eichsfelder-nachrichten

Drei Schwestern - drei Perspektiven

Donnerstag, 12. September 2013, 12:03 Uhr
Kunst in der Kapelle am Klausberg in Heiligenstadt wird auch in diesem Monat wieder zu sehen sein, hat doch der Heimensteiner Männer- und Burschenverein 1932 e.V. unter Vorsitz von Winfried Schweißhelm die Verantwortung dafür übernommen, dass sich die mit Fördermitteln restaurierte Kapelle „St. Nikolaus“ am Heimenstein zu einer festen kulturellen Adresse in der Kreisstadt entwickelt...

Morgen wird die Ausstellung „Drei Schwestern - Drei Perspektiven“ in der Kapelle eröffnet. Drei Schwestern werden ihre Bilder vorstellen, die in unterschiedlichen Techniken entstanden sind. Der Titel der Exposition lautet deshalb „Drei Schwestern – Drei Perspektiven“. Für einen künstlerischen Beruf hatte sich keine der drei Ausstellenden entschieden, doch ist die Malerei unverzichtbarer Bestandteil ihres Lebens.

Brigitte Dietrich aus Remagen
„Bei der Arbeit mit den verschiedenen Materialien interessiert mich der menschliche Kopf am meisten“, betont Dr. med. Brigitte Dietrich aus Remagen im Rheinland. Die Ärztin und Psychotherapeutin, Jahrgang 1939, wohnte von 1948 bis 1957 in Heiligenstadt, wo sie das Gymnasium besuchte. Dort gehörte sie von 1954 bis 1957 der Kunst-AG an. Nach langer Pause wandte sie sich ab 1980 in der Freizeit wieder der bildenden Kunst zu, besuchte und besucht verschiedene Kurse in Deutschland und in der Toskana, wobei sie Erfahrungen in folgenden Genres sammelte: Töpfern, Specksteinbearbeitung, Aquarellmalerei, Steinbildhauerei, Bleistift- und Kreidezeichnungen, Linolschnitte und -drucke, Porträtmalerei mit Bleistift und Acryl.

Evelyn Mühlberg-Seck aus Bad Sachsa
„Malen und Zeichnen begleiten mich seit meiner Kindheit bis zum heutigen Tag. Es bereitet mir Freude und schenkt mir innere Zufriedenheit“, erzählt die Fachärztin für innere Medizin Evelyn Mühlberg-Seck, geboren 1942, aus Bad Sachsa und fügt hinzu: „Neben meinem erfüllenden Beruf und der Erziehung von vier Kindern war ich stets begeisterte Malerin“. Auch sie nahm erfolgreich an Kursen im In- und Ausland teil. Bevorzugt befasst sie sich mit Aquarellen, Aktmalerei, verschiedenen Zeichentechniken.

Mechthild Führ aus Heiligenstadt
„Man muss nur sehen und entdecken“, ist Mechthild Führ aus Heiligenstadt, Jahrgang 1949, überzeugt. Ihr Anliegen: „Im Alltagsstress möchte ich dem Betrachter die Schönheiten der Natur wieder nahe bringen, denn Menschen lassen sich über die Natur und die Kunst erreichen und ansprechen. Daran glaube ich.“ Vielen Heiligenstädtern ist sie bekannt aus dem Kaffee- und Teehaus am Markt und auch als Märchenerzählerin für Kinder und Erwachsene.

Malkurse hat sie nie besucht. Als Mechthild Führ vor vier Jahren in den Ruhestand ging, verspürte die leidenschaftliche Natur- und Wanderfreundin den Wunsch, Motive, denen sie unterwegs begegnete, in Bildern festzuhalten – nicht nur mit der Kamera. Klein hat die Autodidaktin angefangen, hat Landschaften von Postkarten und Fotos abgemalt. Nach den erfolgreichen Kopierversuchen wagte sie sich an Eigenes, wandte sich der Acryl- und der Spachteltechnik zu, übte sich in Kohle- und Bleistiftzeichnungen, in Aquarell- und Ölmalerei. Ihre beiden Ausstellungen in der Heiligenstädter Stadtbibliothek, im September 2011 und im Januar 2013, stießen auf großes Interesse.

Eröffnet wird die Ausstellung „Drei Schwestern - Drei Perspektiven“ am Freitag, 13. September 2013, um 18 Uhr. Besucht werden kann sie bis einschließlich Sonntag, 22. September, täglich von 14 bis 18 Uhr.
Autor: en

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 eichsfelder-nachrichten.de