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Zum Weltkatzentag

Freitag, 08. August 2014, 08:08 Uhr
Sie gilt als eigenwillig, anschmiegsam und erfreut sich als Haustier seit Jahrtausenden großer Beliebtheit: die Katze. Auf der Liste der beliebtesten Haustiere der Deutschen rangiert sie unangefochten auf Platz eins...

Timmy (Foto: Ilka Kühn) Timmy (Foto: Ilka Kühn)

Und sogar ein eigener Feiertag wurde der Katze gewidmet: Der 8. August ist Weltkatzentag! Ein guter Anlass, um an die Gesundheit der sensiblen Tiere zu denken. Denn gefährliche Krankheitserreger können nicht nur freilaufenden Katzen zum Verhängnis werden.

Zahlreiche Katzenfreunde feiern inzwischen den Weltkatzentag, der 2002 vom Internationalen Tierschutz-Fonds IFAW ausgerufen wurde: Sie stellen lustige Fotos und Videos online oder gönnen ihrem Stubentiger ein besonders leckeres Fischmenü. Zwischen all der Freude sollte der eigentliche Zweck des Gedenktags nicht aus den Augen verloren werden: gute Lebensbedingungen für die Tiere zu schaffen und sie vor gesundheitlichen Gefahren zu schützen.

Impfschutz ist Tierschutz
Heute können Katzenbesitzer auf vielfältige Weise dafür sorgen, dass es ihrem Haustier an nichts fehlt. Ein wichtiges Thema ist der Impfschutz. Denn immer noch sterben Katzen an Krankheitserregern, für die eigentlich effektive Impfungen zur Verfügung stehen. Die Ständige Impfkommission für Veterinärmedizin empfiehlt deshalb grundsätzlich für alle Katzen – unabhängig von Alter oder Haltungsbedingungen – einen Impfschutz vor der gefährlichen Katzenseuche und dem so genannten Katzenschnupfen, bei dem es sich um eine schwerwiegende Infektionskrankheit handelt. Für freilaufende Katzen kommt nach wie vor ein Tollwutschutz hinzu.

Besonderer Schutz für besondere Tiere
Die so genannte Katzenseuche, in der Fachsprache Panleukopenie genannt, ist eine meist tödliche Virus-Erkrankung. Auch reine Wohnungskatzen sind nicht vor ihr geschützt. Das Virus kann von draußen leicht über Kleidung oder Gegenstände in die Wohnung eingeschleppt werden, übersteht dort sogar mehrere Monate. Beim Katzenschnupfen handelt es sich um eine gefährliche Infektionskrankheit. Auslöser sind das feline Herpesvirus und das feline Calicivirus. Die Tiere bekommen Fieber, niesen häufig, haben verklebte Augen und Nasenlöcher mit wässrigem, später eitrigem Ausfluss. Speichelfluss, Abgeschlagenheit und Futterverweigerung sowie Geschwüre in der Mundhöhle und an der Hornhaut des Auges werden gleichfalls beobachtet. Auch wenn das Tier wieder gesund wird, bleiben häufig Schäden zurück. So können die Tiere erblinden oder unter Schweratmigkeit leiden. Nur Impfungen bieten zuverlässigen Schutz. Je nach Lebensbedingungen und Alter der Katze können weitere Impfungen sinnvoll sein. Moderne Impfstoffe kommen ohne Wirkverstärker (Adjuvantien) aus. Sie sind daher besonders schonend für das Tier.

Bereits den alten Ägyptern lag viel daran, dass es ihren Katzen gut ging. Sie waren begeisterte Katzenhalter und maßen dem Tier eine ganz besondere Bedeutung zu. Sie verehrten die Katzengöttin Bastet als Göttin der Fruchtbarkeit und der Liebe. Starb eine Katze, trugen ihre Halter große Trauer und rasierten sich sogar ihre Augenbrauen ab.

Ganz so weit muss die Verehrung heutiger Katzenbesitzer nicht gehen. Aber sie können ihre Tiere deutlich besser vor Krankheiten schützen. Der Weltkatzentag lässt sich auch dazu nutzen, um mit dem Tierarzt ein Impfgespräch zu vereinbaren und die notwendige Vorsorge zu treffen.
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