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Rolf Berend in Brüssel wiedergewählt

Donnerstag, 21. November 2013, 16:10 Uhr
Auf dem 8. Europäischen Seniorenkongress (ESU) in Brüssel wurde der langjährige Eichsfelder Europaabgeordnete und jetzige Landesvorsitzende der Thüringer Senioren-Union, Rolf Berend (CDU), als einer von zwei deutschen Vertretern ins Exekutivkomitee der Europäischen Senioren-Union gewählt....

Rolf Berend wiedergewählt (Foto: Berend) Rolf Berend wiedergewählt (Foto: Berend)
Wiedergewählt in Brüssel – Rolf Berend als deutscher Vertreter der Europäischen Senioren-Union (ESU)

Dieser ESU gehören alle christdemokratischen Seniorenverbände der 28 EU-Staaten an. Rolf Berend, der als Mitglied des Bundesvorstandes von Deutschland vorgeschlagen worden war, mahnte in seiner Rede in Brüssel eindringlich, der Demographie in Politik und Wirtschaft mehr Beachtung zu schenken: „Der demographische Wandel kommt nicht über Nacht, aber er kommt mit Macht und ist eine der größten Herausforderungen in der Europäischen Union!“

Die steigenden Zahlen älterer Menschen bei gleichzeitigem Geburtenrückgang seien schon seit Jahrzehnten nicht nur in Deutschland sondern in allen europäischen Staaten zu beobachten. Regierungen auf allen Ebenen stünden in der Pflicht, Antworten für die neuen Bedürfnisse zu finden, die das Altern der Bevölkerung mit sich bringe. Eine altersfreundliche Gesellschaft müsse auf eine positive Einstellung zum Älterwerden begründet sein.

Das gegenwärtig vorherrschende Bild des älteren Menschen wäre immer noch zu sehr von Krankheit und Defiziten geprägt. Die Lebensphase 60+ sei jedoch so vielfältig wie jeder andere Lebensabschnitt, so der Europapolitiker.

Im Zuge des demographischen Wandels würden ältere Menschen künftig mehr als je zuvor einen neuen Platz in der Gesellschaft einnehmen. Hier steckten enorme Kräfte, nämlich die Zeit und die Bereitschaft der Älteren, Verantwortung zu übernehmen. Nicht zu vergessen sei dabei das zunehmende bürgerschaftliche Engagement als positive Folge des demographischen Wandels, so Berend vor den europäischen Kongressteilnehmern.

Überholte Altersbilder gehörten daher nicht nur auf den Prüfstand, sondern müssten schnellst möglichst den veränderten Lebensbedingungen angepasst werden. Jeder Politikverantwortliche täte im Übrigen gut daran, den Einfluss der Seniorengeneration nicht zu unterschätzen.

Nicht für umsonst heißt es: „Wer die Jugend hat, hat zwar die Zukunft – aber wer die Älteren hat, hat die Mehrheit, und die ist in der Demokratie ausschlaggebend“, so Berend. Jüngste Wahlen hätten dieses erneut bestätigt.
Autor: en

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