Ausstellung in Worbiser Regelschule
Freitag, 04. April 2014, 10:21 Uhr
Ein künftiges Klassenzimmer der Regelschule in Worbis ist für zwei Wochen jetzt ein besonderer Ausstellungsraum. An den Wänden hängen rund 20 Tafeln zu einem leider immer wieder aktuellem Thema: Drogen...
Die von der Heinrich-Böll-Stiftung geförderte Ausstellung steht unter der Überschrift Drogenkultur – Kulturdrogen und zeigt einen sehr vielseitigen Einblick zum Thema. Solveig Negelen, Bildungsreferentin der Stiftung, war zur Ausstellungseröffnung nach Worbis gekommen.
Schulleiter Thieme verwies in der Eröffnung darauf, dass den Schülern das Problem Drogen nicht unbekannt sei. In dieser Ausstellung steckt sehr viel Wissen und das Thema wird unter verschiedensten Gesichtspunkten beleuchtet. Alle Schüler haben Gelegenheit, in diesen Tagen sich die Ausstellung anzusehen. Erst vor ein paar Tagen hatten die Lehrerinnen Iris Pfaff und Beate Trautmann bei einem Projekt in Jena diese Ausstellung gesehen und sie spontan nach Worbis geholt. Auch Schüler von Leinefelde und des Worbiser Gymnasiums können sie in der Regelschule besichtigen. Im September wird sie noch einmal nach Leinefelde kommen. Diese Ausstellung der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen soll auch bundesweit an Schulen gezeigt werden.
Soloveig Negelen verwies auf das besondere dieser Ausstellung. Zu Beginn stellte sie den Schülersprechern die Frage, ob es irgendwann einmal eine drogenfreie Gesellschaft gegeben hat oder geben wird? Hier muss man berücksichtigen, was alles zum Begriff Drogen zählt. Im 17./18. Jahrhundert wurden beispielsweise Kaffeetrinker verfolgt, es gibt Funde von Bier/Hopfen von vor 16 000 Jahren in Thüringen. Die Menschen haben immer schon versucht, sich mit bestimmten Substanzen in eine andere Welt zu begeben. Auf den einzelnen Tafeln der Ausstellung wird das gesamte Thema Drogen sehr umfassend erklärt. Sie zeigt, wie umfassend Drogen in unserer Gesellschaft verankert sind, erklärte Solveig Negelen. Der Schriftsteller Heinrich Böll nahm als junger Mann im zweiten Weltkrieg eine Substanz, vergleichbar mit dem heutigen Christal Meth, das den Körper zerstört. Es war die Schokolade für Soldaten, damit sie fit sind für den Krieg.
Prävention zum Thema Drogen ist äußerst wichtig, erklärte die Bildungsreferentin. Die Ausstellung ist ein erster Ansatz, dass sich Schulen damit befassen können. Sie ist vom optischen her modern aufgemacht, zeigt in komprimierter Form die Komplexität eines Themas, das allgegenwärtig ist.
Die Ausstellung Drogenkultur – Kulturdrogen, die in Zusammenarbeit der Heinrich-Böll-Stiftung mit dem akzept Verein - Landesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik Thüringen entstand, gibt Hinweise und Anregungen für eine fundierte Beschäftigung mit dem Thema.
Solveig Negelen hatte auch schon ein zweites Projekt dieser Ausstellung mitgebracht: eine CD. Informativ und durch verschiedene multimediale Elemente besonders anschaulich gestaltet, soll sie vor allem Schulen, Jugendzentren, Universitäten, Sucht- und Drogenberatungsstellen, Bibliotheken, Verwaltungen des Schul- und Jugendbereichs und kirchlichen Jugendgruppen die Möglichkeit bieten, sich auf eine Weise diesem Thema zu nähern, die auch neue und kritische Sichtweisen zulässt. Informationen zu verschiedenen Themenbereichen wie Geschichte, Kultur, Geographie oder Politik sind hier pädagogisch aufgearbeitet und ermöglichen eine sachliche wie fundierte Präventions- und besonders Aufklärungsarbeit zum Thema Drogen.
Autor: enDie von der Heinrich-Böll-Stiftung geförderte Ausstellung steht unter der Überschrift Drogenkultur – Kulturdrogen und zeigt einen sehr vielseitigen Einblick zum Thema. Solveig Negelen, Bildungsreferentin der Stiftung, war zur Ausstellungseröffnung nach Worbis gekommen.
Schulleiter Thieme verwies in der Eröffnung darauf, dass den Schülern das Problem Drogen nicht unbekannt sei. In dieser Ausstellung steckt sehr viel Wissen und das Thema wird unter verschiedensten Gesichtspunkten beleuchtet. Alle Schüler haben Gelegenheit, in diesen Tagen sich die Ausstellung anzusehen. Erst vor ein paar Tagen hatten die Lehrerinnen Iris Pfaff und Beate Trautmann bei einem Projekt in Jena diese Ausstellung gesehen und sie spontan nach Worbis geholt. Auch Schüler von Leinefelde und des Worbiser Gymnasiums können sie in der Regelschule besichtigen. Im September wird sie noch einmal nach Leinefelde kommen. Diese Ausstellung der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen soll auch bundesweit an Schulen gezeigt werden.
Soloveig Negelen verwies auf das besondere dieser Ausstellung. Zu Beginn stellte sie den Schülersprechern die Frage, ob es irgendwann einmal eine drogenfreie Gesellschaft gegeben hat oder geben wird? Hier muss man berücksichtigen, was alles zum Begriff Drogen zählt. Im 17./18. Jahrhundert wurden beispielsweise Kaffeetrinker verfolgt, es gibt Funde von Bier/Hopfen von vor 16 000 Jahren in Thüringen. Die Menschen haben immer schon versucht, sich mit bestimmten Substanzen in eine andere Welt zu begeben. Auf den einzelnen Tafeln der Ausstellung wird das gesamte Thema Drogen sehr umfassend erklärt. Sie zeigt, wie umfassend Drogen in unserer Gesellschaft verankert sind, erklärte Solveig Negelen. Der Schriftsteller Heinrich Böll nahm als junger Mann im zweiten Weltkrieg eine Substanz, vergleichbar mit dem heutigen Christal Meth, das den Körper zerstört. Es war die Schokolade für Soldaten, damit sie fit sind für den Krieg.
Prävention zum Thema Drogen ist äußerst wichtig, erklärte die Bildungsreferentin. Die Ausstellung ist ein erster Ansatz, dass sich Schulen damit befassen können. Sie ist vom optischen her modern aufgemacht, zeigt in komprimierter Form die Komplexität eines Themas, das allgegenwärtig ist.
Die Ausstellung Drogenkultur – Kulturdrogen, die in Zusammenarbeit der Heinrich-Böll-Stiftung mit dem akzept Verein - Landesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik Thüringen entstand, gibt Hinweise und Anregungen für eine fundierte Beschäftigung mit dem Thema.
Solveig Negelen hatte auch schon ein zweites Projekt dieser Ausstellung mitgebracht: eine CD. Informativ und durch verschiedene multimediale Elemente besonders anschaulich gestaltet, soll sie vor allem Schulen, Jugendzentren, Universitäten, Sucht- und Drogenberatungsstellen, Bibliotheken, Verwaltungen des Schul- und Jugendbereichs und kirchlichen Jugendgruppen die Möglichkeit bieten, sich auf eine Weise diesem Thema zu nähern, die auch neue und kritische Sichtweisen zulässt. Informationen zu verschiedenen Themenbereichen wie Geschichte, Kultur, Geographie oder Politik sind hier pädagogisch aufgearbeitet und ermöglichen eine sachliche wie fundierte Präventions- und besonders Aufklärungsarbeit zum Thema Drogen.



