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Meinung: Anbieten ja, anbiedern nein!

Donnerstag, 26. September 2013, 16:50 Uhr
Unseren herzlichen Glückwunsch an die alte und neue Bundeskanzlerin Angela Merkel und auch an Manfred Grund, der ein sehr gutes Ergebnis in seinem Wahlkreis erzielt hat. Trotzdem haben Stimmen gefehlt, schreibt Gerhard Martin....

So sehr mir das Wahlergebnis vom Sonntag auch gefallen hat, so haben doch unserer Kanzlerin ein paar Mandate zur Regierungsbildung von CDU/CSU gefehlt.

Es ist auch in Ordnung, wenn man nun der SPD oder den Grünen Gespräche zur gemeinsamen Regierungsbildung anbietet. Aber anbiedern brauchen wir uns nicht!

Die große Mehrheit von 41,5 Prozent der Wählerinnen und Wähler hat sich auf die Zusagen der CDU und der CSU verlassen, keine Steuererhöhungen durchzuführen. Wenn anderes gewollt wäre, hätte man ja gleich die SPD, die Grünen oder gar die Linken gewählt. Aber sie haben mit großer Mehrheit die Kanzlerin gewählt! Wir sollten daher unsere Glaubwürdigkeit nicht leichtfertig aufs Spiel setzen, um einen Koalitionspartner zu bekommen. In Ruhe abwarten, ob SPD oder Grüne überhaupt in eine Koalition mit der CDU/CSU eintreten wollen und dann erst verhandeln.

311 Mitglieder hat die neue Bundestagsfraktion aus CDU und CSU; 192 gehören der SPD an. Es ist schon sehr vermessen, wenn von Seiten der Sozialdemokraten dann von Verhandlungen „auf Augenhöhe“ gesprochen wird. Ich bin auf die Entwicklung in den nächsten Tagen gespannt!

Wir, die Mitglieder in den Ortsverbänden oder im Kreisverband werden zuerst angesprochen, wenn Wahlversprechungen nicht eingehalten werden oder voreilig „geopfert“ werden. Wir müssen uns dann den berechtigten Unmut anhören und dafür oft mit unserem Namen „herhalten“. Ich hoffe nicht, dass es dazu kommt!
Gerhard Martin
Ortsverbandsvorsitzender
Autor: en

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