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Pro-Wipperwelle mit Rück- und Ausblick

Freitag, 03. Januar 2014, 14:38 Uhr
Am 17. Januar jährt sich die Gründung des Fördervereins „Pro Wipperwelle – Worbis“ zum ersten Mal. Das ist dem Verein Anlass für einen Rück- und Ausblick...

Badfest in der Wipperwelle (Foto: Dr. Dorst) Badfest in der Wipperwelle (Foto: Dr. Dorst)

Hervorgegangen ist der Förderverein aus der Bürgerinitiative „Pro Wipperwelle“, die spontan zu Beginn des Jahres 2012 entstand, als die Absicht bekannt wurde, das Worbiser Hallenbad zu schließen und zu einer Mehrzweckhalle umzubauen.

Neben Dr. Elisabeth Hochstein und Marko Godau könnten noch viele Personen genannt werden, die sich mit diesem Vorhaben nicht abfinden konnten und aktiv wurden.

Da die Einflussmöglichkeiten einer Initiativgruppe relativ gering waren, wurde die Gründung eines Fördervereins angestrebt. Bei der Gründungsversammlung am 17.Januar 2013 erklärten über 60 Personen ihre Bereitschaft zur Mitgliedschaft, inzwischen hat der Verein 147 Mitglieder.

Badfest in der Wipperwelle (Foto: Dr. Dorst) Badfest in der Wipperwelle (Foto: Dr. Dorst)

In den Monaten nach der Gründung erarbeitete der Vereinsvorstand ein vorläufiges Konzept zum dauerhaften Erhalt des Hallenbades. Dieses Konzept sollte als Diskussionsgrundlage innerhalb und außerhalb des Fördervereins dienen und wurde Anfang Juni 2013 veröffentlicht. Leider wurde es von einigen Personen als Auflistung von Forderungen verstanden und die Bereitschaft zu einer unvoreingenommen Diskussion über die einzelnen Vorschläge war gering.

Zahlreiche Gespräche mit Personen, die gegenwärtig oder früher mit dem Bad „zu tun haben oder hatten“ führten zu einer klaren Meinung der Vorstandsmitglieder: Die „Wipperwelle“ ist erhaltenswert, sie hat als Lehrschwimmbecken für viele Worbiser eine große Bedeutung, wird gerne genutzt für Präventions- und Rehasport sowie fürs Behindertenschwimmen und zum Entspannen im Saunabereich.

All das ist ausbaufähig und damit auch wirtschaftlicher zu gestalten, wenn die Attraktivität des Bades auf hohem Niveau erhalten bleibt und die Werbung für das Bad zur Zeit noch unentschlossene Bürger motiviert, das Bad zu ihrem Vorteil zu nutzen.

Als Werbung für die „Wipperwelle“ hat der Förderverein am 7. Juli 2013 das zweite Badfest organisiert. Parallel zum Kinderfest des Sportvereins Einheit 1875 Worbis war dies ein gelungener Höhepunkt. Die erste Mitternachtssauna im November und die aktive Teilnahme am Worbiser Weihnachtsmarkt konnten ebenfalls als Erfolg gebucht werden.

Als Chance sehen wir die Verschmelzung der drei städtischen Eigenbetriebe zum Eigenbetrieb Sport und Gesundheit einerseits sowie der Betriebs GmbH Burg Scharfenstein und der Sport und Freizeit GmbH zum 1.1.2014 zur Sport und Freizeit Leinefelde-Worbis GmbH andererseits. Damit werden die wichtigsten Infrastrukturbereiche der Stadt für Kultur und Sport/Gesundheit in einer Gesellschaft zusammengefasst. Synergieeffekte und Kosteneinsparungen sind daraus zu erwarten. Belange der Burg Scharfenstein, der Sportstätten und der beiden Hallenbäder können konzentriert beraten und entschieden werden.

Wenn unsere Stadt sich weiterhin attraktiv entwickeln soll, so ist über den Erhalt und die weitere Gestaltung einzelner Objekte erst nach gründlicher Prüfung und Abwägung der Folgen zu entscheiden. Schnellschüsse führen zur Verärgerung der Bürger und zum Vertrauensverlust gegenüber den Vertretern der Stadt.

An Einsparungen im Bereich der freiwilligen Aufgaben wird unsere Stadt nicht vorbeikommen. Der Zuschussbedarf für die einzelnen Objekte lässt sich jedoch reduzieren, wenn interner und externer Sachverstand gebündelt wird.

Für die „Wipperwelle“ sehen wir eine Perspektive als Lehrschwimmbecken für unsere Schülerinnen und Schüler, fürs Vereins- und Behindertenschwimmen, Präventions- und Rehakurse und als Erholungsstätte für Jung und Alt. Für das „Leinebad“ mit Schwerpunkt Sport-und Spaßbad will das Hallenbad „Wipperwelle“ kein Konkurrent sein.

Das vitale Mittelzentrum Leinefelde-Worbis sollte mit neuen Ideen bürgerfreundliche Akzente setzen und damit eine Vorbildfunktion in der Region übernehmen.
Dr. Dorst
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