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Verbraucher bangen um ihre Einlagen

Donnerstag, 28. November 2013, 11:32 Uhr
Ein neuer Skandal am Kapitalmarkt verunsichert Anleger. Bei zwei Firmen der Infinus-Gruppe wurde kürzlich das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet und die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, die mittlerweile wegen Betrugsverdachts ermittelt...


Auch Thüringer hatten bei Unternehmen der Infinus AG Geld angelegt und bangen nun um ihre Einlagen, wie Anfragen bei der Verbraucherzentrale Thüringen belegen. Zwischen sechs und acht Prozent Rendite wurden versprochen, überdurchschnittlich hoch für derzeitige Verhältnisse am Kapitalmarkt.

Dennoch ließen sich die Anleger auf das riskante Geschäft ein. Da die Ausschüttungen stets pünktlich kamen, bestand kein Anlass, das Geschäft in Zweifel zu ziehen. Mittlerweile fragen sich die Betroffenen, wie sie die Verluste möglichst gering halten und wo sie ihre Forderungen anmelden können.

Ilona Thrän, Fachberaterin Finanzdienstleistungen der Verbraucherzentrale Thüringen rät, zunächst die Vertragsunterlagen unter die Lupe zu nehmen und zu prüfen
  • mit welchen Firmen der Infinus-Gruppe Verträge abgeschlossen wurden
  • wer die Geldanlage vermittelt hat
  • ob vor Vertragsschluss durch den Verkäufer auf mögliche Verlust-Risiken hingewiesen wurde
  • ob eine Rechtsschutzversicherung besteht
Betroffene sollten zudem nicht vorschnell Interessengemeinschaften für betroffene Anleger beitreten, sondern im Einzelfall prüfen, ob das sinnvoll ist. Wer eine Klage in Erwägung zieht, sollte einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht einschalten.

Bei Fragen zum weiteren Vorgehen hat, können sich Betroffene an die Verbraucherzentrale Thüringen wenden. Termine für eine Beratung beim Honoraranwalt erhalten Sie in ihrer nächstgelegenen Beratungsstelle.
Autor: red

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