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Kommen jetzt die E-Busse in Thüringen?

Freitag, 04. Juli 2014, 10:46 Uhr
Emissionsarmer Verkehr, alternative Bedienformen im ÖPNV und eine bessere Luftqualität in Thüringer Städten – das sind die Eckpunkte der Strategie des Thüringer Verkehrsministerium die heute vorgestellt wurden...

„Wir haben in den letzten Jahren zahlreiche Projekte initiiert, um die Tür für mehr Elektromobilität in Thüringen weit aufzustoßen“, sagte Verkehrsminister Christian Carius.

„Wichtig war dabei die Verbesserung der Infrastruktur. In den kommenden Jahren setzen wir auf innovative Technologien und nutzen bestehende Infrastruktur. Wir wollen einen Beitrag zur Umstellung von Stadtbuslinien auf CO2-arme Antriebstechnologien leisten. Das wird ein wesentlicher Schwerpunkt unserer Förderpolitik.“

Schwerpunkt einer vom Ministerium organisierten Fachtagung heute im Kongresszentrum der Messe Erfurt ist die Vorstellung des „E-Bus-Projektes“: In enger Abstimmung mit den Städten Erfurt, Gera, Gotha, Jena und Nordhausen wurden durch das Fraunhofer Institut IOSB – AST Ilmenau und der EBF Dresden GmbH eine detaillierte Machbarkeitsstudie erarbeitet, die konkrete Handreichungen für die Umstellung einer Stadtbuslinie pro Stadt auf Busse mit elektrischem Antrieb gibt.

„Allein durch die Umstellung von fünf Buslinien in den Thüringer Städten mit Straßenbahnnetzen können pro Jahr 2.900 Tonnen Treibhausgasemissionen (CO2) eingespart werden. Damit kann auch der ÖPNV in Thüringen seinen Beitrag zu mehr Klimaschutz leisten. Mit EFRE-Fördermitteln werden wir außerdem Thüringer Kommunen bei der Etablierung eines umweltsensitiven Verkehrsmanagements unterstützen. Dadurch verbessern wir den Verkehrsfluss ebenso wie die Luftqualität“, so Carius.

Im Rahmen der Veranstaltung wird zudem der erste in Deutschland entwickelte Prototyp eines rein elektrisch betriebenen Batteriebusses von der Firma Göppel-Bus mit Sitz in Ehrenhain bei Altenburg vorgestellt. Zudem wird die Elektroladesäule der Messe Erfurt offiziell eingeweiht.

Hintergrund

Im Rahmen der Thüringer Nachhaltigkeitsstrategie wurden bereits weitreichende energiepolitische Zielvorgaben für das Jahr 2020 vereinbart: Der energiebedingte CO2-Ausstoß soll bis dahin (im Vergleich zu 2010) um 10 % gesenkt und die Endenergieeffizienz um 20 % gesteigert werden. Um diese Ziele zu erreichen, müssen auch die CO2-Emmissionen im Verkehrssektor substanziell verringert werden. Bis 2020 soll der Thüringer Verkehr deutlich umweltfreundlicher und in einigen Bereichen emissionsfrei werden.
Autor: red

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