Täter hatten seit Mitte 2011 nach und nach mindestens 35
verschiedene Shops ins Internet gestellt, auf denen sie hochwertige
Kaffeevollautomaten und Elektronikartikel zu scheinbar konkurrenzlos
günstigen Preisen anboten. Arglose Internetnutzer erfuhren erst nach
Aufgabe ihrer Bestellungen, dass bei einer Erstbestellung Lieferung
nur gegen Vorkasse möglich sei. Es sind mindestens 1.194
Überweisungen von Geschädigten bekannt geworden, nicht selten über
mehrere Hundert Euro. Der Gesamtschaden beträgt ca. 300.000 EUR. Die
Ware wurde in keinem einzigen Fall geliefert.
Die Staatsanwaltschaft Göttingen hatte ein Ermittlungsverfahren
eingeleitet, nachdem Geschädigte Anzeige gegen einen Unternehmer aus
Northeim erstattet hatten. Die Ermittlungen haben ergeben, dass die
Täter die Daten des Unternehmers missbraucht und vorgespiegelt
hatten, dass er einen der Shops betreibe. Nach umfangreichen
Auswertungen hat sich herausgestellt, dass es sich nicht um einen
einzelnen Shop, sondern um eine ganze Serie solcher handelte, was
ansonsten gar nicht aufgefallen wäre.
Wegen der Komplexität des Verfahrens hat auf Ersuchen der
Staatsanwaltschaft das bei der Zentralen Kriminalinspektion der
Polizeidirektion Göttingen eingerichtete Fachkommissariat
Internetkriminalität die Ermittlungen übernommen. Die auf die
Verfolgung von Internetkriminalität spezialisierten Beamten der
Zentralen Kriminalinspektion haben einen wesentlichen Beitrag zu der
Ermittlungsarbeit geleistet, indem sie mit erheblichem Aufwand eine
Vielzahl von Daten in akribischer Kleinarbeit ausgewertet haben.
Die im Rahmen der internationalen Rechtshilfe betriebenen
Ermittlungen führten zu einer Spur nach Spanien. Dort konnte
schließlich einer der Haupttäter von Beamten der Zentralen
Kriminalinspektion sowie durch den vor Ort ermittelnden Staatsanwalt
der Staatsanwaltschaft Göttingen festgenommen werden. Die beiden in
Deutschland ansässigen Mittäter wurden zeitgleich verhaftet.
Bei den Beschuldigten sind umfangreiche Beweismittel beschlagnahmt
worden. Diese werden nunmehr ausgewertet.
Autor: enDie bei der Staatsanwaltschaft Göttingen eingerichtete Schwerpunktstaatsanwaltschaft zur Bekämpfung der Internetkriminalität
führt in Zusammenarbeit mit der Zentralen Kriminalinspektion der Polizeidirektion Göttingen ein umfangreiches Ermittlungsverfahren gegen eine Gruppe von Betrügern, die arglose Nutzer von Onlineshops um zum Teil sehr hohe Vorkassezahlungen für ihre Bestellungen gebracht haben.
Auf Anordnung des Amtsgerichts Göttingen befinden
sich drei der Täter seit Anfang Juli in Untersuchungshaft.
Die Täter hatten seit Mitte 2011 nach und nach mindestens 35
verschiedene Shops ins Internet gestellt, auf denen sie hochwertige
Kaffeevollautomaten und Elektronikartikel zu scheinbar konkurrenzlos
günstigen Preisen anboten. Arglose Internetnutzer erfuhren erst nach
Aufgabe ihrer Bestellungen, dass bei einer Erstbestellung Lieferung
nur gegen Vorkasse möglich sei. Es sind mindestens 1.194
Überweisungen von Geschädigten bekannt geworden, nicht selten über
mehrere Hundert Euro. Der Gesamtschaden beträgt ca. 300.000 EUR. Die
Ware wurde in keinem einzigen Fall geliefert.
Die Staatsanwaltschaft Göttingen hatte ein Ermittlungsverfahren
eingeleitet, nachdem Geschädigte Anzeige gegen einen Unternehmer aus
Northeim erstattet hatten. Die Ermittlungen haben ergeben, dass die
Täter die Daten des Unternehmers missbraucht und vorgespiegelt
hatten, dass er einen der Shops betreibe. Nach umfangreichen
Auswertungen hat sich herausgestellt, dass es sich nicht um einen
einzelnen Shop, sondern um eine ganze Serie solcher handelte, was
ansonsten gar nicht aufgefallen wäre.
Wegen der Komplexität des Verfahrens hat auf Ersuchen der
Staatsanwaltschaft das bei der Zentralen Kriminalinspektion der
Polizeidirektion Göttingen eingerichtete Fachkommissariat
Internetkriminalität die Ermittlungen übernommen. Die auf die
Verfolgung von Internetkriminalität spezialisierten Beamten der
Zentralen Kriminalinspektion haben einen wesentlichen Beitrag zu der
Ermittlungsarbeit geleistet, indem sie mit erheblichem Aufwand eine
Vielzahl von Daten in akribischer Kleinarbeit ausgewertet haben.
Die im Rahmen der internationalen Rechtshilfe betriebenen
Ermittlungen führten zu einer Spur nach Spanien. Dort konnte
schließlich einer der Haupttäter von Beamten der Zentralen
Kriminalinspektion sowie durch den vor Ort ermittelnden Staatsanwalt
der Staatsanwaltschaft Göttingen festgenommen werden. Die beiden in
Deutschland ansässigen Mittäter wurden zeitgleich verhaftet.
Bei den Beschuldigten sind umfangreiche Beweismittel beschlagnahmt
worden. Diese werden nunmehr ausgewertet.
