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Über die Vielfalt der Wege

Freitag, 29. August 2014, 08:30 Uhr
Wie vielfältig das Thema Weg ist, wird einem sicher erst bewusst, wenn man sich damit befasst. Im Eichsfeld haben es jetzt Künstler auf ihre Weise getan. Sie zeigen ihre Werke in einer neuen Ausstellung im Rathaus Wasserturm. Am Abend wurde sie eröffnet…..

Eröffnung Ausstellung "Wege" (Foto: Ilka Kühn) Eröffnung Ausstellung "Wege" (Foto: Ilka Kühn)

Helmut Funke, stellvertretender Bürgermeister von Leinefelde-Worbis, konnte zahlreiche Gäste herzlich zur nunmehr 139. Kunstausstellung im Wasserturm begrüßen. Natürlich auch die Mitglieder des Eichsfelder Kunstvereins, unter deren Regie diese neue Ausstellung läuft.

Es ist die mittlerweile sechste Ausstellung des Vereins im Wasserturm, die zu einem bestimmten Thema gestaltet wurde. In diesem Jahr sind es die Wege, die die Künstler inspirieren ließen.

Wege begegnen uns auf Schritt und Tritt, sagte Helmut Funke und machte seine Gedanken an zwei Beispielen fest, dem Weg der Kinder, wie jetzt der Erstklässler und den Weg, den wir alle gehen. Führt jeder Weg in die richtige Richtung? Helmut Funke sprach auch die Umbenennung der Straßen/Wege in der Stadt in diesem Zusammenhang an und könnte sich vorstellen, dass auch hier der Eichsfelder Kunstverein seine Ideen einbringen könnte.

Für den Kunstverein sprach Manfred Pilz aus Göttingen, den die Eichsfelder Kunstfreunde schon lange kennen. Er gab zunächst einen Überblick über die Wortverbindungen zu „Wege“, von Ausweg, Datenweg, Gehweg, Jacobsweg bis Wasserweg, Privatweg… Und jeder dieser Wege hat sein Ziel.
Es gäbe Wege, die bis zum Horizont glatt und geebnet erscheinen und so ein schnelles Vorankommen versprechen.

Im Näherkommen zeigt selbst der Horizont zunehmend ein anderes Gesicht. Der glatte, ebene Weg kann zur Stolperstrecke werden, die abrupt vor einer Schlucht endet, sagte Manfred Pilz.

Und weiter: „Hier beginnt eigentlich die Kunst, den eigenen Weg zu finden. Durch zerklüftete Gebirgswelten und über saftige Wiesen. Auf wilden Flussläufen und fließendem Sand. Über Seen und Meere. Oder in engen, gepflasterten Gassen ohne Blumen. An einer Autobahn sprengt vielleicht ein Löwenzahl den Asphalt, um mit seinem strahlenden Gelb dich anzulächeln. Startbereite Fallschirmchen zeigen dir dann im Flug eventuell den Weg zum Ziel…“

Die Eröffnung der Ausstellung wurde durch Nachwuchskünstlerinnen der Eichsfelder Musikschule mit wunderbaren und sehr passend zum Thema gewählten Musikstücken umrahmt. Vanessa Kobold, Tabea Gries und Alexandra Dörnbach nahmen mit ihrer Leiterin Kathrin Dörnbach die Gäste mit ihren Liedern auf eine kleine musikalische Reise mit.
Im Anschluss gab es noch Gelegenheit, mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen. Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten des Bürgerbüros noch bis Ende Oktober zu sehen.
Ilka Kühn




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