Kirchweihfest in Heuthen
Sonntag, 20. Oktober 2013, 13:28 Uhr
Heuthen feiert seit Freitag Kirmes und heute ist Kirchweihfest. Am Vormittag wurde das Festhochamt gefeiert und am Nachmittag ist Kinder- und Kirmestanz mit den Blue Birds. Die Kirche in Heuthen wurde vor über 260 Jahren gebaut, Pfarrer Günter Christoph Haase erinnerte daran....
Er sagte in seiner Predigt heute: Wie die Zeit vergeht – das ist ein Spruch, den jeder von uns einmal sagt oder sich zumindest gedacht hat. Der Sommer ist längst vorbei, ein neues Schuljahr hat längst begonnen. Neue Aufgaben und Herausforderungen stehen an. Es ist Herbst und die Natur bereitet sich auf den Winter vor.
Bei all dem bisher Gesagten ist nicht entscheidend WIE die Zeit vergeht, sondern : WAS wir in unserer Zeit tun, die vergeht.
Denn wir wissen nur zu gut, dass kein Moment unserer Lebenszeit rückgängig gemacht werden kann. Andererseits müssen wir für die Zeit als Gabe von Gott sehr dankbar sein, denn meist weiß man erst etwas richtig zu schätzen, wenn man es nicht mehr hat. Im Buch Kohelet haben wir auch über das Thema Zeit gehört!
Heute feiern wir Kirchweih! Vor über 260 Jahren haben Menschen Kraft, Geld und vor allem viel Zeit investiert, um diese Kirche aufzubauen.
Dabei waren es längst nicht so reiche Zeiten wie heute! Die Dorfbewohner haben sich alles vom Mund abgespart. Selber Hand mit an gelegt! Eben viel Zeit und Kraft investiert!
Und mit dem Bau allein war es allein auch nicht getan. Es musste auch das Kircheninnere in den folgenden Jahren gestaltet und hergerichtet werden.
Denn das, was wir auch heute stolz bewundern können, ist nicht vom Himmel gefallen.
Und so sind bis heute viele Menschen innerhalb und außerhalb unserer Kirchgemeinde immer wieder interessiert und bereit, viel Kraft, Geld und Zeit zu investieren, damit unsere schöne barocke Kirche St. Nikolaus auch in Zukunft Ein Haus voll Glorie schauet…, wie wir es im Eingangslied gesungen haben!
Und weiter sagte Pfarrer Haase: Heute möchte ich an dieser Stelle noch einmal Herrn Dr. Alfons Grunenberg und Uwe Schössow nennen und danken, die viel Zeit und Kraft, auch Geld investiert haben, um einen Kirchenführer herauszugeben. Dieser Dank gilt natürlich auch unserem Förderverein und den vielen Spendern, die die Herausgabe überhaupt ermöglicht haben.
Für mich als Pfarrer eine Freude, wenn Menschen, Mitchristen sich immer wieder in unserenn Gemeinden sich stark machen und viel Zeit und Mühen investieren, um das, was unsere Väter und Mütter im Glauben uns vererbt haben ,weiterzuführen!
Zum Paradox unserer Zeit sollen hier Gedanken wiedergeben werden, die ich in einer Zeitschrift fand und die uns zum Nachdenken inspirieren sollen:
Wir haben hohe Gebäude, aber eine niedrige Toleranz; breite Autobahnen, aber enge Ansichten. Wir verbrauchen mehr, aber haben weniger; machen mehr Einkäufe, aber haben weniger Freude.Wir haben größere Häuser, aber kleinere Familien; mehr Bequemlichkeit, aber weniger Zeit; Mehr Ausbildung, aber weniger Vernunft; mehr Kenntnisse, aber weniger Hausverstand; mehr Experten, aber auch mehr Probleme; mehr Medizin, aber weniger Gesundheit.Wir geben verantwortungslos viel aus, wir fahren zu schnell, regen uns zu schnell auf, gehen zu spät schlafen, stehen zu müde auf;wir lesen zu wenig, sehen zu viel fern, beten zu selten.
Wir haben dem Leben Jahre hinzugefügt, aber nicht den Jahren Leben.
Wir kommen zum Mond, aber nicht mehr an die Tür des Nachbarn. Wir haben den Weltraum erobert, aber nicht den Raum in uns. Wir haben die Luft gereinigt, aber die Seelen verschmutzt. Wir können Atome spalten, aber nicht unsere Vorurteile. Wir haben gelernt schnell zu sein, aber wir können nicht warten. Es ist die Zeit des schnellen Essens und der schlechten Verdauung; des größeren Familieneinkommens und der Scheidungen; der schöneren Häuser und des zerstörten Zuhause.
Es ist die Zeit, wo moderne Technik einen Text wie diesen in Windeseile in die ganze Welt tragen kann, und wo sie die Wahl hat: das Leben ändern oder den Text löschen. Vergesst nicht, mehr Zeit denen zu schenken, die ihr liebt, weil jeder Moment mit ihnen einmalig ist. Sagt ein gutes Wort denen, die Euch jetzt voll Begeisterung von unten her anschauen, damit die Kleinen, wenn sie erwachsen werden, Euch nur im Guten gedenken. Schenkt dem Menschen neben Euch eine innige Umarmung, denn sie ist der einzige Schatz, der von eurem Herzen kommt und Euch nichts kostet. Geht Hand in Hand und schätzt die Augenblicke, wo Ihr zusammen seid – sei es zu Hause oder in der Schule, am Arbeitsplatz oder in der Freizeit, in einer Feier, am gemeinsamen Esstisch oder spontan auf der Straße – denn diese schönen Augenblicke passieren vielleicht nur einmal, bleiben aber stets in Erinnerung! Findet Zeit für Euch zu lieben, findet Zeit miteinander zu sprechen. Findet Zeit, alles war Ihr zu sagen habt miteinander zu teilen, denn das Leben wird nicht gemessen an der Anzahl der Atemzüge, sondern an der Anzahl der Augenblicke, die uns des Atems berauben.
Heute feiern wir unser Kirchweihfest. Viele nehmen sich auch dafür die nötige Zeit. Denn wer feste arbeitet, soll auch feste feiern. Amen".
Das Programm am Montag, 21. Oktober:
09.00 Uhr festliches Schmücken der Kutschen
11.00 Uhr Festumzug mit den "Friedataler Musikanten"
15.00 Uhr Kindertanz mit dem "Heipa Duo"
Autor: enEr sagte in seiner Predigt heute: Wie die Zeit vergeht – das ist ein Spruch, den jeder von uns einmal sagt oder sich zumindest gedacht hat. Der Sommer ist längst vorbei, ein neues Schuljahr hat längst begonnen. Neue Aufgaben und Herausforderungen stehen an. Es ist Herbst und die Natur bereitet sich auf den Winter vor.
Bei all dem bisher Gesagten ist nicht entscheidend WIE die Zeit vergeht, sondern : WAS wir in unserer Zeit tun, die vergeht.
Denn wir wissen nur zu gut, dass kein Moment unserer Lebenszeit rückgängig gemacht werden kann. Andererseits müssen wir für die Zeit als Gabe von Gott sehr dankbar sein, denn meist weiß man erst etwas richtig zu schätzen, wenn man es nicht mehr hat. Im Buch Kohelet haben wir auch über das Thema Zeit gehört!
Heute feiern wir Kirchweih! Vor über 260 Jahren haben Menschen Kraft, Geld und vor allem viel Zeit investiert, um diese Kirche aufzubauen.
Dabei waren es längst nicht so reiche Zeiten wie heute! Die Dorfbewohner haben sich alles vom Mund abgespart. Selber Hand mit an gelegt! Eben viel Zeit und Kraft investiert!
Und mit dem Bau allein war es allein auch nicht getan. Es musste auch das Kircheninnere in den folgenden Jahren gestaltet und hergerichtet werden.
Denn das, was wir auch heute stolz bewundern können, ist nicht vom Himmel gefallen.
Und so sind bis heute viele Menschen innerhalb und außerhalb unserer Kirchgemeinde immer wieder interessiert und bereit, viel Kraft, Geld und Zeit zu investieren, damit unsere schöne barocke Kirche St. Nikolaus auch in Zukunft Ein Haus voll Glorie schauet…, wie wir es im Eingangslied gesungen haben!
Und weiter sagte Pfarrer Haase: Heute möchte ich an dieser Stelle noch einmal Herrn Dr. Alfons Grunenberg und Uwe Schössow nennen und danken, die viel Zeit und Kraft, auch Geld investiert haben, um einen Kirchenführer herauszugeben. Dieser Dank gilt natürlich auch unserem Förderverein und den vielen Spendern, die die Herausgabe überhaupt ermöglicht haben.
Für mich als Pfarrer eine Freude, wenn Menschen, Mitchristen sich immer wieder in unserenn Gemeinden sich stark machen und viel Zeit und Mühen investieren, um das, was unsere Väter und Mütter im Glauben uns vererbt haben ,weiterzuführen!
Zum Paradox unserer Zeit sollen hier Gedanken wiedergeben werden, die ich in einer Zeitschrift fand und die uns zum Nachdenken inspirieren sollen:
Wir haben hohe Gebäude, aber eine niedrige Toleranz; breite Autobahnen, aber enge Ansichten. Wir verbrauchen mehr, aber haben weniger; machen mehr Einkäufe, aber haben weniger Freude.Wir haben größere Häuser, aber kleinere Familien; mehr Bequemlichkeit, aber weniger Zeit; Mehr Ausbildung, aber weniger Vernunft; mehr Kenntnisse, aber weniger Hausverstand; mehr Experten, aber auch mehr Probleme; mehr Medizin, aber weniger Gesundheit.Wir geben verantwortungslos viel aus, wir fahren zu schnell, regen uns zu schnell auf, gehen zu spät schlafen, stehen zu müde auf;wir lesen zu wenig, sehen zu viel fern, beten zu selten.
Wir haben dem Leben Jahre hinzugefügt, aber nicht den Jahren Leben.
Wir kommen zum Mond, aber nicht mehr an die Tür des Nachbarn. Wir haben den Weltraum erobert, aber nicht den Raum in uns. Wir haben die Luft gereinigt, aber die Seelen verschmutzt. Wir können Atome spalten, aber nicht unsere Vorurteile. Wir haben gelernt schnell zu sein, aber wir können nicht warten. Es ist die Zeit des schnellen Essens und der schlechten Verdauung; des größeren Familieneinkommens und der Scheidungen; der schöneren Häuser und des zerstörten Zuhause.
Es ist die Zeit, wo moderne Technik einen Text wie diesen in Windeseile in die ganze Welt tragen kann, und wo sie die Wahl hat: das Leben ändern oder den Text löschen. Vergesst nicht, mehr Zeit denen zu schenken, die ihr liebt, weil jeder Moment mit ihnen einmalig ist. Sagt ein gutes Wort denen, die Euch jetzt voll Begeisterung von unten her anschauen, damit die Kleinen, wenn sie erwachsen werden, Euch nur im Guten gedenken. Schenkt dem Menschen neben Euch eine innige Umarmung, denn sie ist der einzige Schatz, der von eurem Herzen kommt und Euch nichts kostet. Geht Hand in Hand und schätzt die Augenblicke, wo Ihr zusammen seid – sei es zu Hause oder in der Schule, am Arbeitsplatz oder in der Freizeit, in einer Feier, am gemeinsamen Esstisch oder spontan auf der Straße – denn diese schönen Augenblicke passieren vielleicht nur einmal, bleiben aber stets in Erinnerung! Findet Zeit für Euch zu lieben, findet Zeit miteinander zu sprechen. Findet Zeit, alles war Ihr zu sagen habt miteinander zu teilen, denn das Leben wird nicht gemessen an der Anzahl der Atemzüge, sondern an der Anzahl der Augenblicke, die uns des Atems berauben.
Heute feiern wir unser Kirchweihfest. Viele nehmen sich auch dafür die nötige Zeit. Denn wer feste arbeitet, soll auch feste feiern. Amen".
Das Programm am Montag, 21. Oktober:
09.00 Uhr festliches Schmücken der Kutschen
11.00 Uhr Festumzug mit den "Friedataler Musikanten"
15.00 Uhr Kindertanz mit dem "Heipa Duo"

