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Unternehmer des Jahres 2014

Mittwoch, 27. August 2014, 21:16 Uhr
Man kennt ihn nicht nur im Eichsfeld: Klaus Röhrig vom Klausenhof. In den vergangenen Jahren hat er mit immer wieder neuen Ideen das Eichsfeld zum Ziel vieler Touristen gemacht. Viele Auszeichnungen zeugen davon. Und jetzt kommt eine weiter dazu. Klaus Röhrig wird vom Bund der Mittelständischen Wirtschaft Thüringens zum Unternehmer des Jahres 2014 geehrt…

Klaus Röhrig und Andreas Schreiber (Foto: Ilka Kühn) Klaus Röhrig und Andreas Schreiber (Foto: Ilka Kühn)

Andreas Schreiber (re) vom Bund der Mittelständischen Wirtschaft (BVMW) zu Besuch bei Klaus Röhrig. Foto: Ilka Kühn

„Im Heute das Gestern bewahren für das Morgen…“ – das ist der Leitspruch von Klaus Röhrig, nach dem er immer gehandelt hat und noch handelt. Er ist fasziniert von Natur und Kräutern, von alten Bauwerken und von der Handwerkskunst. Das ist auch im Klausenhof zu spüren. Als er das Gebäude im Jahr 1991 das erste Mal sah, war es wohl Liebe auf den ersten Blick.

Das Haus wieder mit Leben zu erfüllen, es zu öffnen für viele Menschen, war sein Traum. Doch er träumte ihn nicht nur, holte heimische Handwerker, die ihr Fach verstehen und ließ den Klausenhof wie in jungen Jahren wieder erblühen.

Auf die Frage, wieviel Geld er denn in den ganzen Jahren hier investiert habe, lacht er nur. In Zahlen lässt sich das kaum fassen. Klaus Röhrig ist wichtig, dass hier Leute mit persönlichem Engagement geholfen haben. Dazu zählen auch seine Familie und sein gesamtes Team. Viele Fachkräfte in der Gastronomie haben bei Röhrigs gelernt, vielleicht auch das besondere Gespür, die Feinheiten, mit auf den Weg genommen, die es braucht, um Gäste zu bewirten.

Im Klausenhof hat Klaus Röhrig ein Konzept entwickelt, dass die Besucher eine Welt erleben lässt, die hunderte von Jahren zurückliegt und auch für den kullinarisch verwöhnten Gast nicht zu wünschen übrig lässt.

Ritteressen, Historische Herberge, Schlafen im Heu, Kräutergarten, Wurstmuseum, historische Tafeley bis zu Eichsfelder Spezialitäten – das und noch mehr macht den Klausenhof aus. Und es kommt ständig wieder etwas dazu, wie jetzt mittwochs das Grillen am Schmiedefeuer.

Einmal im Jahr sprengt die Besucherzahl den Rahmen, wenn zum Mittelalterfest auf die Burgruine Hanstein eingeladen wird. Auch hier es Klaus Röhrig mit zu verdanken, dass dieses Fest längst über Ländergrenzen hinweg bekannt und beliebt ist. Wenn man ihn irgendwo mit einem ritterlichen Gewand antrifft, so muss man sich nicht wundern.

Der Klausenhof-Chef ist zugleich auch Chef der Eichsfelder Ritterschaft, einem Verein, der sich die Pflege und Erhaltung mittelalterlicher Kultur in verschiedenster Weise auf die Fahnen geschrieben hat.

Historisch war Klaus Röhrig schon immer interessiert, es sei ihm in die Wiege gelegt. Sein Großvater war Schiffskoch, immer unterwegs, hat viel kennengelernt. Er hat es seinem Enkel weitergegeben. Klaus Röhrig lebt nach dem Motto: An dem Ort, wo ich bin, das Richtige tun. Im Klausenhof Bornhagen hat er seinen Traum verwirklicht, lässt andere mitträumen. Und es ist für ihn ein sehr gutes Gefühl, dafür auch einen Nachfolger zu haben: seinen Sohn Martin.

Als der Bund für Mittelständische Wirtschaft in diesem Jahr den Aufruf nach dem Unternehmer des Jahres 2014 startete, fielen die meisten Stimmen auf Klaus Röhrig. Am kommenden Mittwoch wird ihm nun diese Auszeichnung verliehen.
Ilka Kühn
Autor: en

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