Tränen beim Abschied
Mittwoch, 30. Juli 2014, 17:03 Uhr
Tränen und tiefste Trauer bei der Entlassung aus der Schule? Das ist für Schüler ziemlich ungewöhnlich. Klar, bei der Trennung von den Mitschülern, geht es schon mal herzbewegend zu. Ein Bericht von Gisela Reinhardt...
Anna Sophie Jung mit Schulleiterin Gabriele Müller
Man verspricht, sich nicht aus den Augen zu verlieren, aber meistens hält sich auch hier die Traurigkeit in Grenzen. Ganz anders bei den Schülern der Tabaluga – Förderschule in Worbis. Vorsorglich hatte Schulleiterin Gabriele Müller Packungen mit Papiertaschentüchern bereitgelegt, denn diese Abschiede sind erfahrungsgemäß tränenreich.
Sahra Menneke mit ihrer Lehrerin Gudrun Bierwirth
Eine PowerPoint Präsentation mit Musik zeigte, wie die einzelnen Schüler sich in den 12 Jahren ihrer Schulzeit vom niedlichen kleinen Schüler zum erwachsenen jungen Menschen entwickelt haben. Fotos von Schulausflügen, Freizeitaktivitäten und Festen weckten Erinnerungen und das große Schluchzen begann. Bei der Zeugnisübergabe brachen dann alle Dämme und Gabriele Müller und ihr Team hatten ihr Tun, die aufgeregten Schulabgänger zu beruhigen.
Warum eigentlich? Angesichts der traurigen Gesichter waren es keine Freudentränen. Auch gibt es keinen Grund, vor der Zukunft Angst zu haben, denn auf ihre Arbeit in den Behindertenwerkstätten freuen sich alle. Es liegt an der Schule, am Team und an dem abwechslungsreichen und persönlichen Miteinander. Alles, wonach man sich im sogenannten normalen Leben sehnt, Geborgenheit, Angenommensein, sich wohlfühlen, haben die Schüler in 12 Schuljahren erfahren.
Ellen Herms wird von Gabriele Müller in den Ruhestand verabschiedet.
Kein Wunder, dass dann der Abschied schwerfällt. Ellen Herms, Lebenshilfe-Urgestein in der Schule hatte ebenfalls ihren letzten Tag als Lehrerin und wehrte sich bei den vielen Dankesworten vergebens gegen die wehmütigen Gefühle. "Nun wird es Zeit für
mich, anderen Kollegen Platz zu machen. Ich freue mich auf die Zeit, die kommt. Die werde ich mit meinen Enkelkindern verbringen und all dem, was über die Jahre etwas beiseite geschoben wurde".
Wünschen wir allen auf dem Weg in einen neuen Lebensabschnitt künftig nur Gründe, aus Freude zu
weinen.
Gisela Reinhardt
Autor: enAnna Sophie Jung mit Schulleiterin Gabriele Müller
Man verspricht, sich nicht aus den Augen zu verlieren, aber meistens hält sich auch hier die Traurigkeit in Grenzen. Ganz anders bei den Schülern der Tabaluga – Förderschule in Worbis. Vorsorglich hatte Schulleiterin Gabriele Müller Packungen mit Papiertaschentüchern bereitgelegt, denn diese Abschiede sind erfahrungsgemäß tränenreich.
Sahra Menneke mit ihrer Lehrerin Gudrun Bierwirth
Eine PowerPoint Präsentation mit Musik zeigte, wie die einzelnen Schüler sich in den 12 Jahren ihrer Schulzeit vom niedlichen kleinen Schüler zum erwachsenen jungen Menschen entwickelt haben. Fotos von Schulausflügen, Freizeitaktivitäten und Festen weckten Erinnerungen und das große Schluchzen begann. Bei der Zeugnisübergabe brachen dann alle Dämme und Gabriele Müller und ihr Team hatten ihr Tun, die aufgeregten Schulabgänger zu beruhigen.
Warum eigentlich? Angesichts der traurigen Gesichter waren es keine Freudentränen. Auch gibt es keinen Grund, vor der Zukunft Angst zu haben, denn auf ihre Arbeit in den Behindertenwerkstätten freuen sich alle. Es liegt an der Schule, am Team und an dem abwechslungsreichen und persönlichen Miteinander. Alles, wonach man sich im sogenannten normalen Leben sehnt, Geborgenheit, Angenommensein, sich wohlfühlen, haben die Schüler in 12 Schuljahren erfahren.
Ellen Herms wird von Gabriele Müller in den Ruhestand verabschiedet.
Kein Wunder, dass dann der Abschied schwerfällt. Ellen Herms, Lebenshilfe-Urgestein in der Schule hatte ebenfalls ihren letzten Tag als Lehrerin und wehrte sich bei den vielen Dankesworten vergebens gegen die wehmütigen Gefühle. "Nun wird es Zeit für
mich, anderen Kollegen Platz zu machen. Ich freue mich auf die Zeit, die kommt. Die werde ich mit meinen Enkelkindern verbringen und all dem, was über die Jahre etwas beiseite geschoben wurde".
Wünschen wir allen auf dem Weg in einen neuen Lebensabschnitt künftig nur Gründe, aus Freude zu
weinen.
Gisela Reinhardt



