"Mit Narrenkappe große Klappe..."
Dienstag, 04. März 2014, 22:00 Uhr
Beim Karneval wird ausgeteilt und so mancher kriegt sein Fett weg. In der Bütt lassen die Narren Dampf ab, wie beispielsweise auch beim Sturm aufs Rathaus in Leinefelde. Da musste das Stadtoberhaupt Gerd Reinhardt so manches über sich ergehen lassen...
Doch er ließ sich vor der Tür nicht lange von den Vertretungen der insgesamt neun Karnevalsvereinen der Stadt Leinefelde-Worbis um die Schlüssel bitten und gewährte allen dafür Einlass in den großen Sitzungsraum. Die Stimmung war närrisch und nicht zu überhören. Die Worbiser waren ein bisschen spät dran, brachten dafür aber die Kapelle mit. Alle erhielten nacheinander den Schlüssel für die symbolische Machtübernahme wenigstens für zwei Tage.
Mit 93 Jahren ist Irmgard Müller immer noch Fan vom LCV und war beim Sturm aufs Rathaus natürlich dabei. Fotos: Anett Reinhold
Die Leinefelder erhielten zuerst den Schlüssel und die herzlichsten Glückwünsche zum Landestitel beim Tanzen. Dann folgte Birkungen. Gerd Reinhardt sagte, dass sie gleich den Bogen in die Nachbarländer geschlagen haben, denn statt von Adelsborn war die Rede von Adelebsen. Den Landrat würde das freuen, so Reinhardt.
Die Worbiser brachten die wohl größte Stimmung und auch eine gesungene Bütt mit Hexe Henriette Potter mit. Hier ging es u.a. um die Polizei, die weg ist ..Worbis hängt doch nur am Lämmerschwanz und bildet dort einen Rosettenkranz, hieß es. Die Wintzingeröder waren der Meinung, dass das neue Rathaus zu ihnen gehöre, denn kämen die Dörfer drumherum noch dazu, sei es das Zentrum der Stadt... Wir haben jetzt den Schlüssel und Gerd Reinhardt nimmt schon mal provisorisch den Hut...
Markus Drößler vertrat das Geburtstagskind, den Beuerschen Karnevalsverein und sagte: In Büttenreden erfahren wir so manche Anekdote und hören über die Leute die eine oder andere Schote. Geschichten um und über Beuren, über Fehltritte und zu viele Steuern. Die Leute aus Wirtschaft und Politik bekommen dabei oft ganz viel Kritik. Mit Nahallamarsch und Narrenkappe hat man leicht `ne große Klappe, vergessen werden schnell die guten Sachen, die das Leben schöner machen. So freuen sich unsere Sportler nun über ein Haus für all ihr Tun. Geplant ist auch ein Platz am alten Turm, doch steckt in dieser Sache der Wurm. Einzelne machen mobil, manchmal mit zweifelhaftem Stil. Ändern sich die Dinge im Leben, sind sie prinzipiell dagegen. Wir hoffen, ihr lasst euch nicht beirren und durch Einzelmeinung verwirren. Den Kritikern wird die Luft ausgehen, wenn sie den Dorfkern erstrahlen sehen."
Die Kaltohmfelder übergaben Gerd Reinhardt gleich einen Antrag für wenigstens eine Orgelpfeife, davon würde das Finanzsäckchen nicht kollabieren. Und mit Orgelpfeifen kam Daniela Poppe auch an die Bütt.
Gerd Reinhardt hat sich einen Orden verdient, hieß es von Breitenbach, er habe sie seit Jahren mit dem Saal hängen lassen. Der Wasserturm in Leinefelde wäre ihm zu klein, es muss eine Regierungszentrale sein, hieß es weiter. Zwischen den einzelnen Redebeiträgen hielt das Stadtoberhaupt aber auch nicht mit seiner Meinung zurück. Die Kirchohmfelder zogen als vorletzte in die Bütt und auch hier war der geplante Verwaltungsbau Anlass zur Kritik. Die Breitenhölzer machten es indes kurz und bündig mit dem Hinweis, dass die Kussfreiheit eröffnet sei. Allerdings war zu dieser Stunde dann der Saal fast leer. Alle hatten ihre Verpflichtungen zum Rosenmontag.
Ilka Kühn
Autor: enDoch er ließ sich vor der Tür nicht lange von den Vertretungen der insgesamt neun Karnevalsvereinen der Stadt Leinefelde-Worbis um die Schlüssel bitten und gewährte allen dafür Einlass in den großen Sitzungsraum. Die Stimmung war närrisch und nicht zu überhören. Die Worbiser waren ein bisschen spät dran, brachten dafür aber die Kapelle mit. Alle erhielten nacheinander den Schlüssel für die symbolische Machtübernahme wenigstens für zwei Tage.
Mit 93 Jahren ist Irmgard Müller immer noch Fan vom LCV und war beim Sturm aufs Rathaus natürlich dabei. Fotos: Anett Reinhold
Die Leinefelder erhielten zuerst den Schlüssel und die herzlichsten Glückwünsche zum Landestitel beim Tanzen. Dann folgte Birkungen. Gerd Reinhardt sagte, dass sie gleich den Bogen in die Nachbarländer geschlagen haben, denn statt von Adelsborn war die Rede von Adelebsen. Den Landrat würde das freuen, so Reinhardt.
Die Worbiser brachten die wohl größte Stimmung und auch eine gesungene Bütt mit Hexe Henriette Potter mit. Hier ging es u.a. um die Polizei, die weg ist ..Worbis hängt doch nur am Lämmerschwanz und bildet dort einen Rosettenkranz, hieß es. Die Wintzingeröder waren der Meinung, dass das neue Rathaus zu ihnen gehöre, denn kämen die Dörfer drumherum noch dazu, sei es das Zentrum der Stadt... Wir haben jetzt den Schlüssel und Gerd Reinhardt nimmt schon mal provisorisch den Hut...
Markus Drößler vertrat das Geburtstagskind, den Beuerschen Karnevalsverein und sagte: In Büttenreden erfahren wir so manche Anekdote und hören über die Leute die eine oder andere Schote. Geschichten um und über Beuren, über Fehltritte und zu viele Steuern. Die Leute aus Wirtschaft und Politik bekommen dabei oft ganz viel Kritik. Mit Nahallamarsch und Narrenkappe hat man leicht `ne große Klappe, vergessen werden schnell die guten Sachen, die das Leben schöner machen. So freuen sich unsere Sportler nun über ein Haus für all ihr Tun. Geplant ist auch ein Platz am alten Turm, doch steckt in dieser Sache der Wurm. Einzelne machen mobil, manchmal mit zweifelhaftem Stil. Ändern sich die Dinge im Leben, sind sie prinzipiell dagegen. Wir hoffen, ihr lasst euch nicht beirren und durch Einzelmeinung verwirren. Den Kritikern wird die Luft ausgehen, wenn sie den Dorfkern erstrahlen sehen."
Die Kaltohmfelder übergaben Gerd Reinhardt gleich einen Antrag für wenigstens eine Orgelpfeife, davon würde das Finanzsäckchen nicht kollabieren. Und mit Orgelpfeifen kam Daniela Poppe auch an die Bütt.
Gerd Reinhardt hat sich einen Orden verdient, hieß es von Breitenbach, er habe sie seit Jahren mit dem Saal hängen lassen. Der Wasserturm in Leinefelde wäre ihm zu klein, es muss eine Regierungszentrale sein, hieß es weiter. Zwischen den einzelnen Redebeiträgen hielt das Stadtoberhaupt aber auch nicht mit seiner Meinung zurück. Die Kirchohmfelder zogen als vorletzte in die Bütt und auch hier war der geplante Verwaltungsbau Anlass zur Kritik. Die Breitenhölzer machten es indes kurz und bündig mit dem Hinweis, dass die Kussfreiheit eröffnet sei. Allerdings war zu dieser Stunde dann der Saal fast leer. Alle hatten ihre Verpflichtungen zum Rosenmontag.
Ilka Kühn



































