Frucht oder Aroma?
Donnerstag, 03. Juli 2014, 11:08 Uhr
Beim Kauf von Fruchtjoghurts lohnt sich der Blick auf die Verpackung, so die Verbraucherzentrale Thüringen, denn nur selten stammt der Fruchtgeschmack allein aus Früchten....
Im Supermarkt gibt es eine große Auswahl an verschiedenen Fruchtjoghurts. Verlockende Abbildungen der Früchte und eine Benennung der Frucht lassen erkennen, um welche Geschmacksrichtung es sich handelt. Doch ob der Geschmack vor allem aus den Früchten oder vielmehr aus zugesetzten Aromen stammt, verrät meist erst das genaue Studieren des Etiketts.
Aromen sind geschmacks- und geruchsgebende Stoffe oder Stoffgemische, die künstlicher oder natürlicher Herkunft sein können. Wobei natürlich lediglich bedeutet, dass der Ausgangsstoff in der Natur vorkommt. Ein natürliches Aroma kann also auch aus Baumrinden oder Pilzkulturen gewonnen werden.
Kaum ein Fruchtjoghurt im Handel kommt ohne Aromen aus. Aber nur wenige Hersteller weisen auf der Schauseite oder in der Bezeichnung des Produkts auf die Aromatisierung hin, kritisiert Luise Schumann Lebensmittelexpertin der Verbraucherzentrale Thüringen. Erst beim genauen Lesen der Zutatenliste wird der Einsatz von Aromen als geschmacksgebende Komponente ersichtlich.
Auch die Frage, wie viel Frucht denn nun eigentlich im Joghurt steckt, bleibt häufig unbeantwortet. Selbst wenn ein Joghurt die Bezeichnung mit 33 % Fruchtzubereitung trägt, bedeutet das noch lange nicht, dass Früchte ein Drittel des Joghurterzeugnisses ausmachen. Denn Fruchtzubereitungen können noch allerlei andere Zutaten, wie Zucker, Glukose-Fruktose-Sirup, modifizierte Stärke, Gelatine, färbende Pflanzenextrakte, Aromen oder Säureregulatoren enthalten.
Die Verbraucherzentrale Thüringen e.V. fordert eine klare und eindeutige Kennzeichnung des Fruchtgehalts als wertbestimmende Zutat eines Fruchtjoghurts. Es muss bereits auf den ersten Blick erkenntlich sein, wie viel Frucht im Fruchtjoghurt drin ist.
Für weitere Fragen zu Ernährung und Lebensmitteln ist das Ratgebertelefon dienstags von 9-12 und 13-16 Uhr unter 0361 555 14 27 zu erreichen.
Autor: redIm Supermarkt gibt es eine große Auswahl an verschiedenen Fruchtjoghurts. Verlockende Abbildungen der Früchte und eine Benennung der Frucht lassen erkennen, um welche Geschmacksrichtung es sich handelt. Doch ob der Geschmack vor allem aus den Früchten oder vielmehr aus zugesetzten Aromen stammt, verrät meist erst das genaue Studieren des Etiketts.
Aromen sind geschmacks- und geruchsgebende Stoffe oder Stoffgemische, die künstlicher oder natürlicher Herkunft sein können. Wobei natürlich lediglich bedeutet, dass der Ausgangsstoff in der Natur vorkommt. Ein natürliches Aroma kann also auch aus Baumrinden oder Pilzkulturen gewonnen werden.
Kaum ein Fruchtjoghurt im Handel kommt ohne Aromen aus. Aber nur wenige Hersteller weisen auf der Schauseite oder in der Bezeichnung des Produkts auf die Aromatisierung hin, kritisiert Luise Schumann Lebensmittelexpertin der Verbraucherzentrale Thüringen. Erst beim genauen Lesen der Zutatenliste wird der Einsatz von Aromen als geschmacksgebende Komponente ersichtlich.
Auch die Frage, wie viel Frucht denn nun eigentlich im Joghurt steckt, bleibt häufig unbeantwortet. Selbst wenn ein Joghurt die Bezeichnung mit 33 % Fruchtzubereitung trägt, bedeutet das noch lange nicht, dass Früchte ein Drittel des Joghurterzeugnisses ausmachen. Denn Fruchtzubereitungen können noch allerlei andere Zutaten, wie Zucker, Glukose-Fruktose-Sirup, modifizierte Stärke, Gelatine, färbende Pflanzenextrakte, Aromen oder Säureregulatoren enthalten.
Die Verbraucherzentrale Thüringen e.V. fordert eine klare und eindeutige Kennzeichnung des Fruchtgehalts als wertbestimmende Zutat eines Fruchtjoghurts. Es muss bereits auf den ersten Blick erkenntlich sein, wie viel Frucht im Fruchtjoghurt drin ist.
Für weitere Fragen zu Ernährung und Lebensmitteln ist das Ratgebertelefon dienstags von 9-12 und 13-16 Uhr unter 0361 555 14 27 zu erreichen.
